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Spielzeit 2021/22

Liebes Publikum,

ENDLICH (!) wieder loslegen, mit Euch und Ihnen und dort, wo die Neuköllner Oper nun einmal hingehört. Und auf sie gewartet hat, sieben Lockdown-Monate lang und gefühlte Jahre im digitalen All.

Fangen wir also an! Unser brandaktueller Live-Spielplan startet am 11. Juni mit EINE STIMME FÜR DEUTSCHLAND – die vorab erteilte musikalische Quittung von Peter Lund und Thomas Zaufke zu den Wahlen im Herbst, die so vieles entscheiden werden.

Ab 26. August laden wir zu einer außergewöhnlichen Begegnung an nicht minder ungewöhnlichem Spielort ein. Werden Sie Zeuge des „frisch auferstandenen“ – neu einstudierten – GIOVANNI. EINE PASSION. Dort, wo eine Passion nunmal hingehört: Auf den Friedhof, konkreter den Neuen St. Jacobi-Friedhof in Neukölln. Die Inszenierung von Ulrike Schwab und STEGREIF.orchester hatte – vielleicht haben Sie‘s gesehen – im Herbst 2019 großen Beifall von Publikum und Fachwelt gefunden. Während der diesjährigen Proben wird Ulrike Schwab in Salzburg der renommierte Förderpreis MORTIER NEXT GENERATION übergeben.

Auf dem Friedhof und in der Kapelle setzen wir bei erstem Herbstlaub (9.-11. September ) auch die Reihe WUNDERKAMMER fort mit einer Exkursion ins Reich der Pilze, der biologischen und künstlichen Intelligenz sowie – dann in der Schinkel-Rotunde des Alten Museums – zum „Wunderwerk Körper“ (12/13. November). Im Saal der NKO gelangen zwei große Produktionen zur Uraufführung: mit BERLIN KARL-MARX-PLATZ (9. Oktober) erzählen, erstmals bei uns, Hakan Savaş Mican und Jörg Gollasch eine Liebeserklärung an das Leben und die verloren gegangenen Träume der 90er. Am 2. Dezember landet endlich jener MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE, ein durch Lockdown verschobener Geburtstagsgruß von Moritz Rinke, Mathias Schönsee und dem Trickster Orchestra. Verteilt über Herbst und Winter laden zudem drei Laboratorien unter dem Titel oper.digital ein, in denen wir mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Ihnen nach neuen, analogen wie digitalen Möglichkeiten der Beteiligung und des Mitgestaltens forschen.

All diese Pläne werden allerdings nur wahr, wenn die Inzidenz stimmt. Drücken wir uns also feste die Daumen.

Ihre Neuköllner Oper

 


Die Spielzeit 2021/22 im Überblick

Wunderkammer 
Eine neue Erlebnisreihe für ein neugieriges Publikum

Welche Erfahrungsräume können Musik und Narration noch öffnen, über die gegenwärtigen Theaterformen hinaus? Könnten die Spiegelkabinette der historischen Wunderkammern einen produktiven, sinnlichen Echoraum schaffen, der andere Perspektiven auf eine komplexe Welt ermöglicht? Die Wunderkammern um 1600 – Vorformen heutiger Museen – stellten ihre oft bizarren Exponate aus Kunst, Handwerk, Natur und Wissenschaft in einen ganzheitlichen „Weltzusammenhang“, der uns heute oft fehlt. Davon inspiriert, bietet die Neuköllner Oper ein neues Veranstaltungsformat, das ein neugieriges Publikum mit Expert*innen aus Musik, Wissenschaft und Kunst zusammenbringt. Mit der Musik als zentrale Vermittlerin werden Fundstücke, Erzählungen und Experimente in einem anderen Licht zusammenfügt.
Termine im September und November.

 

Eine Stimme für Deutschland
Die musikalische Quittung. Musik: Thomas Zaufke, Text: Peter Lund

Wahlkampf in Deutschland! Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Neue Rechte die reelle Chance, Bürgermeister zu werden! Beziehungsweise Bürgermeister*in!
Verbissen kämpft die grüne Spitzenkandidatin Regula Hartmann- Hagenbeck gegen ihre mit allen Medienwassern gewaschene Konkurrentin Alina Deutschmann. Aber auch auf dem Schulhof liefern sich die beiden Töchter der alleinerziehenden Mütter einen gnadenlosen Kampf um die politische Zukunft Deutschlands. Und um Albert, den naiven Neuzugang in der Klasse.
Pars pro Toto- aus dem kleinen ins Große. Nach diesem Motto haben wir uns passend zum Wahljahr in die Provinz begeben, dort wo die wirklichen Trends gesetzt werden.
Uraufführung am 11. Juni 2021

 

GIOVANNI. Eine Passion
Wolfgang Amadeus Mozart – STEGREIF.orchester – Juri de Marco – Ulrike Schwab

Don Giovanni – ein zeitloser Mythos? Auf der Suche nach Antworten gehen wir zurück zu dem Ursprung der Legende. Nach Sevilla. An seinem Grab versammeln wir uns und mit der Erinnerung an ihn erwachen seine Geschichten zu neuem Leben. So entwickelt sich ein ausgelassenes Volksfest, zwischen Totenfeier, Karnevalstaumel und Prozession. In GIOVANNI. Eine Passion spielen STEGREIF.orchester und Neuköllner Oper erstmals zusammen und entwickeln mit der „Oper aller Opern“ ein „befreites“ Musiktheater, dirigenten- und notenblattfrei, eine mobile Inszenierung, in der Sänger*innen und Instrumentalist*innen „verschmelzen“ und Mozart auf Improvisation, Elektro und traditionelle spanische Musik trifft.
Wiederaufnahme 26. August 2021.

 

BERLIN KARL-MARX-PLATZ
Ein Liebeslied von Hakan Savaş Mican (Text, Regie) und Jörg Gollasch (Musik)

1989 ff. Es geschehen noch Wunder, außer dem Fall der Mauer. Eines von ihnen: die Liebesgeschichte von Lisa und Cem, zwei jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Welten. Eigentlich hat Cems Mutter Esma, die als Putzkraft arbeitet, andere Pläne mit ihrem einzigen Sohn. Er soll studieren und es im Leben besser haben als sie.
Lisas Großmutter Eva, ein vergessener DDR Opernstar aus Marzahn, hat auch Großes mit ihrer Enkelin vor. Lisa soll als Sängerin Karriere machen. In Evas Plan kommt eine romantische Liebesgeschichte mit einem Mohammedaner nicht vor. Aber so ist das nun mal mit den Wundern. Sie geschehen ungefragt. Und so verlieben sich Lisa und Cem ineinander. Sie heiraten. Lisa wird schwanger, einmal, zweimal, ein drittes Mal. Sie liebt ihre Kinder, und vergisst darüber ihr eigenes Leben. Beide jonglieren: Cem zwischen Graffiti, Uni und seinem Studentenjob in der Fabrik; Lisa zwischen Muttersein, Kopftuchtragen und der Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule. Irgendwann merken sie, dass das Leben sie zu einem Punkt gebracht hat, an dem es kein Zurück mehr gibt.
Uraufführung am 9. Oktober 2021.

 

DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE
von Moritz Rinke/Mathias Schönsee (Text) und Cymin Samawatie/Ketan Bhatti/Trickster Orchestra (Musik)

Es ist das Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie hat einen Kometen abbekommen, der Maestro hat Allüren, ein Mädchen rebelliert – und der Mann, der sich Beethoven nennt, verfolgt mit humanistischer Mission das Ziel, nicht nur seine prometheischen Werke zu überarbeiten, sondern auch gleich die gesamte Menschheit.
Der preisgekrönte Autor Moritz Rinke, Regisseur Mathias Schönsee und das transkulturelle Trickster Orchestra verweben humorvolles Schauspiel mit dem musikalischen Kosmos Beethovens – und fordern damit in un-erhörter Weise die west-weiß-europäische Musikgeschichte heraus.
Uraufführung am 2. Dezember 2021

 

comPOSITION
Die Preisträger-Stücke des Berliner Opernpreises 2020

Die Teams um die Komponisten Samuel Penderbayne (München) und Andys Skordys (Nikosia/Amsterdam) haben die Jury des neuaufgestellten Berliner Opernpreises 2020 mit ihren Konzepten überzeugt. Sie schreiben je ein 30minütiges Musiktheaterwerk auf Grundlage einer Kurzgeschichte Ferdinand von Schirachs.
Verschoben auf 23. Juni 2022

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