BERLIN RICHARDPLATZ

Eine Liebeserklärung an das Leben und die verloren gegangenen Träume der 90er
von Hakan Savas Mican (Text, Regie) und Jörg Gollasch (Musik)

1989 ff. Es geschehen noch Wunder, außer dem Fall der Mauer. Eines von ihnen: die Liebesgeschichte von Lisa und Cem, zwei jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Welten.
Eigentlich hat Cems Mutter Esma, die als Putzkraft arbeitet, andere Pläne mit ihrem einzigen Sohn. Er soll studieren und es im Leben besser haben als sie.
Lisas Großmutter Eva, ein vergessener DDR Opernstar aus Marzahn, hat auch Großes mit ihrer Enkelin vor. Lisa soll als Sängerin Karriere machen. In Evas Plan kommt eine romantische Liebesgeschichte mit einem Mohammedaner nicht vor. Aber so ist das nun mal mit den Wundern. Sie geschehen ungefragt. Und so verlieben sich Lisa und Cem ineinander. Sie heiraten. Lisa wird schwanger, einmal, zweimal, ein drittes Mal. Sie liebt ihre Kinder, und vergisst darüber ihr eigenes Leben. Beide jonglieren: Cem zwischen Graffiti, Uni und seinem Studentenjob in der Fabrik; Lisa zwischen Muttersein, Kopftuchtragen und der Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule. Irgendwann merken sie, dass das Leben sie zu einem Punkt gebracht hat, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Uraufführung voraussichtlich im Oktober 2021.

LOST (1,5 Meter)

Ein Schwanengesang
von Cordula Däuper (Regie und Text)/Johannes Müller (Text) und Tobias Schwencke (Musik)
Uraufführung am 22. Oktober 2020.

Das Hauskonzert beginnt mit Schuberts „Abschied“, man prostet sich aus der Ferne (1,5 Meter) zu und versucht, die nervös wippende Fußspitze im edlen Schuh wieder unter Kontrolle zu bringen. Aber das Unbehagen wächst mit jedem Takt, verstärkt sich durch jedes romantische Seufzermotiv. Die Dame nebenan benimmt sich zunehmend merkwürdig, hustet sie nicht auch ganz eigentümlich? Eine hat Fieber, dabei hat sie immer den CO2-Ausgleich auf ihren Inlandsflügen gezahlt. Aber das ist bestimmt nur der Alkohol. Während das vermeintlich sichere Innen immer enger zu werden scheint, entgleitet das apokalyptische Außen und die romantisch angehauchte flackernde Dämmerung nimmt bedrohliche Züge an.

In Lost widmet sich das Team von Casting Clara aus gegebenem Anlass den Untergangsszenarien, die unseren Blick auf die Zukunft seit Jahren prägen. Anhand von aktuellen und historischen Vorhersagen, politischen und literarischen Visionen entwickelt es ein klaustrophobisches Hauskonzert, das von Franz Schuberts letzter großer Komposition – dem Liederzyklus „Schwanengesang“ – ausgeht und von dort Querverbindungen zu Richard Wagners Untergangsfantasie, der Götterdämmerung, und modernen Protest-Songs schlägt. Sind die dystopischen Zukunfts-Visionen nicht eigentlich längst unsere Gegenwart, vielleicht waren sie das schon immer? Warum hat uns eigentlich nie jemand gesagt, dass es so ernst ist? Und: Wie kommen wir hier jemals wieder raus?

Arrangements/Komposition/Musikalische Leitung: Tobias Schwencke | Regie/Textfassung: Cordula Däuper | Dramaturgie/Textfassung: Johannes Müller | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn | Bühne: Sylvia Rieger | Kostüm: Sophie du Vinage | Regie-/Produktionsassistenz: Judith Gerhardt | Musikalische Assistenz/Einstudierung/Korrepetition: Insa Bernds | Kostümassistenz: Pauline Claus | Bühnenbildassistenz: Ann-Laure Jullian de la Fuente | Maske: Anne-Claire Meyer | Abendspielleitung: Regina Triebel

Mit: Karla Sengteller, Fernanda Farah, Nadja Petri, Olivia Stahn, Cathrin Romeis sowie Tobias Schwencke (Musikalische Leitung/Flügel), Jörgen Brilling/Martin Steuber (Gitarre), Horia Dumitrache/Hugo Rodríguez (Klarinette), Hayley Wolfe (Violine), Daniel Eichholz (Schlagwerk)


EINFACH ANFANGEN – Ein Action Day für Alle!

TANDEM-Veranstaltung am 31. Oktober 2020, 16 Uhr
Eintritt Frei, Bitte Vorher Reservieren

Eigentlich wollen wir ja alle dasselbe, oder? In Hinblick auf den Klimawandel konsequent nachhaltiger leben und bewusster konsumieren. Nur irgendwie kriegen wir es oft im Alltag nicht so recht hin…
Während in LOST (1,5 Meter) die Folgen des Nichtstuns auf tragisch-poetische Weise hör- und sichtbar werden, lädt die Neuköllner Oper in Kooperation mit dem Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und der Aktivistin Lydia Krüger zum Handeln ein, frei nach dem Motto: Anpacken statt Schnacken! Alle Infos zum Action Day und der Kartenreservierung gibt es hier.

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.


Foto: © Matthias Heyde

Der Mann der sich Beethoven nannte

von Moritz Rinke/Mathias Schönsee (Text) und Cymin Samawatie/Ketan Bhatti/Trickster Orchestra (Musik)
Berliner Premiere am 28. November 2020.

Das Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie ist zerstört, das Orchester findet sich feinstaub-bedeckt und mit Atemmasken vor dem verwüsteten Gebäude wieder und inmitten des Geschehens behauptet ein eigenartiger Fremder, Beethoven höchstpersönlich zu sein. Ein Star-Dirigent versucht rücksichtslos, alle Konzerttermine des Orchesters einzuhalten und eine junge Musikerin rebelliert gegen diesen Alleinherrscher. Währenddessen verfolgt der Mann, der sich Beethoven nennt, das Ziel, nicht nur seine prometheischen Werke zu überarbeiten, sondern auch gleich die gesamte Menschheit. Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine künstliche Intelligenz Fragmente seiner Kompositionen fertig komponiert und dies auch noch von einem großen Telekommunikationsunternehmen gesponsert wird?

Es kommt zu einer furiosen wie augenzwinkernden Abrechnung mit einer Gesellschaft, die auch nach der Aufklärung keinen Deut schlauer geworden zu sein scheint. Unter Beschuss steht eine (Hoch-) Kultur, die statt der künstlerischen Schöpfung nur deren Warenwert im Blick hat und eine Welt, die ihren natürlichen Lebensraum systematisch vernichtet. So liefern sich Beethoven, der Maestro und die junge Frau eine verbale Schlacht darüber, was es heißt, den Mensch im Menschen zu erkennen.

Der preisgekrönte Autor Moritz Rinke, Regisseur Mathias Schönsee und das transkulturelle Trickster Orchestra verweben humorvolles Schauspiel mit dem musikalischen Kosmos Beethovens – und fordern damit in un-erhörter Weise die west-weiß-europäische Musikgeschichte heraus.
Dabei werden Fragen gestellt wie: Kann es denn möglich sein, das Fragment der 10. Symphonie von einer künstlichen Intelligenz fertig schreiben zu lassen?

Musikalische Leitung: Ketan Bhatti und Cymin Samawatie | Regie: Mathias Schönsee | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn | Ausstattung : Rebecca Raue
Mit: Hansa Czypionka, Christian Kerepeszki sowie den Musiker*innen des Trickster Orchestra Naoko Kikuchi, Sabrina Ma, Niko Meinhold, Ralf Schwarz, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei

Eine Produktion der Neuköllner Oper in Koproduktion mit dem Theater Gütersloh, Uraufführung dort am 12. November 2020.

Ein Projekt im Rahmen von

 

 

 

Gefördert durch

 

 

 

und

 

 

 


Foto: © Silke Weinsheimer

Schöner Wohnen

Ein Abstellkammerspiel
von Amy Stebbins und Sir Henry

Immer kleinere Räume werden zu immer höheren Preisen immer dankbareren Mietern auf Zeit überlassen. Wenn das so weitergeht, wird wohnen nur noch als akrobatischer Akt möglich sein, als Ganzkörperorigami im Schuhkarton. Denn die Berliner Wohnung wird zerteilt, halbiert, geviertelt, und nähert sich von der Hipsterseite aus wieder dem Zustand an, der in den 1920er schon einmal die Kulisse der Weltstadt war. Mit Fokus auf die Geschichte der Berliner Mietskasernen wie die „Richardsburg“ entwickelt sich ein satirisches Wohntheater mit Elementen aus Slapstick, Songs, Tanzeinlagen und Szenen.
Uraufführung voraussichtlich im Frühjahr 2021.

HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS

Ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt

Musiktheater des Jungen Ensembles der Neuköllner Oper
von Yuval Halpern (Musik), Felix Krakau (Text), Bjørn de Wildt (Regie)

Das Junge Ensemble ist tatsächlich wieder da, live und vor Publikum! Aus der Quarantäne befreit und voller Tatendrang. Aber es war keine leichte Zeit: Einige mussten wir sogar zurücklassen in den eigenen vier Wänden – die Isolation drückte aufs Gemüt, die Stimmung war im Keller. Auch auf den Straßen wurde der Wind rauer und der Ton schärfer, die Nerven liegen blank. Höchste Zeit, all dem einen Riegel vorzuschieben, denn das Wort mit C kann niemand mehr hören und die Aggressionen müssen raus. Wir wollen wieder Harmonie!
HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS ist ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt. Kommt vorbei, so lange wir noch dürfen!

Musikalische Leitung/Einstudierung: Yuval Halpern | Regie: Bjørn de Wildt | Kostüme: Federica Fugazzi | Licht: Christian Maith | Produktionsleitung: Celine Hochgräber/Khashayar Tajik

Mit: Kamil Ahmad, Samy Allozy, Annika Blietz, Rojin Haddadzadegan, Meta Hildebrandt, Anna Naujeck, Laura Plepelic, Amina Rieke, Katherina Schmidt

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.


WEB-SERIE
HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN QUARANTINE
Ein Online-Experiment in fünf Folgen

Die Uraufführung des Bühnenstücks musste pandemiebedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, dafür lud das Junge Ensemble ein in die digitalen Sphären des Wut-Managements:
Die 5-teilige Web-Serie hatte am Freitag, 22. Mai 2020 Premiere bei Facebook und YouTube. Hier alle 5 Folgen zum Nachschauen:

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comPOSITION – Berliner Opernpreis 2020

WETTBEWERB VON NEUKÖLLNER OPER UND GASAG

Seit 1997 verbindet die Neuköllner Oper und die GASAG eine Zusammenarbeit, die in dieser Form einzigartig ist: Sie haben einen Kompositionswettbewerb ins Leben gerufen, der heute comPOSITION heißt und alle zwei Jahre verliehen wird. Er richtet sich an Künstlerkollektive und Komponisten, die Werke für ein gesellschaftlich engagiertes und Genre-offenes Musiktheater schaffen wollen.

comPOSITION lädt zur Produktion eines halbstündigen Musiktheaters ein, auf Kosten der Preisgeber und mit Uraufführungsvorstellungen in Berlin sowie einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg.
Textliche Grundlage für den Wettbewerb bilden zwei Kurzgeschichten des Autors Ferdinand von Schirach*. Schirach ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands, dessen Bücher weltweit zu Bestsellern wurden und thematisch immer einen sozialen Bezug haben. Mit Einwilligung des Autors werden damit zwei seiner Werke erstmalig als Musiktheater uraufgeführt.

Die Finalist*innen 2020
Die Teams um Samuel Penderbayne/Theresa von Halle (München) und Andys Skordys/Jelena Vuksanovic (Nikosia/Belgrad) haben die Jury** des neuaufgestellten Berliner Opernpreises 2020 mit ihren Konzepten überzeugt. Sie werden in den nächsten Monaten je ein 30-minütiges Musiktheaterwerk auf Grundlage einer Kurzgeschichte Ferdinand von Schirachs entwickeln, das aufgrund der aktuellen Pandemiesituation in diesem Jahr leider nicht gezeigt, dafür aber Frühjahr/Frühsommer 2021 in der Elisabeth-Kirche uraufgeführt wird. (Bitte beachten Sie dazu unsere aktuellen Hinweise zum Spielbetrieb)

Vom 11. bis 13. Oktober 2019 hatten acht Teams aus drei Ländern ihre Visionen von neuem Musiktheater vorgestellt. In einem sehr intensiven Arbeitsprozess wurden die Konzepte um viele Anregungen von Seiten der Jury sowie Input von Experten des LKA ergänzt. Teilnehmende waren – neben den Preisträger*innen die Teams um die Komponist*innen Misha Cvijovic (Berlin, Belgrad) Carla Ginjaume (Barcelona), Sven Daigger (Berlin), Maren Kessler/David Schwarz (Weimar), Alexander Mathewson (München), Irina Prieto Botella (Barcelona), Samuel Penderbayne (München) und Andys Skordis (Zypern/ Amsterdam).

Die Finalist*innen-Teams freuen sich auf den Nachholtermin des Berliner Opernpreises 2020 im nächsten Frühjahr und schicken Grüße aus Hamburg und Athen!

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Theresa von Halle

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Andys Skordis

 

 

*Ein hellblauer Tag und Subotnik, aus: Strafe von Ferdinand von Schirach, erschienen bei Luchterhand

** Tatjana Beyer – Leitende Dramaturgin Musiktheater Theater Freiburg
Bernhard Glocksin – Künstlerischer Leiter Neuköllner Oper, Berlin
Desirée Meiser – Künstlerische Leiterin Gare du Nord, Basel
Wiebke Roloff – Musikjournalistin (u.a. Opernwelt)
Arash Safaian – Komponist, München

comPOSITION
Der Berliner Opernpreis von Neuköllner Oper und GASAG, in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg und unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung

Wer war’s?

N.O.K.K. ermittelt!
Ein musikalischer Krimi des Neuköllner Oper Kinder Klub
Uraufführung am 20. September 2020

Nach dem Essen in der Schulkantine wird den Schüler*innen plötzlich übel.
Was ist passiert?
Alle untersuchen mit – und gegeneinander, wer welche Motive haben könnte.
War es die Köchin, die Essensausgabe oder die Cateringfirma? Sind der Techniker und der Typ von der Reinigungsfirma nicht miteinander verwandt? Warum taucht die Frau des Direktors in dessen Büro auf? Hat jemand seine Tochter und die Zwillinge aus der Parallelklasse gesehen? Eine Lawine von gegenseitigen Verdächtigungen wird losgetreten. Wie im Großen so im Kleinen – Ereignisse werden vorschnell hysterisiert und in Vor-Verurteilungen verwandelt…..
Oder war es doch ein Zufall – und unsere Umwelt hat mehr Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesundheit als wir denken?!

Musik: Yuval Halpern | Text & Regie: Verena Talamonti | Produktionsleitung: Carola Thiede

DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT!
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Iron Curtain Man

Eine letzte Show für Dean Reed, den „Elvis der DDR“.
Von Fabian Gerhardt/Lars Werner (Text) und Claas Krause/Christopher Verworner (Musik)
Uraufführung am 03. September 2020.

Was war da los: ein singender Cowboy landet in der Hauptstadt der DDR, und reitet Lasso-schwingend durch »Ein Kessel Buntes«? Dean Reed, geboren in Denver, Colorado wollte die Stimme der Unterdrückten sein. In Lateinamerika ein Star, kam er auf Umwegen über Spanien, Italien und die UdSSR in die DDR, wo er in den 70ern dem Sozialismus den Hüftschwung lehrte.

Der „Rote Elvis“ erlebte hinter dem Eisernen Vorhang eine beispiellose Karriere, er war DER Amerikaner des Ostblocks. Doch mit Glasnost und Perestroika begann sein Stern zu sinken und auch in seiner Heimat wurde er bei einem Comeback-Versuch verhöhnt. Im Jahr 1986 schließlich nahm sich der Musiker unter bis heute mysteriösen Umständen das Leben.

Wie vielen Musikern und Stars war Dean Reed die große Bühne die eigentliche Heimat. In der Neuköllner Oper wird Dean nach Hause auf die Bühne geholt. In einer fantastischen Totenreise stellt sich der Sänger den Stationen seines Lebens und trifft Weggefährten und Feinde. Wir verfolgen den Weg des Mannes, der in Denver, Colorado aufbrach, um den Ostblock zu rocken.

„Nobody knows me back in my hometown“, sang er kurz vor seinem Tod. Jetzt kriegt er seine eigene Hall of Fame.

Regie: Fabian Gerhardt | Musikalische Leitung: Claas Krause/Christopher Verworner | Choreografie: Lilit Hakobyan | Bühne: Michael Graessner | Kostüm: Sophie Peters | Videos: Vincent Stefan | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn

Mit:  Frédéric Brossier, Sophia Euskirchen, Raphael Dwinger, Franziska Junge, Claudia Renner, Meik van Severen und Mitgliedern des VKKO (Verworner-Krause-Kammerorchester)

 

Fotos: © MIZAFO

TANDEM: Iron Curtain Man

Im TANDEM-Prinzip verbinden sich die Produktionsteams unserer Inszenierungen noch anders und intensiver mit Expert*innen der Themen und Fragen, die die jeweiligen Stücke künstlerisch reflektieren. Das könnten Fachleute aus Bürgerinitiativen, Institutionen aus Wissenschaft und Gesellschaft sein, die uns für die Theaterarbeit „schlauer machen“ und die im Gegenzug Workshops und andere Veranstaltungen in der Neuköllner Oper anbieten: Möglichkeiten, sich theoretisch und in der Praxis zu wichtigen Aspekten weiterzuentwickeln und neue Bekanntschaften zu schließen.

5. September 2020
„… und der Zukunft zugewandt“
Diskussion mit Elke Bitterhof, Reinhard Kähler
Moderation: Änne-Marthe Kühn, Cali Kobel
Im Anschluss an die zweite Vorstellung der Dean Reed-Hommage Iron Curtain Man stellen wir gemeinsam mit Expert*innen des Alltags neugierige und empathische Fragen an ein verschwundenes Land voller Widersprüche.

26. September 2020
Ein Kessel. Viel Buntes
Eine DDR-Quizshow mit Live-Musik von The Trouble Notes.
Moderation: Florian Fischer


IRON CURTAIN MAN – Trailer

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Video: Vincent Stefan, Musik: Claas Krause/Christopher Verworner

 

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.

 

 


IRON CURTAIN MAN @ HOME

Der Premiere im April kam Corona in die Quere. Anstelle der Hommage an Dean Reed auf unserer Bühne verlegten wir also die Show um, für, über den roten Cowboy für’s Erste ins Netz: Mit einer achtteiligen Video-Reihe und ersten Schmankerln der Besetzung des IRON CURTAIN MAN, mit Visuals von Vincent Stefan und Musik vom Verworner-Krause-Kammerorchester!

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Beteiligte der Videoreihe:
Darsteller*innen: Daniel Breitfelder, Frédéric Brossier, Sophia Euskirchen, Franziska Junge, Claudia Renner, Meik van Severen
Visuals: Vincent Stefan
Musik: VKKO
Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn

Schnitt: Clara Fandel


 

Opera for Sale

Ein musikalisches Immobilien-Infotainment
von Felix Krakau (Text) und Yuval Halpern (Musik)
Uraufführung 12. März 2020. Bis 12.05.2020.
(anschließende Aufführungen pandemiebedingt abgesagt) 

Berlin in nicht allzu ferner Zukunft: Die Stadt hat den Kampf gegen internationale Investoren verloren, wurde aufgewertet, redesigned und ist plötzlich menschenleer. Die Fassaden wurden schick gemacht und die BewohnerInnen vertrieben; die Bauten starren aus
leeren Retortenaugen. Deine ehemalige Wohnung ist ein Anlagedepot, dein Sofa wurde dir unterm Hintern wegspekuliert. Du wurdest an den Rand gedrängt und auch den konntest du dir irgendwann nicht mehr leisten. Auch die Neuköllner Oper wurde zum share deal: Im Zentrum des Orkans lädt der neue Eigentümer des Hauses, die Angel Dust Property GmbH Opera Neukölln zum exklusiven Musiktheaterereignis für ein weitgereistes Publikum. Authentisches Berliner Musiktheater, ganz wie früher. Wir fragen uns, wem gehört eigentlich die Stadt, und begeben uns auf die Fährte von Milliardären von den britischen Jungferninseln, zypriotischen Briefkastenfirmen, dem ganz großen Geld und dem Glücksversprechen der idealen Stadt. Opera for Sale ist dystopisch-heiteres Musiktheater, Immobilien-Infotainment und spekulative Albernheit über den Berliner Wohnungsmarkt. Get your tickets now – so lang es noch welche gibt!«

Das Stück von Felix Krakau (der Neuköllner Oper über seine jahrelange Autorenschaft für das Junge Ensemble verbunden) entstand auf Basis der Recherche »Wem gehört Berlin« von dem Recherchezentrum CORRECTIV und dem TAGESSPIEGEL. Es ist die zweite Produktion der Reihe REBOOT BERLIN: Hol dir deinen Raum zurück.

Regie: Felix Krakau | Musikalische Leitung: Yuval Halpern | Bühne: Ansgar Prüwer | Kostüm: Jenny Theisen | Dramaturgie: CarolaSöllner / Bernhard Glocksin

Mit: Kilian Ponert, Teresa Scherhag, Lou Strenger sowie Omri Abramov (Reeds) und Doron Segal (Synthesizer)

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OPERA FOR SALE – DIE WEBSERIE

Unsere Gesellschaft sieht sich vor allem jüngst immer wieder spaltenden Tendenzen und Kräften ausgesetzt. Was Deutschland zuverlässig eint: Immobilienspekulation und Rekordmieten. OPERA FOR SALE – DIE WEBSERIE ist eine pechschwarze Online-Komödie zum Wohn-Wahnsinn und der Frage „Wem gehört die Stadt“ und basiert auf unserer letzten prä-Corona-Uraufführung des Immobilien-Infotainments von Felix Krakau und Yuval Halpern. Hier geht’s zur exklusiven Seite der Angel Dust Properties Inc., welche Sie, liebe zukünftige Anteilseigner*innen der Angel Dust Opera Neukölln, auf einen musiktheatralen Rundgang durch Firmengeschichte, Bauvorhaben und nicht zuletzt CORRECTIV-Recherchen zur Verschleierung von Eigentumsverhältnissen auf dem Berliner Wohnungsmarkt nimmt:

FOLGE I/6 

VON MUSIKALISCHEM VOLKSTHEATER, ZUKÜNFTIGEN ORCHESTERGRÄBEN UND GELDERN AUS ÜBERSEE.

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Betterplazes

Berlin, Google&Co.
von Anna Catherin Loll, Carlotta Rabea Joachim und Beka Savić
Uraufführung 14. Februar 2020

Timo und Sven sind Stars, für ein echt spezielles Publikum. Sie sind jung, mutig, kreativ, und sie gestalten ihren Kiez tatkräftig (mit). Kurz: sie sind Sprayer, und was sie tun, wird gefeiert. Etwa von Justin, der seine Helden gern auch im Netz postet. Und sie darin, wie das Wort schon sagt, fängt… Und da wir in Berlin sind: was wäre die Stadt ohne einen Google Campus, und was Xberg ohne ein paar Leute, die dafür wenig Sympathien aufbringen. Was Helden wie Timo und Sven eine Steilvorlage gibt und jede Menge Möglichkeiten, mit dem Giganten und dem deutschen Rechtsstaat in Berührung zu kommen.
Die investigative Journalistin Anna Catherin Loll hat sich im Auftrag der Neuköllner Oper in den diversen Szenen dieser Stadt umgehört und ein Stück über den Widerstand gegen Google&Co. und die Kraft von Utopien geschrieben.
Mit der Komponistin Carlotta Rabea Joachim und der Regisseurin Beka Savić – beide erstmals an der Neuköllner Oper – eröffnet dieses Team unsere Veranstaltungsreihe für ein anderes Berlin: REBOOT BERLIN. Hol dir deine Stadt zurück.

Inszenierung: Beka Savić | Musikalische Leitung/Einstudierung: Hans-Peter Kirchberg/Insa Bernds | Ausstattung: Celine Demars | Dramaturgie: Carola Söllner/Bernhard Glocksin
Mit Linda Hartmann, Corinna Ruba, Christian Clauß und Olaf Taube (Schlagwerk) und Hans-Peter Kirchberg / Insa Bernds (Klavier)

Veranstaltungen im Anschluss an die Vorstellungen:
Wie funktioniert Widerstand? – 20. Februar  |  Wut und Sehnsucht – 26. Februar