Orlando
Oper von Georg Friedrich Händel,
neu gefasst von Wolfgang Böhmer (Musik) und Rainer Holzapfel (Text)

 
 
 
 
Inszenierung: Rainer Holzapfel
Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg
Ausstattung: Lisa Brzonkalla

Premiere am 28. September 2006, 20 Uhr
Wiederaufnahme am 27. September 2007
 
 

» … Ein erneutes Wunder von Neukölln haben Wolfgang Böhmer als musikalischer Einrichter und Rainer Holzapfel als Neutexter und Regisseur da hingeknallt, das das Hochaffektöse der Barockoper einer Rezeptionshaltung von heute anverwandelt. (… ) Hier spielt das völlig neu gefasste Familiendrama mit Vater, zwei Söhnen, Haushälterin und junger Verwandten, um väterliche Erwartungen, aufkeimende Erotik, um gegenseitige Verletzung und kleinbürgerliche Fluchten. Der besondere Sound durch das Instrumentarium mit Klavieren, Cembalo, Akkordeon, Harmonium, Harfe, Toy Piano macht das Irreale der behaupteten Idylle und die Brüchigkeit deutlich. Zweimal unterbricht musikalische Moderne Händel: als
Orlando sich heimlich das rote Kleid überstreift, dann nachdem er seine sexuelle Ambiguität am Rande des Mittagstischs als Waffe gebraucht hatte und die Familie auseinander stob. (…) Am Ende scheint die Idylle wiederhergestellt. Orlando, eine Nacht in den Kühlschrank gesteckt, ist erstarrt, eine einsame Melodiesequenz beendet einen großen Abend für die Neuköllner Oper.«
rbb Inforadio – Kultur

Nach dem großen Erfolg im Herbst 2006 ist die turbulente Oper des allein erziehenden, leicht überforderten Vaters, seiner zwei pubertierenden Buben (die keine mehr sein wollen), des Hausmädchens und der frühreifen
Cousine erneut zu sehen..