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Nachbarschaft

© Matthias Heyde

NO Nachbarschaft, NO Oper! Die Neuköllner Oper wurde in den 1970er Jahren ganz bewusst als Gegenmodell zu den großen Opernhäusern nicht in Mitte oder in Charlottenburg, sondern im damals schon vitalen, diversen und auch brüchigen Neukölln gegründet. Wer die deutsche Stadtgesellschaft mit all ihren Potentialen und Sollbruchstellen im Brennglas erleben möchte, wer erfahren möchte, wie arabische Communities gemeinsam mit Hipstern, Alteingesessenen und Expats denselben Kiez beleben, aber auch wie Lebens-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse auseinanderklaffen, sollte damals wie heute nach Neukölln kommen.  

Hier wird Nachbarschaft als kleinster gemeinsamer Nenner von Demokratie täglich erprobt und stressgetestet. Dieser Schmelztiegel bietet zahlreiche inhaltliche, musikalische, performative Ansatzpunkte für spannendes und relevantes zeitgenössisches Musiktheater. Und Ansatzpunkte für eine relevante Kulturpraxis,  soziale Aspekte in ihrem ganzheitlichen Wirken mitzudenken und ihre Häuser, wie die NO, als nachbarschaftliche Orte der Begegnung und des gemeinsamen (Ver-)Lernens zu begreifen.  

Mit dem künstlerischen Neustart der NO im September 2025 wurde eine drittmittelfinanzierte Outreach-Stelle geschaffen, die mit Initiativen, Vereinen und Menschen im Rollbergkiez in Beziehung tritt. Ziel dieser Kiez- und Communityarbeit ist es, in Erfahrung zu bringen, welche Schnittmengen es zwischen der NO und den verschiedenen Akteur*innen in der Nachbarschaft gibt und wie diese zu möglicherweise ungewohnten, mit Sicherheit jedoch überraschenden Kooperationen führen können. Mit der Outreach Projektstelle und den Dramaturg*innen der Neuköllner Oper werden also Bedarfe erkundet, erste Partnerschaften erprobt und neue Wege der Zusammenarbeit entwickelt. Ziel ist eine Öffnung, die nicht symbolisch bleibt, sondern das Haus langfristig verändert: in seiner Struktur, seinem Programm und seiner Verankerung im Stadtteil.  

Erste Pilotprojekte sind  

  • „Du schaffst das schon” – Bewerbungstraining für Mädchen und junge Frauen aus dem Kiez mit Morus 14 e.V. und der Künstlerin Ariane Kipp 
  • “Kunst auf Rezept“ mit dem Gesundheitskollektiv GeKo 
  • Vermittlung zwischen Musiktheaterprojekten der NO und Jugendlichen aus dem Kiez als Performende  

Gefördert in

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Monogram Neuköllner Oper