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Der Mann der sich Beethoven nannte

von Moritz Rinke/Mathias Schönsee (Text) und Cymin Samawatie/Ketan Bhatti/Niko Meinhold/Trickster Orchestra (Musik)

Das Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie ist zerstört, das Orchester findet sich feinstaub-bedeckt und mit Atemmasken vor dem verwüsteten Gebäude wieder und inmitten des Geschehens behauptet ein eigenartiger Fremder, Beethoven höchstpersönlich zu sein. Ein Star-Dirigent versucht rücksichtslos, alle Konzerttermine des Orchesters einzuhalten und eine junge Musikerin rebelliert gegen diesen Alleinherrscher. Währenddessen verfolgt der Mann, der sich Beethoven nennt, das Ziel, nicht nur seine prometheischen Werke zu überarbeiten, sondern auch gleich die gesamte Menschheit. Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine künstliche Intelligenz Fragmente seiner Kompositionen fertig komponiert und dies auch noch von einem großen Telekommunikationsunternehmen gesponsert wird?

Es kommt zu einer furiosen wie augenzwinkernden Abrechnung mit einer Gesellschaft, die auch nach der Aufklärung keinen Deut schlauer geworden zu sein scheint. Unter Beschuss steht eine (Hoch-) Kultur, die statt der künstlerischen Schöpfung nur deren Warenwert im Blick hat und eine Welt, die ihren natürlichen Lebensraum systematisch vernichtet. So liefern sich Beethoven, der Maestro und die junge Frau eine verbale Schlacht darüber, was es heißt, den Mensch im Menschen zu erkennen.

Der preisgekrönte Autor Moritz Rinke, Regisseur Mathias Schönsee und das transkulturelle Trickster Orchestra verweben humorvolles Schauspiel mit dem musikalischen Kosmos Beethovens – und fordern damit in un-erhörter Weise die west-weiß-europäische Musikgeschichte heraus.
Dabei werden Fragen gestellt wie: Kann es denn möglich sein, das Fragment der 10. Symphonie von einer künstlichen Intelligenz fertig schreiben zu lassen?

Ein wunderbar zerstreuter Beethoven, eine energetische Aufrührerin und ein traditionell-konservativer Dirigent – das ist das Rezept für einen hervorragenden Theaterabend

Die Glocke

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REGIE
Mathias Schönsee

TEXT
Moritz Rinke, Mathias Schönsee

MUSIK
Ketan Bhatti/Cymin Samawatie/Niko Meinhold & Trickster Orchestra

MUSIKALISCHE LEITUNG
Cymin Samawatie

AUSSTATTUNG & VIDEO
Rebecca Raue

DRAMATURGIE
Bernhard Glocksin & Änne-Marthe Kühn

MITARBEIT VIDEO
Luis Kürschner

MIT

Maya Alban-Zapata, Hansa Czypionka, Christian Kerepeszki, Cymin Samawatie sowie den Musiker*innen des Trickster Orchestra Naoko Kikuchi, Sabrina Ma, Niko Meinhold, Ralf Schwarz, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei

Uraufführung am 2. Dezember 2021


Eine Produktion der Neuköllner Oper in Koproduktion mit dem Theater Gütersloh.

Ein Projekt im Rahmen von

Gefördert durch

und

Präsentiert von TIP BERLIN

Foto: © Matthias Heyde

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