Ein Kessel. Viel Buntes

Ein DDR-Jeopardy und Musik von The Trouble Notes. 26. September 2020

Kennen Sie die Show, die 21 Jahre lang bis 1992 sechs Samstagabende im Jahr versüßte? Die Show, die im Fernsehen der DDR begann, für die Dean Reed und ABBA auf der Bühne standen, und die Millionen Zuschauer*innen verfolgten?

Um diese und ähnliche Fragen wird es an diesem Abend in der Neuköllner Oper gehen.
Denn für alle, die schon immer mal ihr Wissen über den kleinen versunkenen Staat testen wollen, hat Bildungsreferent, Trainer, und Aktivist Florian Fischer ein DDR-Quiz vorbereitet. Na, wer weiß, wofür F, D und J standen?
Für den musikalischen Einklang, Umklang und Ausklang sorgt die Indie-Band The Trouble Notes. Die Kombo aus Violine, Gitarre, Cajon und Bass vereint nicht nur die vier Nationen Deutschland, Österreich, England und USA; sondern schafft auch einen Sound, der die Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten mit neuen Ohren hören lässt.

Eintritt frei für Besucher*innen der Vorstellung von Iron Curtain Man am 26. September. Alle, die erst im Anschluss zur Tandem-Veranstaltung stoßen möchten, bitten wir (zur Einhaltung der Pandemieverordnung) um vorherige Anmeldung.

Über die Beteiligten

Florian Fischer (Moderation)

Florian Fischer ist freier Trainer und Prozessbegleiter zu Macht- und Diskriminierungssensibilität. Er arbeitet und schreibt u.a. zu Rassismus, koloniale Kontinuitäten & Weißsein, zu Männlichkeit und zu Ost-West Diskriminierung. Seit seiner Ausbildung zum Erzähler an der Universität der Künste Berlin bewegt ihn das Thema Stereotype in Geschichten. Er ist Co-Autor des Buches “Die Kontinuität des Genozids” zum deutschen Völkermord an den Herero und Nama in Namibia.

 

 

 

 

© Stefanie Tendler

The Trouble Notes (Musik)

Wie so oft beginnt die Geschichte der Band auf der Straße, genauer gesagt der Wall Street. Bennet kommt aus New York, Oliver aus London, Florian aus Braunschweig und Stefan aus Bruck an der Leitha. Was für ein Glück, dass das Schicksal sie Stück für Stück zusammengeführt hat. Denn die Trouble Notes sind vor allem eines: nicht von dieser Welt. Geige, Percussion, Gitarre und Bass, mehr braucht es wirklich nicht. Ihr Musikstil lässt sich zwar nur schwer in Worte fassen, aber er nimmt mit. Nimmt euch mit auf eine Reise ins Neue, ins Gute. Und bewegt Menschen Rund um den Globus. Ohne die Zugabe von Worten transportiert ihre Musik imaginäre Szenarien und schmiedet kunstfertige Verbindungen zwischen kulturellen Klangwelten.

 

„…und der Zukunft zugewandt…“

Im Anschluss an die zweite Vorstellung der Dean Reed-Hommage Iron Curtain Man stellen wir gemeinsam mit Expert*innen des Alltags neugierige und empathische Fragen an ein verschwundenes Land voller Widersprüche. Über gefallene Mauern und Generationen hinweg sprechen wir darüber, wie es ist, ein System zu lieben und zu hassen, und wollen wissen ob man wirklich das ganze Jahr über Bananen braucht, ob Tragenetze die besseren Plastiktüten sind und wieso es eigentlich nie genug Kindergartenplätze gibt.

Am längeren Ende der Sonnenallee begeben wir uns gemeinsam mit Ihnen in den Austausch zu zukunftsträchtigen Fragen an die deutsche Vergangenheit. Wir wollen diskutieren und uns gemeinsam wundern: über Themen wie Nachhaltigkeit, Geschlechterrollen, das Verhältnis von Gemeinschaft und Individuum sowie Resilienz in Krisenzeiten und nicht zuletzt die Rolle, die die Kultur (-politik) bei all dem spielt.

Die Dramaturgin der Neuköllner Oper Änne-Marthe Kühn spricht gemeinsam mit der Darstellenden Künstlerin Cali Kobel zur Eröffnung des Abends mit Oktoberklub-Sängerin, Fernsehmoderatorin und Journalistin Elke Bitterhof und dem Pfarrer i. R. Reinhard Kähler. Wir freuen uns auf Diskussionen auf Augenhöhe zu unterschiedlichen Themen und Perspektiven dies- und jenseits des “antifaschistischen Schutzwalls”.

Diskussion mit Elke Bitterhof, Reinhard Kähler
Moderation: Änne-Marthe Kühn, Cali Kobel

Eintritt frei – bitte Karten reservieren.

Save the date
Im Anschluss an die Vorstellung von IRON CURTAIN MAN am Samstag, 26. September 2020, kochen wir “Ein Kessel. Viel Buntes“, spielen DDR-Jeopardy und The Trouble Notes leisten einen kleinen musikalischen Beitrag zur Unterhaltung unseres Publikums aus Ost und West.

WUNDERKAMMER I: Die Luft zwischen den Saiten

Eine Reise zum Ursprung abendländischer Musik mit der Barockharfenistin Luise Enzian.

Vorab: Was ist die WUNDERKAMMER? Eine neue Veranstaltungsreihe, die Künstler*innen, Philosoph*innen, Wissenschafter*innen und ein neugieriges Publikum zusammen führt in einem gemeinsamen „Resonanzraum“. Hier erleben wir Musik als zentrale Begegnung mit uns selbst und der Welt und verbinden sie mit philosophischen und wissenschaftlichen Betrachtungen und Experimenten. Denn macht es nicht Sinn (und Genuss), sich den Dingen einmal anders zu nähern als über Diskussion, Faktencheck und Disput? In der WUNDERKAMMER lassen wir uns vom Geist der historischen Wunderkammern um 1600 inspirieren: mit der Sammlung unterschiedlichster Fundstücke aus Kunst, Natur und Wissenschaft verband sich damals die Idee, dass alles in unserer Welt miteinander und in besonderer Weise verbunden sei, wahrgenommen über das Staunen, Bewundern und Berührtwerden.

Den Grundstein für unsere vierteilige Reise/Reihe legt die Barock-Harfenistin Luise Enzian. In DIE LUFT ZWISCHEN DEN SAITEN führt sie uns mit ihrem Instrument an die Ursprünge der abendländischen Musik und Kultur und ihrer „Wiedergeburt“ in der Renaissance. Kompositionen vergessener und berühmter Meister aus Renaissance und Barock wie Johann Jakob Froberger, Athanasius Kircher, Johann Hieronymus Kapsberger und Johann Sebastian Bach bringen uns in einen Resonanzraum jener Zeit, in der die Grenzen zwischen Wissenschaft, Intuition und Spekulation noch fließend waren. Wie etwa das musikalische und wissenschaftliche Wirken des Universalgelehrten Athanasius Kircher, der international “vernetzt“ mit führenden Intellektuellen seiner Zeit korrespondierte – u.a. mit dem Vater Galileo Galileis – und zugleich eine Wunderkammer unterhielt, in der er „Himmels- und Erdgloben“, den „Schwanz einer Meerjungfrau“ und eine Orgel ausstellte, die „ein Konzert aus jeglicher Art Vogelgesang spielte und die eine mitten in der Luftschwebende sphärische Kugel trug.“

Die damaligen Studien über Musik, Physik, Pythagoras, Schwingung und Kosmos erzählen auf eindrückliche Weise von einer Welt, in der Musik eine wahrhaft zentrale Rolle spielte. Im Geiste des Wunderns und der Wunderkammern als Forschungs-Labore gewährt uns die Klangkünstlerin Lena Wenta Einblicke in die „Ur-Materie der Musik“, in Schwingungen und Frequenzen, zu sehen in einem physikalisch-ästhetischen Experiment. Aber mehr sei hier nicht verraten: schließlich soll unsere WUNDERKAMMER ein Raum gemeinsamer Entdeckungen sein.

Mit: Luise Enzian (Musik und Moderation), Lena Wenta (Klangbilder) und Bernhard Glocksin (Moderation). Ausstattung: Sabrina Rossetto


Die WUNDERKAMMER-Reihe

Vier Programme laden Sie im Laufe der kommenden Spielzeit zu unterschiedlichen Orten in Berlin, in die Kiez-Kapelle im Prinzessinnengarten an der Hermannstraße in Neukölln, ins Zeiss-Großplanetarium und andernorts. Auf den ersten o.g. Abend folgt am 23. und 24. Oktober eine immersive Klang- und Geruchsreise: MIT HUMBOLDT NACH MEXICO, geleitet von der Komponistin Diana Syrse und der Neurowissenschaftlerin Anna D’Errico (Goethe Universität und Max Planck Institut Frankfurt). Im Februar geht es ins Zeiss-Großplanetarium, dort stellen das Musikerduo „Wild Strings“ und die Astrophysikerin und Philosophin Sibylle Anderl mit Musik von Charles Ives u.a. spannende Fragen an das Universum. Und für den März ist ein Abend mit Skrijabin, dem Videokünstler Vincent Stefan und Pianisten Markus Syperek in Vorbereitung.

Konzeption, Ausstattung: Bernhard Glocksin, Sabrina Rossetto

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.


Foto: (c) Wenzel Stählin

LOST (1,5 Meter)

Ein Schwanengesang
von Cordula Däuper (Regie und Text)/Johannes Müller (Text) und Tobias Schwencke (Musik)
Uraufführung am 22. Oktober 2020.

Das Hauskonzert beginnt mit Schuberts „Abschied“, man prostet sich aus der Ferne (1,5 Meter) zu und versucht, die nervös wippende Fußspitze im edlen Schuh wieder unter Kontrolle zu bringen. Aber das Unbehagen wächst mit jedem Takt, verstärkt sich durch jedes romantische Seufzermotiv. Die Dame nebenan benimmt sich zunehmend merkwürdig, hustet sie nicht auch ganz eigentümlich? Eine hat Fieber, dabei hat sie immer den CO2-Ausgleich auf ihren Inlandsflügen gezahlt. Aber das ist bestimmt nur der Alkohol. Während das vermeintlich sichere Innen immer enger zu werden scheint, entgleitet das apokalyptische Außen und die romantisch angehauchte flackernde Dämmerung nimmt bedrohliche Züge an.

In Lost widmet sich das Team von Casting Clara aus gegebenem Anlass den Untergangsszenarien, die unseren Blick auf die Zukunft seit Jahren prägen. Anhand von aktuellen und historischen Vorhersagen, politischen und literarischen Visionen entwickelt es ein klaustrophobisches Hauskonzert, das von Franz Schuberts letzter großer Komposition – dem Liederzyklus „Schwanengesang“ – ausgeht und von dort Querverbindungen zu Richard Wagners Untergangsfantasie, der Götterdämmerung, und modernen Protest-Songs schlägt. Sind die dystopischen Zukunfts-Visionen nicht eigentlich längst unsere Gegenwart, vielleicht waren sie das schon immer? Warum hat uns eigentlich nie jemand gesagt, dass es so ernst ist? Und: Wie kommen wir hier jemals wieder raus?

Arrangements/Komposition/Musikalische Leitung: Tobias Schwencke | Regie/Textfassung: Cordula Däuper | Dramaturgie/Textfassung: Johannes Müller | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn | Bühne: Sylvia Rieger | Kostüm: Sophie du Vinage | Regie-/Produktionsassistenz: Judith Gerhardt | Musikalische Assistenz/Einstudierung/Korrepetition: Insa Bernds | Kostümassistenz: Pauline Claus | Bühnenbildassistenz: Ann-Laure Jullian de la Fuente | Maske: Anne-Claire Meyer | Abendspielleitung: Regina Triebel

Mit: Karla Sengteller, Fernanda Farah, Nadja Petri, Olivia Stahn, Cathrin Romeis sowie Tobias Schwencke (Musikalische Leitung/Flügel), Jörgen Brilling/Martin Steuber (Gitarre), Horia Dumitrache/Hugo Rodríguez (Klarinette), Hayley Wolfe (Violine), Daniel Eichholz/N.N. (Schlagwerk)


EINFACH ANFANGEN – Ein Action Day für Alle!

TANDEM-Veranstaltung am 31. Oktober 2020, 16 Uhr
Eintritt Frei, Bitte Vorher Reservieren

Eigentlich wollen wir ja alle dasselbe, oder? In Hinblick auf den Klimawandel konsequent nachhaltiger leben und bewusster konsumieren. Nur irgendwie kriegen wir es oft im Alltag nicht so recht hin…
Während in LOST (1,5 Meter) die Folgen des Nichtstuns auf tragisch-poetische Weise hör- und sichtbar werden, lädt die Neuköllner Oper in Kooperation mit dem Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und der Aktivistin Lydia Krüger zum Handeln ein, frei nach dem Motto: Anpacken statt Schnacken! Alle Infos zum Action Day und der Kartenreservierung gibt es hier.

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.


Foto: © Matthias Heyde

Der Mann der sich Beethoven nannte

von Moritz Rinke/Mathias Schönsee (Text) und Cymin Samawatie/Ketan Bhatti/Trickster Orchestra (Musik)
Berliner Premiere am 28. November 2020.

Das Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie ist zerstört, das Orchester findet sich feinstaub-bedeckt und mit Atemmasken vor dem verwüsteten Gebäude wieder und inmitten des Geschehens behauptet ein eigenartiger Fremder, Beethoven höchstpersönlich zu sein. Ein Star-Dirigent versucht rücksichtslos, alle Konzerttermine des Orchesters einzuhalten und eine junge Musikerin rebelliert gegen diesen Alleinherrscher. Währenddessen verfolgt der Mann, der sich Beethoven nennt, das Ziel, nicht nur seine prometheischen Werke zu überarbeiten, sondern auch gleich die gesamte Menschheit. Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine künstliche Intelligenz Fragmente seiner Kompositionen fertig komponiert und dies auch noch von einem großen Telekommunikationsunternehmen gesponsert wird?

Es kommt zu einer furiosen wie augenzwinkernden Abrechnung mit einer Gesellschaft, die auch nach der Aufklärung keinen Deut schlauer geworden zu sein scheint. Unter Beschuss steht eine (Hoch-) Kultur, die statt der künstlerischen Schöpfung nur deren Warenwert im Blick hat und eine Welt, die ihren natürlichen Lebensraum systematisch vernichtet. So liefern sich Beethoven, der Maestro und die junge Frau eine verbale Schlacht darüber, was es heißt, den Mensch im Menschen zu erkennen.

Der preisgekrönte Autor Moritz Rinke, Regisseur Mathias Schönsee und das transkulturelle Trickster Orchestra verweben humorvolles Schauspiel mit dem musikalischen Kosmos Beethovens – und fordern damit in un-erhörter Weise die west-weiß-europäische Musikgeschichte heraus.
Dabei werden Fragen gestellt wie: Kann es denn möglich sein, das Fragment der 10. Symphonie von einer künstlichen Intelligenz fertig schreiben zu lassen?

Musikalische Leitung: Ketan Bhatti und Cymin Samawatie | Regie: Mathias Schönsee | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn | Ausstattung : Rebecca Raue
Mit: Hansa Czypionka, Christian Kerepeszki sowie den Musiker*innen des Trickster Orchestra Naoko Kikuchi, Sabrina Ma, Niko Meinhold, Ralf Schwarz, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei

Eine Produktion der Neuköllner Oper in Koproduktion mit dem Theater Gütersloh, Uraufführung dort am 12. November 2020.

Ein Projekt im Rahmen von

 

 

 

Gefördert durch

 

 

 

und

 

 

 


Foto: © Silke Weinsheimer

HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS

Ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt

Musiktheater des Jungen Ensembles der Neuköllner Oper
von Yuval Halpern (Musik), Felix Krakau (Text), Bjørn de Wildt (Regie)

Das Junge Ensemble ist tatsächlich wieder da, live und vor Publikum! Aus der Quarantäne befreit und voller Tatendrang. Aber es war keine leichte Zeit: Einige mussten wir sogar zurücklassen in den eigenen vier Wänden – die Isolation drückte aufs Gemüt, die Stimmung war im Keller. Auch auf den Straßen wurde der Wind rauer und der Ton schärfer, die Nerven liegen blank. Höchste Zeit, all dem einen Riegel vorzuschieben, denn das Wort mit C kann niemand mehr hören und die Aggressionen müssen raus. Wir wollen wieder Harmonie!
HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS ist ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt. Kommt vorbei, so lange wir noch dürfen!

Musikalische Leitung/Einstudierung: Yuval Halpern | Regie: Bjørn de Wildt | Kostüme: Federica Fugazzi | Licht: Christian Maith | Produktionsleitung: Celine Hochgräber/Khashayar Tajik

Mit: Kamil Ahmad, Samy Allozy, Annika Blietz, Rojin Haddadzadegan, Meta Hildebrandt, Anna Naujeck, Laura Plepelic, Amina Rieke, Katherina Schmidt

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WEB-SERIE
HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN QUARANTINE
Ein Online-Experiment in fünf Folgen

Die Uraufführung des Bühnenstücks musste pandemiebedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, dafür lud das Junge Ensemble ein in die digitalen Sphären des Wut-Managements:
Die 5-teilige Web-Serie hatte am Freitag, 22. Mai 2020 Premiere bei Facebook und YouTube. Hier alle 5 Folgen zum Nachschauen:

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Wer war’s?

N.O.K.K. ermittelt!
Ein musikalischer Krimi des Neuköllner Oper Kinder Klub
Uraufführung am 20. September 2020

Nach dem Essen in der Schulkantine wird den Schüler*innen plötzlich übel.
Was ist passiert?
Alle untersuchen mit – und gegeneinander, wer welche Motive haben könnte.
War es die Köchin, die Essensausgabe oder die Cateringfirma? Sind der Techniker und der Typ von der Reinigungsfirma nicht miteinander verwandt? Warum taucht die Frau des Direktors in dessen Büro auf? Hat jemand seine Tochter und die Zwillinge aus der Parallelklasse gesehen? Eine Lawine von gegenseitigen Verdächtigungen wird losgetreten. Wie im Großen so im Kleinen – Ereignisse werden vorschnell hysterisiert und in Vor-Verurteilungen verwandelt…..
Oder war es doch ein Zufall – und unsere Umwelt hat mehr Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesundheit als wir denken?!

Musik: Yuval Halpern | Text & Regie: Verena Talamonti | Produktionsleitung: Carola Thiede

DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT!
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Iron Curtain Man

Eine letzte Show für Dean Reed, den „Elvis der DDR“.
Von Fabian Gerhardt/Lars Werner (Text) und Claas Krause/Christopher Verworner (Musik)
Uraufführung am 03. September 2020.

Was war da los: ein singender Cowboy landet in der Hauptstadt der DDR, und reitet Lasso-schwingend durch »Ein Kessel Buntes«? Dean Reed, geboren in Denver, Colorado wollte die Stimme der Unterdrückten sein. In Lateinamerika ein Star, kam er auf Umwegen über Spanien, Italien und die UdSSR in die DDR, wo er in den 70ern dem Sozialismus den Hüftschwung lehrte.

Der „Rote Elvis“ erlebte hinter dem Eisernen Vorhang eine beispiellose Karriere, er war DER Amerikaner des Ostblocks. Doch mit Glasnost und Perestroika begann sein Stern zu sinken und auch in seiner Heimat wurde er bei einem Comeback-Versuch verhöhnt. Im Jahr 1986 schließlich nahm sich der Musiker unter bis heute mysteriösen Umständen das Leben.

Wie vielen Musikern und Stars war Dean Reed die große Bühne die eigentliche Heimat. In der Neuköllner Oper wird Dean nach Hause auf die Bühne geholt. In einer fantastischen Totenreise stellt sich der Sänger den Stationen seines Lebens und trifft Weggefährten und Feinde. Wir verfolgen den Weg des Mannes, der in Denver, Colorado aufbrach, um den Ostblock zu rocken.

„Nobody knows me back in my hometown“, sang er kurz vor seinem Tod. Jetzt kriegt er seine eigene Hall of Fame.

Regie: Fabian Gerhardt | Musikalische Leitung: Claas Krause/Christopher Verworner | Choreografie: Lilit Hakobyan | Bühne: Michael Graessner | Kostüm: Sophie Peters | Videos: Vincent Stefan | Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn

Mit:  Frédéric Brossier, Sophia Euskirchen, Raphael Dwinger, Franziska Junge, Claudia Renner, Meik van Severen und Mitgliedern des VKKO (Verworner-Krause-Kammerorchester)

 

Fotos: © MIZAFO

TANDEM: Iron Curtain Man

Im TANDEM-Prinzip verbinden sich die Produktionsteams unserer Inszenierungen noch anders und intensiver mit Expert*innen der Themen und Fragen, die die jeweiligen Stücke künstlerisch reflektieren. Das könnten Fachleute aus Bürgerinitiativen, Institutionen aus Wissenschaft und Gesellschaft sein, die uns für die Theaterarbeit „schlauer machen“ und die im Gegenzug Workshops und andere Veranstaltungen in der Neuköllner Oper anbieten: Möglichkeiten, sich theoretisch und in der Praxis zu wichtigen Aspekten weiterzuentwickeln und neue Bekanntschaften zu schließen.

5. September 2020
„… und der Zukunft zugewandt“
Diskussion mit Elke Bitterhof, Reinhard Kähler
Moderation: Änne-Marthe Kühn, Cali Kobel
Im Anschluss an die zweite Vorstellung der Dean Reed-Hommage Iron Curtain Man stellen wir gemeinsam mit Expert*innen des Alltags neugierige und empathische Fragen an ein verschwundenes Land voller Widersprüche.

26. September 2020
Ein Kessel. Viel Buntes
Eine DDR-Quizshow mit Live-Musik von The Trouble Notes.
Moderation: Florian Fischer


IRON CURTAIN MAN – Trailer

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Video: Vincent Stefan, Musik: Claas Krause/Christopher Verworner

 

Bitte beachten Sie unsere Sicherheitshinweise zum Kartenkauf und Besuch unseres Hauses.

 

 


IRON CURTAIN MAN @ HOME

Der Premiere im April kam Corona in die Quere. Anstelle der Hommage an Dean Reed auf unserer Bühne verlegten wir also die Show um, für, über den roten Cowboy für’s Erste ins Netz: Mit einer achtteiligen Video-Reihe und ersten Schmankerln der Besetzung des IRON CURTAIN MAN, mit Visuals von Vincent Stefan und Musik vom Verworner-Krause-Kammerorchester!

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Beteiligte der Videoreihe:
Darsteller*innen: Daniel Breitfelder, Frédéric Brossier, Sophia Euskirchen, Franziska Junge, Claudia Renner, Meik van Severen
Visuals: Vincent Stefan
Musik: VKKO
Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn

Schnitt: Clara Fandel


 

Versunkene Heimat

WURZELN UND ERINNERUNGEN – Einladung zum Publikumsgespräch mit Beteiligten von Wolfskinder und Herztöne. 25. Januar 2020

Sie haben als Kinder Krieg, Flucht oder Vertreibung erlebt. Die heimatlosen Kinder aus den Wäldern Ostpreußens, als »Wolfskinder« bekannt und die PAPILLONS*, dementiell erkrankte Akteure aus dem
Pflegewohnheim »Am Kreuzberg«. Was eint die beiden Produktionen?
Der Verlust von Menschen, Orten und Bildern. Hier Spurensuche, dort erlebte Biografie. Mit ihrem Musiktheater HERZTÖNE bauen die PAPILLONS Erinnerungsfragmente als Brücken aus der Demenz in die Gegenwart. Vorstellungen Herztöne: 15./16.2. 2020 jeweils um 18 Uhr, F2 Theater im Pflegewohnheim am Kreuzberg, Fidicinstraße 2, 10965 Berlin.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung von Wolfskinder. Eintritt frei.

*DIE PAPILLONS sind ein Projekt der Stiftung Unionhilfswerk Berlin.
Die HERZTÖNE werden gefördert von der Unionhilfswerk-Förderstiftung.

Foto: Christa Mayer/Matthias Heyde

Happy B*Day, Clara!

Frauen im Musiktheater – eine Erkundung zu HAPPY B*DAY CLARA!
Moderation: Wiebke Roloff, Ilka Seifert
u.a. mit Yvonne Büdenhölzer / Theatertreffen, Karen Stone /  Theater Magdeburg, Dietmar Schwarz / Deutsche Oper und Kompositionen von Misha Cvijovic, Carlotta Rabea Joachim und Diana Syrse

Am 13.9. 2019 wird Clara Schumann geb. Wieck 200 –  wir feiern ihren Geburtstag mit einem Come-together zur Frage der Chancen-Gleichheit von Frauen im (Musik-)Theater. Beispielhafte und Mut-machende Initiativen wie z.B. Burning Issues Academy im Bereich Schauspiel und Performance sind vorangegangen, jetzt geht es um Frauen im Musiktheater und das, was geschehen sollte, müsste, könnte.

Umrahmt von Geburtstagsständchen, Grußadressen und sonstige Mitteilungen an Clara sprechen (Fach-)Frauen und Männer über best practise–Beispiele, gegenwärtige Strukturen, Erfahrungen und was wie zu ändern wäre.

Eingeladen sind ausgewählte Intendant*innen und deren Stellvertreter*innen, weitere Theaterleute, Kolleg*innen aus Medien und Kultur.

HAPPY B*DAY CLARA findet am 13.9.2019 um 21.30h im Anschluss an die Vorstellung CASTING CLARA in der Neuköllner Oper Berlin statt.

Das Ergebnis des Abends als Pressemitteilung.