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Drachenherz

Kein Platz für Helden
von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)
Wiederaufnahme 20. November 2019. Bis 2. Januar 2020

Günnis Clique ist echt cool. Findet Günni jedenfalls. Sonst ist aber wenig cool in der mitteldeutschen Kleinstadt, wo so viele arbeitslos sind und die meisten Erziehungsberechtigten apathisch vor der Glotze sitzen. Dann kommt Fred. Fred ist anders: Er hat Ideen und was im Kopf. Fred ist schon bald Günnis bester Gefolgsmann in der Clique. Hagen könnte kotzen. Günnis bester Mann war doch immer Hagen. Und wenn einer das Recht hat, Günnis Schwester Jenny den Hof zu machen, dann doch wohl er! Mit einem Wort: Fred geht Hagen schwer gegen die Ehre.

Ehre ist ein wichtiges Stichwort in Drachenherz. Was man tut, wie man kämpft und vor allem wofür – das sind die großen Fragen, die jeder Jugendliche an die Gesellschaft stellt und deren Beantwortung eher dürftig ausfällt. Das war bei den Nibelungen noch anders. Da wusste jeder, wofür er kämpfte. Im schlimmsten Fall für sich selber. Siegfried musste sterben, weil es damals keinen Platz gab für echte Helden. Gibt es diesen Platz heute? Oder müssen die Guten immer noch sterben, weil die Gemeinen es einfach nicht ertragen, im Geist so klein zu sein?

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg/Tobias Bartholmeß | Regie/Choreographie: Mathias Noack, Peter Lund, Neva Howard  | Ausstattung: Ulrike Reinhard | Video: Roman Rehor | Dramaturgie: Christiane Dost
Mit: Florentine Beyer, Tristan Giovanoli, Florian Heinke, Ngako Keuni, Johannes Krimmel, Nicola Kripylo, Karim Plett, Denis Riffel und Timo Stacey und der siebenköpfigen Drachenherz-Band: Gitarre I: Johannes Gehlmann/Peter Geltat/Ralf Tonnius | Gitarre II:Hossein Yacery Manesh | E-Violoncello: Anja-Susann Hammer/Johannes Henschel | Bass: Carsten Schmelzer/Ralph Gräßler/Max Hughes | Drums: Kai Schoenburg/ Stephan Genze/ Michael Joch
Keyboards / Synthesizer: Markus Mittermeyer/ Tobias Bartholmess/ Jakob Wundrack | Klavier & Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg/ Tobias Bartholmess

Koproduktion von Neuköllner Oper, Studiengang Musical an der UdK Berlin und den Theatern Chemnitz

Empfohlen ab 14 Jahre.

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