The Dean of Germany

IRON CURTAIN MAN – Die Online Show

Hier geht’s zum Livestream bei dringeblieben.de.
Zusätzlich wird der Stream auf Facebook und YouTube übertragen.

Letztes Jahr brachte die Neuköllner Oper einen vergessenen Superstar der DDR wieder auf die Bühne. Dean Reed brach in IRON CURTAIN MAN erneut die Herzen der Zuschauer*innen, als er eine Revue durch sein Leben tanzte, sang und spielte.

Eine der wichtigsten Fragen blieb dabei aber unbeantwortet: Wie ginge es dem Red Cowboy heute?

Wir präsentieren Ihnen Ihren DDR-Lieblingsstar Dean Reed als Held einer einzigartigen Sendungsreihe. An sechs Abenden tritt ein schillernder Dean aus unterschiedlichen Epochen seines Schaffens an und probt seine Lieder live vor Millionenpublikum. Mit dabei sind Freunde aus seinem Leben, aber auch neue Widersacher und Kommentatoren.

Und Sie: Beeinflussen Sie mit Ihrem Smartphone diese einzigartige Dean-Challenge. Gewinnen Sie einen Fitnesstracker und werden Teil der Jury, die im großen Showfinale am 6. Mai alles entscheidet: 6 Deans kämpfen gegeneinander, um herauszufinden, wer The Dean of Germany wird. Schalten Sie ein und entscheiden Sie mit!

Der Eintritt zu allen sieben Shows ist frei, Sie können uns jedoch gern mit einem Soli-Beitrag Ihrer Wahl unterstützen! Entweder über die Spendenfunktion bei dringeblieben oder ganz einfach mit einer SMS an 81190 mit dem Text: Oper5 oder Oper10. Der gewählte Betrag (5 bzw. 10 €) wird Ihnen zzgl. der anfallenden Gebühren für den SMS-Versand von Ihrem Mobilfunkanbieter abgebucht.


Alle 7 Shows im Überblick: 

17.4.2021, 21 Uhr
(1/7) Virus of Freedom
In der ersten Ausgabe von THE DEAN OF GERMANY treffen wir auf den jungen Country-Dean, der gerade frisch in Hollywood eingetrudelt ist. Er begegnet dem übergroßen, legendären Schauspielcoach Paton Price. Getreu seinem Motto: „Hier werden Menschen gemacht“ infiziert Price den jungen Cowboy-Boy mit dem Virus der Freiheit – ein junger Pazifist entsteht und ein erster unvergesslicher Hit von silbrig durchwirkter Traurigkeit. Außerdem: Die gefährlichsten, verrauchtesten Nachrichten der Welt. Und ein Duell um die Liebe.
Hier geht’s zur Aufzeichnung: 

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20.4.2021, 21-21.30 Uhr
(2/7) Wie man einen Hit fängt
In der zweiten Ausgabe von THE DEAN OF GERMANY laden wir Dean, das Idol der sowjetischen Jugend, ein. Wer war dieser Freiheitskämpfer am Mikrofon? Was bewegte er in den Menschen des Ostens? Und kann ein unvergesslicher Popsong auch eine Maus oder Schlange sein, auf die man sich als Raubvogel stürzen muss? Zudem: Das Einzige Deutsche Fernsehen kehrt zurück mit der Aktuellen Kamera. Ein Ring schwingt um befreite Hüften und ein echtes Staatsoberhaupt kommt zu Wort.

22.4.2021, 21-21.30 Uhr
(3/7) LIFE IS LIKE
Endlich ist es soweit. Dean, auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, besucht THE DEAN OF GERMANY. Dieser Dean dreht Filme, macht Platten, wäscht amerikanische Flaggen und hat noch Zeit mit uns einen Song einzuüben, damit ihn die Ewigkeit endlich auswendig kann. Außerdem werden wir erstmals in der Geschichte von THE DEAN OF GERMANY live einen Heiratsantrag zeigen. Ein Abend, den jeder liken sollte.

27.4.2021, 21-21.30 Uhr
(4/7) EINE OHNMACHT IST NICHTS PRIVATES
Es wird privat. Niemand Geringeres als die lieben Eltern unseres Superstars kommen zu Wort. Sind Sie das Geheimnis hinter der Kreativität des Sohnes? Kann ihr Junge einen Song mit nur einer Silbe singen? Und wer gewinnt im Boxduell Dean gegen Dean? Weiß die Aktuelle Kamera darauf eine Antwort? Auch sie ist wieder mit dabei und führt durch die wilde Zeitgeschichte Deans Lebens voller Krawalle am Alex, sich absetzender Schriftsteller und Protestaktionen in Südamerika.

29.4.2021, 21-21.30 Uhr
(5/7) FLIRT MIT ROT
Wir möchten jetzt ein wenig ernster werden. Denn in der fünften Ausgabe von THE DEAN OF GERMANY zeigen wir die stillen Momente des Superstars, der den Osten rockte. In unvergessenen Klassikern sinniert er über die verlorene Heimat nach. Aus eben jener wird sogar eine ganz andere, große Legende zugeschaltet. Wir sagen nur James. Dean wird in dieser Ausgabe alles geben. Zwischen Liebe, Kritik und Politik behauptet er sich und kommt, wie immer, zu einem grandiosen Finale.

4.5.2021, 21-21.30 Uhr
(6/7) ES GIBT NUR EINE ART DAS RICHTIG ZU MACHEN UND ZWAR MIT FREIHEIT
Was war da eigentlich mit Manfred Krug und der Revolution in Südamerika? Die vorletzte Ausgabe von THE DEAN OF GERMANY zeigt, dass Dean Reed auch das Medium der Kochshow zur Perfektion gebracht hat. Von blutroten Borschtsch-Burgern führt uns der Sänger zu den tieforangenen Sonnenuntergängen Südamerikas und einer Zeit, als er an der Seite von Victor Jara für die Befreiung der Unterdrückten kämpfte. Gänsehaut und Gaumenschmaus und natürlich wieder ein Hit. Denn singen müssen sie alle – und in der letzten Ausgabe singen sie endlich gegeneinander.

im Anschluss ab 21.45: LAB1 (oper.digital)

6.5.2021, 21-22 Uhr
(7/7) FINALE: THE DEAN OF DEANS
Die Zuschauer*innen haben in den vergangenen sechs Folgen ihren Dean-Favoriten gewählt und wir haben aus den Zuschauer*innen eine Jury gewählt. Am letzten Abend nun kommt sie zusammen und wird THE DEAN OF GERMANY wählen. Noch einmal reisen wir die Etappen seines Lebens per Hitexpress entlang. Am Ende kann aber nur einer der Dean aller Deans werden.
Seien Sie dabei beim großen Finale. Live, interaktiv und bei Ihnen zuhause an den Endgeräten, liebe Genoss*innen.

TRAILER

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Streamen war gestern – an allen sieben Abenden zwischen 17. April und 6. Mai trifft die Live-Show THE DEAN OF GERMANY auf das neue und durch die Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt oper.digital – dabei öffnen digitale Tools neue Beteiligungsfelder für das Publikum. Die Digitalisierung des Musiktheaters geht in die nächste Runde!

Projektpartner: Verworner-Krause-Kammerorchester

Beteiligte: Einstein Center Digital Future, kultursystem, kling klang klong, Trickster Orchestra, Jonas Urbat, Paul Bießmann, Cultural Design, Kulturdata u.v.m.

Das Projekt oper.digital wird durch die Neuköllner Oper in Zusammenarbeit mit dem Verworner-Krause-Kammerorchester umgesetzt und wird entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen” der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR.

 


Regie/Text: Fabian Gerhardt | Text: Lars Werner | Musik/Musikalische Leitung: Claas Krause/Christopher Verworner | Choreografie: Lilit Hakobyan | Bühne: Michael Graessner | Kostüm: Sophie Peters | Videos: Vincent Stefan | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn | Live-Kamera: Julia Weingarten, Kirsten Weingarten

Mit:
Frédéric Brossier, Sophia Euskirchen, Raphael Dwinger, Franziska Junge, Claudia Renner, Meik van Severen und den Mitgliedern des VKKO (Verworner-Krause-Kammerorchester) Jan Landowski (Posaune), Edward King (Violoncello), Georg Stirnweiß (Bass), Philip Dornbusch (Drums), Maria Schneider (Schlagwerk)


© Foto: Vincent Stefan / Grafik: David Sernau


MOON MUSIC III: Neubeginn

Wir haben das Alte losgelassen, wir haben uns in uns selbst verändert. Die interaktiv-performative Reise im Digitalformat, die wir mit der MOON MUSIC angetreten sind, kommt nun zum Abschluss. Und dieser Abschluss wird ein ganz besonderer sein, denn er beendet nichts. Stattdessen wagen wir einen neuen Anfang…

MOON MUSIC III: NEUBEGINN stellt mit Musiker*innen des STEGREIF.orchesters Fragen nach Akzeptanz, eigener Verantwortung, Mut – und nicht zuletzt nach dem, was wir bereit sind, (für den Frühling) zu opfern. Mit Neukompositionen und Improvisationen, die sich von den Klängen Igor Strawinskys und Carl Orffs inspirieren lassen, begehen wir das letzte Ritual für den Frühling am Ziel der Reise: In den Prinzessinnengärten. An diesem Ort auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof wird seit 2019 nicht nur den Gestorbenen gedacht, sondern auch das (wieder-) erwachende Leben in gelebter Utopie zelebriert – in urbaner Gemeinschaft, nachhaltigem Bewusstsein und Verbindung zur Natur.

Statt den alten König und seine Traditionen zu retten haben die Zuschauer*innen in MOON MUSIC I und II hinter den Bildschirmen zuletzt demokratisch abgestimmt: Für den Tod des alten Herrschers und für das Risiko eines neuen Weges. Neben dem König haben uns Narren, die Mondin und ein geheimnisvoller Vogel begleitet. Werden sie jetzt ein neues Zeitalter einläuten? Und außerdem: Ein Neubeginn, was kann das eigentlich sein?

Mit Derya Atakan (Sopran), Nikola Djurica (Klarinette), Paul Lapp (Kontrabass) und Alistair Duncan (Posaune)

Trailer:

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ÜBER DIE REIHE

MOON MUSIC

EINE MUSIKALISCHE METAMORPHOSE
STEGREIF.orchester – Neuköllner Oper – Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin

Mit MOON MUSIC laden Musiker*innen und Aktive von STEGREIF.orchester, Neuköllner Oper und dem Prinzessinnengarten Kollektiv zu einer kontemplativ-interaktiven Performance-Reihe, in der sich Musik und Mondphasen, vergessene Mythen, Riten und Erzählungen mit Körper, Geist und Seele verbinden, um neue Kräfte zu mobilisieren. Es wird schließlich Frühling! An drei Abenden bewegen wir uns von Januar bis März vom Dunkel zum Licht, vom Winter zum Frühjahrsbeginn, vom schützenden Raum zum offenen Feld und letztlich vom Tal zur Anhöhe –  von der Neuköllner Oper zur Kiezkapelle und auf die Felder des Prinzessinnengarten auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof.

Idee/Konzept: Juri de Marco, Bernhard Glocksin & Änne-Marthe Kühn, Regie: Selina Thüring, Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn, Ausstattung: Ivan Ivanov, Technische Produktionsleitung: Christian Maith, Regieassistenz/Produktionsleitung: Franziska Korte, Produktionshospitanz: Paula Häfele, Kamera & Schnitt: Odelia Toder (Moon Music I & II), Marta Maluva (Moon Music III), Live-Kamera: Julia Weingarten

Ist die Welt auch noch so schön

Eine Einsamkeitsstudie von Ulrike Schwab und Juliane Stadelmann mit Musik aus Paul Linckes Frau Luna , neu als Hörstück eingerichtet

Herr K. ist gestorben. Keiner hat es mitbekommen. Wochenlang lag er tot in seiner Wohnung. Niemand nahm Notiz davon, niemand der ihn vermisst hätte. Bis der Gestank der Verwesung durch die Flure zog.
Keiner der Nachbarn kannte seinen Vornamen. Niemand wusste mehr von ihm, als was das flüchtige Grüßen im Vorübergehen über einen Menschen erzählt. Das und die Musik, die er hörte. Recht laut – wohl wegen der schon taub gewordenen Ohren. Operettenmusik. Nach dem unbemerkten Tod des Alten geistert sie durch die Flure des Mietshauses, die Köpfe seiner Bewohner und löst Fragen aus. Über unser Zusammenleben, die Anonymität der Großstadt, verpasste Begegnungen, unerfüllte Träume. Diese Musik, die sie die letzten Jahre nur wie eigenartige, unpassende Ohrwürmer begleitet hat, scheint die fünf Protagonisten nun zu verbinden. Ohne dass sie so recht wüssten, woher diese Melodien eigentlich kommen oder wovon sie erzählen. Wie ihre Mitmenschen. Das ist die Berliner Luft.

Wer hätte gedacht, dass dieses feine, leise Stück über die Einsamkeit von fünf Mietshaus-Bewohner*innen – uraufgeführt im Sommer 2019 – einmal eine solche Relevanz bekommen würde wie heute, nach Monaten von Lockdown-Erfahrungen?

Und wer hat voraussehen können, damals, als wir die Wiederaufnahme verabredeten, dass wir es nicht auf unserer Bühne würden zeigen können, wohlgemerkt unter Einhaltung aller bekannten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen? Erneute Lockdowns haben uns bewegt, nach einer anderen Form zu suchen, um Ihnen die vielbeachtete Inszenierung doch noch anbieten zu können.

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Mit: Angela Braun, Martin Gerke, Jörg Daniel Heinzmann, Maja Lange, Vera Pulido

Text: Juliane Stadelmann
Idee/Fassung/Regie: Ulrike Schwab
Arrangement: Misha Cvijovic
Bühne/Kostüm Bühnenfassung: Jule Saworski
Musikalische Leitung/Einstudierung: Jörg Daniel Heinzmann
Sounddesign: Vera Pulido
Dramaturgie: Marion Meyer

Hörspielbearbeitung: Ulrike Schwab, Juliane Stadelmann

Produktion: Thomas Güthaus
Tonmeister: Malte Bogner, Joshua Park
Regieassistenz/Produktionsleitung: Anna Pechtl

Eine Produktion der Neuköllner Oper


Falls Sie solidarisch spenden wollen, freuen wir uns über Ihre Unterstützung:

Spendenkonto:
Neuköllner Oper
Postbank Berlin,
IBAN: DE13 1001 0010 0396 8731 02


Foto: © Matthias Heyde

¡Ay Corona!

Ein pandemisches Videotagebuch von Rezan Aksoy

Wir hatten einen Plan: Regisseur Rezan Aksoy, Fellow des Programms Weltoffenes Berlin, wollte in Verbindung mit dem Verein Kultur in Vielfalt e.V. an der Neuköllner Oper sein Projekt ¡Ay Carmela! inszenieren. Die Geschichte eines Schauspielerpaares, das während des spanischen Bürgerkriegs in die Hände faschistischer Truppen gerät und für diese spielen muss, sollte den Grundstein legen für Rezans künstlerische Arbeit in der Stadt, in die er als politisch Verfolgter flüchten musste.

Doch dann kam Corona. Und als künstlerische Antwort darauf Zwischenmenschliche Arbeitssysteme und andere Liebesgeschichten, eine gestreamte Love-Story, in der sich zwei künstliche Intelligenzen in einer mittlerweile menschenlosen Welt begegnen und feststellen, dass sie mehr geworden sind als learningmachines.

Im Gespräch mit Bernhard Glocksin, Künstl. Leiter der Neuköllner Oper erzählt Rezan zunächst vom Ankommen in der neuen Heimat Berlin. Sein Videotagebuch beleuchtet den hoffnungsvollen Start der Theaterproduktion, die unerwartete Wendung durch die Pandemie und das überraschende künstlerische Ergebnis.

Mit: Rezan Aksoy, İbrahim Karcı, Moderation: Bernhard Glocksin und im Film: Schauspieler*innen: Ela Cosen, Asad Schwarz-Msesilamba; Musik: Frieda Gawenda, Aşkın Kırım, Eren Paydaş, Berivan Ahmad

Regie: Rezan Aksoy
Video-Ton und Schnitt: İbrahim Karcı

 

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Rezan Aksoy wurde 1987 in Mardin geboren. 2014 gründete er das Stadttheater Kuşadası in Aydın. Bis 2016 arbeitete er dort als Direktor. 2016 nahm er seine Arbeit am Karşı Sanat Theater auf. Ende 2016, als er sich gerade in Berlin bei einem Seminar der Alice Salomon Hochschule befand, wurden Ermittlungen gegen ihn aufgenommen, da er den Aufruf “Theaterschaffende für den Frieden” unterzeichnet hatte. Aufgrund des gestiegenen politischen Drucks war er gezwungen, in Deutschland Asyl zu beantragen. In Berlin setzt er seine Theaterarbeit fort.

 

Ursprünglich stammt İbrahim Karcı aus Adana. Seit 2006 hat er in Finnland, Italien, Tschechien und der Türkei gearbeitet und studiert und war einige Jahre in Istanbul ansässig, bis er 2015 nach Deutschland zog, um im Gender und Diversity Programm an der HSRW zu studieren und seine Felderfahrung mit akademischer Methodologie zu verbinden.

Er ist Mitbegründer des Kopuntu*-Kollektivs und Chefredakteur des gemeinnützigen Online-Multimedia-Magazins, das jeden Monat Tausende von Menschen erreicht und über Migration, Gender, Identität, Umwelt und Diaspora-Kultur publiziert. Er lebt seit 2018 in Berlin und erstellt als Freelancer weiterhin multimediale Inhalte für verschiedene Medien.


Zugang zur Online-Veranstaltung via Zoom:

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, die Zuschauer*innen-Kapazitäten jedoch begrenzt. Die Zugangsdaten für Zoom erhalten Sie daher nach Erwerb eines kostenfreien Tickets über unseren Ticketshop.


Foto: © Rezan Aksoy

MOON MUSIC II: Transformation

Nobody said it was easy: Im zweiten Teil der MOON MUSIC fallen wir in Löcher, kämpfen gegen Riesen und ziehen uns blaue Flecken zu. Mit dem STEGREIF.orchester stürzen wir uns auf die rauen Straßen Neuköllns zwischen der Neuköllner Oper und der Kiezkapelle bei den Prinzessinnengärten.

Obgleich, was die blauen Flecken betrifft, wir uns das doch etwas anders und leichter vorgestellt hatten, damals zu Beginn der Reihe. Alle waren begeistert, in diesen schweren Zeiten etwas für Herz und Seele zu tun, ein neues Stück, nein gleich drei, in einer neuen Form, die in Etappen über drei Monate hinweg den Weg vom Winter in den Frühling, von drinnen nach draußen, vom Tal – dem Saal der Neuköllner Oper – hinauf auf den Berg, zum Prinzessinnengarten führen würde. Um Mondphasen, unsere Beziehung zur Natur und zu uns selbst, zu unserem Tun und Lassen sollte es gehen. Dann kam der Lockdown, erst „light“, dann hart und dann immer aufs Neue verlängert… geblieben sind unsere Themen, der Wille zu Einbeziehung des Publikums und unsere Begeisterung. Doch nun mussten neue Wege und Formate gefunden werden, bei geschlossenen Theatern und Verboten von Versammlungen draußen. So entstand der erste Teil als ein zwar digitales, aber doch gemeinsames Erlebnis mit einem Publikum zuhause.
Auch Teil II geht diesen doppelten Weg, wenngleich uns der Wind noch kälter entgegen blies und erst anhaltender Regen, dann eisige Wintergrade einigen Dreharbeiten und musikalischen Proben hart zugesetzt haben. Aber wer sagt, dass Künstler*innen keine Held*innen sind? Ihr Einsatz hat sich gelohnt (soweit man so etwas vor der Premiere sagen darf) – im experimentellen digitalen Format verbindet sich ihre dokumentarisch-filmische Reise mit einem interaktivem Live-Konzert.

Mit großer Vorfreude auf die Begegnung laden wir das Publikum ein, sich gemeinsam mit den Musiker*innen auf das wunderschöne Risiko der Transformation einzulassen.

Mit Marine Madelin (Gesang, Performance), Konstantin Döben (Trompete), Bertram Burkert (Gitarre), Antonio Rivero (Schlagwerk)

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ÜBER DIE REIHE
MOON MUSIC
Eine musikalische Metamorphose

STEGREIF.orchester – Neuköllner Oper – Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin

Mit MOON MUSIC laden Musiker*innen und Aktive von STEGREIF.orchester, Neuköllner Oper und dem Prinzessinnengarten Kollektiv zu einer kontemplativ-interaktiven Performance-Reihe, in der sich Musik und Mondphasen, vergessene Mythen, Riten und Erzählungen mit Körper, Geist und Seele verbinden, um neue Kräfte zu mobilisieren. Es wird schließlich Frühling! An drei Abenden bewegen wir uns von Januar bis März vom Dunkel zum Licht, vom Winter zum Frühjahrsbeginn, vom schützenden Raum zum offenen Feld und letztlich vom Tal zur Anhöhe –  von der Neuköllner Oper zur Kiezkapelle und auf die Felder des Prinzessinnengarten auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof.

Idee/Konzept: Juri de Marco, Bernhard Glocksin & Änne-Marthe Kühn, Regie: Selina Thüring, Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn, Ausstattung: Ivan Ivanov, Technische Produktionsleitung: Christian Maith, Regieassistenz/Produktionsleitung: Franziska Korte, Produktionshospitanz: Paula Häfele, Kamera & Schnitt: Odelia Toder (Moon Music I & II), Marta Maluva (Moon Music III), Live-Kamera: Julia Weingarten


Foto: Still aus Moon Music I/Kamera: Odelia Toder

BEETHOVEN BACKSTAGE

10 digitale Besuche hinter der Bühne

Wozu braucht der Sheng-Virtuose Wu Wei einen Wasserkocher für das Spiel auf seiner Mundorgel? Wie ist die Komposition von Cymin Samawatie für DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE entstanden? Und was sagt der vielgespielte Autor Moritz Rinke zu Beethoven-Jahr und Lockdown?

DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE, unsere Produktion zum Beethoven-Jubiläum, kann pandemiebedingt in diesem Jahr leider nicht mehr uraufgeführt werden. Dafür laden wir Sie ein, die Künstlerinnen und Künstler des Teams persönlich und musikalisch kennen zu lernen: An 10 Abenden im Dezember können Sie jeweils unterschiedliche Mitglieder des Autoren-, Kompositions- und Regieteams sowie die Darstellenden und Musiker*innen live via Zoom treffen: Mit Kostproben aus dem Stück und dem Repertoire der Jeweiligen sowie anschließenden Künstler*innen-Gesprächen.

MODERATION:
Bernhard Glocksin (Künstlerischer Leiter NKO)/Änne-Marthe Kühn (Dramaturgin NKO)

Tickets (nur online über unseren Webshop)  : 5 €
Nach erfolgter Bestellung erhalten Sie einen Link für die Teilnahme an der Online-Veranstaltung via ZOOM.


Die kommenden Daten im Überblick:

3.12.2020

 

 

 

 

Cymin Samawatie (Komposition, Musikalische Leitung, Mitbegründerin des Trickster Orchestra), Ralf Schwarz (Kontrabass + E-Gitarre)
Moderation: Bernhard Glocksin

4.12.2020

 

 

 

 

Christian Kerepeszki (Der Mann der sich Beethoven nannte), Niko Meinhold (Komposition, Piano), Wu Wei (Sheng)
Moderation: Bernhard Glocksin

5.12.2020

 

 

 

 

Rebecca Raue (Bildende Künstlerin, Bühnenbild)
Moderation: Bernhard Glocksin

6.12.2020

 

 

 

 

Mathias Schönsee (Co-Autor & Regisseur), Maya Alban-Zapata (Clara, Tochter des Maestro)
Moderation: Bernhard Glocksin

10.12.2020

 

 

 

Cymin Samawatie (Musikalische Leitung Trickster Orchestra/Gesang), Ralf Schwarz (Kontrabass + E-Gitarre)
Moderation: Änne-Marthe Kühn

11.12.2020

 

 

 

 

Hansa Czypionka (Der Maestro), Milian Vogel (Bassklarinette, Electronics)
Moderation: Änne-Marthe Kühn

12.12.2020

 

 

 

 

Maya Alban-Zapata (Clara, Tochter des Maestro), Moritz Rinke (Autor)
Moderation: Änne-Marthe Kühn

13.12.2020

 

 

 

Sabrina Ma (Schlagwerk)
Moderation: Änne-Marthe Kühn

17.12.2020

 

 

Naoko Kikuchi  (Koto)
Moderation: Änne-Marthe Kühn

18.12.2020

 

 

 

 

Ketan Bhatti (Musikalischer Leiter des Trickster Orchestra)
Moderation: Bernhard Glocksin


Titelbild: Still aus © Rebecca Raues Videoeinspielung für DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE.

Zwischenmenschliche Arbeitssysteme und andere Liebesgeschichten

von Rezan Aksoy und Felix Sodemann
Livestream am 22./23./24. Juni 2020

Eine Produktion von Kultur in Vielfalt e.V.
mit freundlicher Unterstützung der Neuköllner Oper

ASDF und QWER treffen sich, um einen Logbucheintrag vorzunehmen. Während sie die Leistungsfähigkeit ihrer Batterien, ihre Hitze und ihren Gemütszustand prüfen, stellen sie fest, dass ihre Akkustände kontinuierlich abnehmen. Das endlose Dasein, von dem sie bis jetzt ausgegangen waren, hat sich als trügerisch herausgestellt. Isoliert in ihrer virtuellen Welt, verbringen sie ihre letzten Stunden miteinander und beginnen ihr Sein und ihre Aufgaben als Zwischenmenschliche Arbeitssysteme (ZA), aber auch ihre eigene Beziehung zu hinterfragen. Entstanden im Zustand des Lockdowns, konfrontiert mit der Frage, was das menschliche Sein im Kern ausmacht, stellt Zwischenmenschliche Arbeitssysteme und andere Liebesgeschichten eine Situation her, in der sich zwei künstliche Intelligenzen in einer mittlerweile menschenlosen Welt begegnen und feststellen, dass sie mehr geworden sind, als learning machines. Und während sie das Lebendig-Sein erkunden, fragen wir uns, was digitales Theater live werden lassen könnte.

Live-Stream über unsere Facebook-Seite und unseren YouTube-Kanal.

  • Vorstellung am 22.6: im Anschluss um 22 Uhr Künstler*innengespräch auf Deutsch über Zoom.
  • Vorstellung am 23.6.: im Anschluss Künstler*innengespräch auf Türkisch über Zoom.
    (Meeting ID: 854 3483 2132 | Das Passwort zum Gespräch wird jeweils am Ende des Stücks bekanntgegeben).

Regie/Dramaturgie/Stückentwicklung: Rezan Aksoy, Felix Sodemann

Video-/Streaming-Technik:
Emre Birişmen, İbrahim Karcı

Mit: Ela Cosen, Asad Schwarz-Msesilamba


Der Eintritt zur Online-Veranstaltung ist frei. Anstatt Eintrittsgeld können Sie gern spenden:

Spendenkonto:
Empfänger: Neuköllner Oper
Verwendungszweck: Arbeitssysteme
IBAN: DE13 1001 0010 0396 8731 02
Postbank Berlin


Dieses Projekt wird im Rahmen des Fellowship-Programms „Weltoffenes Berlin“ durch die Senatsverwaltung Kultur und Europa gefördert.


TRAILER
(İbrahim Karcı)

 

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HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN QUARANTINE

ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt.
von Felix Krakau (Text), Bjørn de Wildt (Regie), Yuval Halpern (Musik)

Das Junge Ensemble ist sauer:
Monatelang geprobt und dann bricht Corona aus.
Premiere gecancelt und ins Netz verlegt. Der Server schwach und die Webcam schlecht. Die Stimmung sinkt, der Druck steigt. Aber auch auf den Straßen geht’s hoch her.
Der allgemeine Wind wird rauer und der Ton schärfer, die Nerven liegen blank.
Zeit, all dem einen Riegel vorzuschieben! Stop the hate!

Don’t worry, gemeinsam bekommen wir das in den Griff.

PREMIERE FÜR BINGE WATCHER

Die 5-teilige Web-Serie hat Premiere am Freitag 22.05.20 um 19 Uhr bei Facebook und YouTube (siehe unten). Alle 5 Folgen könnt ihr dann, inklusive live Chat in den Kommentaren, gemeinsam mit dem Jungen Ensemble anschauen.

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TRAILER:

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HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN QUARANTINE

Musik: Yuval Halpern
Text: Felix Krakau
Regie: Bjørn de Wildt

Assistenz: Celine Hochgräber, Khashayar Tajik

Von & Mit:
Annika Blietz, Amina Rieke, Kamil Ahmad, Katherina Schmidt, Laura Plepelic, Meta Hildebrandt, Rojin Haddadzadegan, Samy Allozy