heißt der Titel des soeben ausgeschriebenen Wettbewerbs BERLINER OPERNPREIS 14.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein. Lesen Sie hier die Ausschreibung auf deutsch, oder aber hier die englische Fassung!

 

Alles außer Schublade
15 Jahre Berliner Opernpreis von Neuköllner Oper und GASAG

9 Wettbewerbe mit 30 Preisträgern, 105 Aufführungen vor über 13.000 Zuschauern. 15 Jahre Partnerschaft zwischen Neuköllner Oper und GASAG - ein Zeitraum, der sogar im Sport ungewöhnlich, für den Bereich Kultur nahezu einzigartig ist: 1997 beschlossen die zwei Institutionen, gemeinsam einen Kompositionswettbewerb ins Leben zu rufen, der heute Berliner Opernpreis heißt und die Förderung junger Einzelkünstler und Kollektive zum Ziel hat. Anlässlich des 15-jährigen Bestehen des Wettbewerbs BERLINER OPERNPREIS, der jüngst bereits zum neunten Mal vergeben wurde, haben die Ausrichter die Preisträger sowie die 25 Juroren befragt: Wie bedeutsam ist der seit seiner Erstausschreibung stets den aktuellen Bedingungen angepasste Wettbewerb für die künstlerische Entwicklung der Preisträger einerseits und für den Markt andererseits?

Die Statements der Befragten bestärken die Initiatoren ihren eingeschlagenen Weg fortzusetzen: Die Entwicklung neuer, auch im Kollektiv geschaffener Werke anzuregen und bis hin zur Uraufführung und Übernahme in den Spielplan zu begleiten.

Die Umfrage unter den Teilnehmern ergab als Motivation u. a die Suche nach neuen Formen für das Musiktheater. Das ist ein mit der Programmatik der Neuköllner Oper identisches Motiv. Außerdem lockte „Zusammenarbeit mit einem interessanten und innovativen Opernhaus, das sich von alten Vorstellungen, was Oper zu sein hat, erfolgreich gelöst hat“, so etwa Peter Michael von der Nahmer, Preisträger des BERLINER OPERNPREIS 2010. Weiterhin wurden die praxisorientierte Wettbewerbs-gestaltung und die Kompetenz der Jury gelobt.

Für viele Teilnehmer ist der Preis ein wichtiger Meilenstein ihrer künstlerischen Karriere. Einige Komponisten haben seither beachtliche Werke geschaffen bzw. Erfolge gefeiert wie Antonis Anissegos (Aufführungen u.a. im Konzerthaus Berlin, Kunstfest Weimar), Peter Michael von der Nahmer (Werke u.a. für Aspen Music Festival, USA, New Musical Theater, Los Angeles, Boston Metro Opera, Reaktorhalle München) oder Markus Lehmann-Horn ( Paul-Hindemith-Preis 2011, Gerhard-Schedl-Musiktheaterpreis der Neuen Oper Wien). Andere, die wie die Kompanie [zwischen] (Preisträger 2012) gerade den Schritt von der Universität ins professionelle Theaterleben gehen, sehen ihren Weg bestätigt: „Es ist schön mit dem 1. Preis ausgezeichnet zu sein, wenngleich das der Anfang eines Weges, einer Suche nach künstlerischem Ausdruck sein wird. Der Wettbewerb (und der 1. Preis) haben bekräftigt, dass es ‚richtig‘ ist, diesen Weg, eigene Stücke im Kollektiv zu erarbeiten, weiterzugehen“, so Eva Kessler, Mitglied des Künstlerkollektivs.

Die Jury - jeweils für einen Wettbewerb aus Theaterschaffenden und Journalisten gebildet – schätzten die Art der Zusammenarbeit zwischen GASAG und der Neuköllner Oper: Der lange Atem, die Möglichkeit als Künstler ohne Einmischung von außen arbeiten zu können wird in Zeiten leerer öffentlicher Kassen immer wichtiger.

Dass dieser Wettbewerb neben dem Aspekt der Nachwuchsförderung an sich auch für die Oper als Gattung und Format wichtig ist, beschreibt Jurymitglied und Komponist Detlef Glanert (Berliner Opernpreis 2008) in seinem Wunsch für das Musiktheater der Zukunft so: „Mehr Bezug zum lebenden Menschen, Innovation und Popularität, Abenteuerlust und Genussfreude“.


 


Dieser im gesamten deutschsprachigen Raum einmalige Realisierungswettbewerb, der sich nunmehr an Musiktheatermacher aller Genres richtet, wird bereits seit 1997 ausgelobt. Die neunte Auflage des Wettbewerbs, der „BERLINER OPERNPREIS 12: NEW DEAL“, hat sich den gegenwärtigen Bedingungen des Musiktheaters und den Zielen und Möglichkeiten der NEUKÖLLNER OPER erneut angepasst.
In einem dreistufigen tutorisch begleiteten Prozess steht am Anfang die Einsendung von Materialien bereits fertig gestellter Musiktheaterproduktionen. Am Ende findet nicht nur die Vergabe eines Preisgeldes (bis zu 10.000 €) an die Preisträger im Rahmen einer festlichen Preisverleihung an prominentem Ort in Berlin (Sommer 2012) statt, sondern auch die szenisch umgesetzte öffentliche Aufführung der prämierten Arbeiten im regulären Spielplan der NEUKÖLLNER OPER.

2 Preisträgerarbeiten des Wettbewerbs von Neuköllner Oper und GASAG

Premiere am 08. Juni 2012, 20 Uhr

Honolulu Vagamani
Konzept und Stückentwicklung: Kompanie [zwischen]


Aus dem Leben eines Taugeviels, so etwa könnte man die Geschichte des HONOLULU VAGAMANI übertiteln, den die Gruppe Kompanie[zwischen] inszeniert als ein interdisziplinäres Spiel über Anforderungen, denen sich heute viele Jobsuchende gegenübersehen. Was muss der ideale Bewerber eigentlich alles erfüllen, um am Ende doch nichts dabei zu verdienen? Die in Berlin arbeitende Gruppe Kompanie [zwischen] bestehen aus dem Komponisten Eleftherios Veniadis, den drei Tänzerinnen Raisa Kröger, Saskia und Rachel Oidtmann und den beiden Schauspielerinnen Valentina Repetto und Eva Kessler. Neben Engagements an unterschiedlichen Bühnen haben sie sich zusammengefunden und in dieser interdisziplinären Form bereits eigene Stücke entwickelt.

Mit: Rachel Oidtmann, Raisa Kröger, Valentina Repetto, Eleftherios Veniadis, Eva Kessler, Saskia Oidtmann



Mein chinesisches Herz singt dir ein Lied
Konzept, Regie, Ausstattung: Anna Peschke

"Mein Gesicht ist zu kantig, meine Nasenflügel zu hoch, meine Augen zu grün, aber auf meinen Papieren steht ein chinesischer Name. Der Geburtstort liegt in China, Führerschein und Universitätsabschluss sind ebenfalls dort – und mit Bravour! - erworben. Ich kann meine Identität mit offiziellen Dokumenten, roten Sternstempeln und Plastik-Chipkarten belegen. Wirklich, ich bin Chinesin!“
In „Mein chinesisches Herz singt dir ein Lied" betreibt Anna Peschke umgekehrte Produktpiraterie: Sie wird zu einem Fake-Produkt, das nicht den Weg von China ins Ausland findet, sondern das aus dem Ausland nach China kommt. Sie hat aber nicht nur gefälschte Dokumente, sondern auch den Musiker Yu Zhe und die Sängerin Li Ren samt chinesischer Karaokesongs mitgebracht und zu einer musiktheatralen Suche nach Identität und Zugehörigkeit verdichtet.

Mit: Anna Peschke, Li Ren, Song Yu Zhe
www.annapeschke.de

Spieltermine: 8./9./10.,12./13. Juni jeweils 20 Uhr

 


Nähere Informationen zum Wettbewerb "New Deal" enthalten die Ausschreibungsunterlagen, die Sie hier downloaden können - englische Version hier.

 

Was bisher geschah...

BERLINER OPERNPREIS 10 "Verbotene Liebe"
- von Neuköllner Oper und GASAG

 

BERLINER OPERNPREIS 08 "Der Sonderermittler"
- von Neuköllner Oper und GASAG

 

BERLINER OPERNPREIS 06 "Tod eines Schneiders"
- von Neuköllner Oper und GASAG


 

5. Neuköllner Opernwettbewerb – gestiftet von der GASAG / Neuköllner Opernpreis 2004
"Putzfrauen"

- Uraufführung der Preisträgeroper Wischen – No Vision. Eine Raumpflege in zwei Teilen von Gerd Noack / Marc Seitz (Musik) und Andreas Bisowski (Text) am 11. August 2005 in der Neuköllner Oper


- Preisverleihung Neuköllner Opernpreis 2004 "Putzfrauen" am 17. Juni 2004 im Deutschen Technikmuseum Berlin


Programm:

- Empfang & Begrüßung

Grußworte des Vorstandssprechers der GASAG Berlin, Herr Georges Hoffmann, sowie des Direktoriumsmitglieds der Neuköllner Oper, Herr Winfried Radeke
Grußwort der Schirmherrin Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
i.V.: Andreas Altenhof, Direktorium der Neuköllner Oper


- Präsentation der preisgekrönten Kompositionen

Gerd Noack Putzfrauen op. 24

Inszenierung Dorothea Schroeder
Musikalische Leitung Winfried Radeke

ANTONIA: Katja Jurowski
BEATE: Simone Trömel
CHANTAL: Vanessa Heine
MANN: Philip Lüsebrink
DANIELA: Ilka Sehnert

Orchester:
Violine 1 Olga Rexrodt
Violine 2 Sibylle Strobel
Violoncello Ricarda Baubkus
Fagott Anna Moe
Percussion Olaf Taube


Marc Seitz Putzfrauen

Inszenierung Dorothea Schroeder
Musikalische Leitung Hans-Peter Kirchberg

ANTONIA: Dorothee Dalg
BEATE: Simone Geyer
CHANTAL: Eva Thärichen
MANN: Heiko Stang
DANIELA: Heiko Stang

Orchester:
Violine 1 Olga Rexrodt
Violoncello Ricarda Baubkus
Kontrabass Oliver Krüger
Klarinette / Tenorsaxophon Jochen Settili
Percussion Olaf Taube
Klavier Hans-Peter Kirchberg
Korrepetition Regina Knobel

- Preisverleihung
des Neuköllner Opernpreises


- Foyerprogramm und Buffet

Einlagen aus der Produktion Elternabend - das Musical von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text)

Britta Balzer als GELI
Yara Blümel als ANOUSCHKA
Harald Hofbauer als GERD
Yvonne Ritz Andersen als IRENE
Guido Schmitt als KURT
Susanne Szell als VERA
Am Klavier: Hans-Peter Kirchberg

Preisverleihung und Empfang