Wir leben in Zeiten der Polykrise: Wo uns mal eine Zukunft von Stabilität und Fortschritt versprochen wurde, drohen jetzt alle Systeme um uns herum und in uns selbst zusammenzubrechen. Der menschliche Überlebensinstinkt ist den heutigen Problemen nicht gewachsen, unsere Gehirne sind überfordert durch ständige Stimulanz. In der Performance-Oper NOISE fragt sich Club Gewalt: Wie können unsere Sinne lernen, mit dem ständigen Rauschen der Weltuntergangsprognosen umzugehen? Wie verleihen wir einer Zukunft Sinn, die keinen Wohlstand verspricht?
Club Gewalt ist ein musikbasiertes Performance-Kollektiv aus Rotterdam. Aus dem Widerwillen gegen Ungerechtigkeit und der Liebe für das Zusammensein heraus machen, komponieren, produzieren und performen sie ihre eigenen Werke: von feministischen Punk-Weihnachtsmusicals und trübsinnigen Opern zum Thema institutioneller Rassismus bis hin zu Clubabenden in Museen und politischen Slutpop-Konzerten. Immer virtuos, musikalisch, mit Humor und irgendwie unbequem. Club Gewalt ist süchtig nach Publikum und singt am Abend des Weltuntergangs aus voller Lunge eine andere Zeit herbei.