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Nation of Strangers: Unsere Heimat sind wir

Eine literarisch-musikalische Suche nach einer neuen Heimat


Am 25. Juni 2026

Ece Temelkuran begibt sich in ihrem neuen Buch Nation of Strangers: Unsere Heimat sind wir, das aktuell auf der Shortlist des Women’s Prize for Non-Fiction steht, auf eine eindringliche Spurensuche: Was bedeutet Heimat in einer Welt, in der Zugehörigkeit brüchig wird? Geprägt von eigenen Exilerfahrungen und inspiriert von Begegnungen unterwegs, schreibt Temelkuran zart und poetisch, aber zugleich ungemein präzise über Verlust, Fremdheit und die Frage, was uns verbindet.

Temelkurans Text wird in der Neuköllner Oper zur Bühne für einen vielstimmigen Abend: Agnes Mann liest aus dem Buch, während die Musikerinnen und Performerinnen Mara Snip, Melentini und Nesrine Belmokh mit eigenen Texten, Songs und Kompositionen darauf antworten. Im Anschluss sprechen die beteiligten Künstlerinnen gemeinsam mit Ece Temelkuran über ihre Zugänge zu den verhandelten Themen und laden das Publikum ein, die Fragen des Abends mitzudenken. Ein Abend zwischen Lesung, Konzert und Gespräch. Und eine Einladung, Heimat neu zu verhandeln.

Porträt von Ece Temelkuran
Ece Temelkuran © Maximilian Gödecke/​Rowohlt Verlag
Porträt von Nesrine Belmokh
Nesrine Belmokh © Naïri
Melentini © Aëla Labbé
Porträt von Mara Snip
Mara Snip © Dean Tirkot
Agnes Mann © Joachim Gern

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„Wir alle verlieren unsere Heimat, so oder so. Wir alle werden heimatlos. Uns allen wird die Heimat genommen.“ 

Ausgehend von diesem Gedanken begibt sich die türkische Schriftstellerin Ece Temelkuran in ihrem neuen Buch Nation of Strangers: Unsere Heimat sind wir, das aktuell auf der Shortlist des Women’s Prize for Non-Fiction steht, auf eine eindringliche Spurensuche: Was bedeutet Heimat in einer Welt, in der Zugehörigkeit brüchig wird? Geprägt von eigenen Exilerfahrungen und inspiriert von Begegnungen unterwegs, schreibt Temelkuran zart und poetisch, aber zugleich ungemein präzise über Verlust, Fremdheit und die Frage, was uns verbindet.

Für sie ist Heimat mehr als ein Ort. Sie liegt in den moralischen, politischen und kulturellen Grundpfeilern unseres Zusammenlebens. Doch genau diese geraten zunehmend ins Wanken.

Temelkurans Text wird in der Neuköllner Oper zur Bühne für einen vielstimmigen Abend: Agnes Mann liest aus dem Buch, während die Musikerinnen und Performerinnen Mara Snip, Melentini und Nesrine Belmokh mit eigenen Texten, Songs und Kompositionen darauf antworten. Ihre persönlichen Perspektiven treffen auf die literarische Vorlage. So entsteht ein lebendiger Dialog über Herkunft, Verlust und neue Formen von Gemeinschaft.

Im Anschluss sprechen die beteiligten Künstlerinnen gemeinsam mit Ece Temelkuran über ihre Zugänge zu den verhandelten Themen und laden das Publikum ein, die Fragen des Abends mitzudenken.

Ein Abend zwischen Lesung, Konzert und Gespräch. Und eine Einladung, Heimat neu zu verhandeln.

Beteiligte

MIT Nesrine Belmokh, Agnes Mann, Melentini, Mara Snip

KONZEPT Ece Temelkuran, Mick Besuch SZENISCHE EINRICHTUNG Mick Besuch

Biografien

Ece Temelkuran

© Joanna Paciorek

Ece Temelkuran wurde 1973 in Izmir geboren. Sie studierte Jura und war lange als Journalistin tätig. Aufgrund ihrer kritischen Haltung zum Regime Erdoğan und Berichten über Kurdistan verlor sie ihre Arbeit und musste 2016 die Türkei verlassen. Sie ist Autorin mehrerer Romane und Sachbücher. Für ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem International Pen Piece Award, dem Edinburgh International Book Festival Award, dem Ambassador Of New Europe Award und dem El Mundo Journalism Award (dem wichtigsten Journalismuspreis Spaniens). Sie hat TED-Talks gehalten und in internationalen Medien wie dem Guardian, dem Spiegel, der NYT und Le Monde veröffentlicht. Ece Temelkuran war ein Fellow des New Institutes in Hamburg und 2023/24 Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung. Sie lebt in Berlin.

Nesrine Belmokh

© Naïri

Nesrine ist eine Sängerin, Cellistin und Songwriterin, deren Musik Kulturen, Sprachen und musikalische Traditionen miteinander verbindet. Klassisch ausgebildet und unter anderem mit renommierten Orchestern unter Dirigenten wie Daniel Barenboim aufgetreten, hat sie eine internationale Karriere aufgebaut, die Europa und Nordamerika umfasst.

Sie lässt sich von Jazz, Pop, klassischer Musik und nordafrikanischen Traditionen inspirieren und schafft einen unverwechselbaren Klang, der fließend zwischen Arabisch, Französisch und Englisch wechselt. Nach ihrem Durchbruch mit dem Trio NES und dem gefeierten Album Ahlam etablierte sie sich als Solokünstlerin mit den Alben Nesrine und Kan Ya Makan, einem sehr persönlichen Werk über Liebe, Resilienz und menschliche Verbundenheit.

Sie hat mit international renommierten Musiker:innen zusammengearbeitet und trat in der Produktion Amaluna von Cirque du Soleil auf. Inspiriert von Persönlichkeiten wie Khalil Gibran, Ludwig van Beethoven und Oum Kalthoum stellt sie das Cello ins Zentrum ihres Schaffens und erweitert kontinuierlich dessen Ausdrucksmöglichkeiten.

Agnes mann

© Joachim Gern

Agnes Mann wurde in Ost-Berlin geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Schauspielschule Ernst Busch. Erste Theaterengagements führten sie nach Köln, Kassel, Karlsruhe, Frankfurt, Dresden, Lübeck und Göttingen. Heute lebt sie als freischaffende Schauspielerin in Berlin und war u.a. am HAU, Renaissance Theater und am Deutschen Theater zu erleben. Darüber hinaus arbeitet sie als Sängerin, Sprecherin und Filmschauspielerin.

Melentini

© Joachim Gern

Melentini ist eine Sängerin, Songwriterin, Pianistin, Trompeterin und Filmkomponistin, geboren in Athen und derzeit in Berlin ansässig. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet sie in verschiedenen musikalischen Stilen und hat sich zu einer wichtigen Figur der griechischen Alternative-Pop-Szene entwickelt.

Ihre Karriere begann sie mit dem elektronischen Kollektiv Sequence Theory Project und gründete später im Jahr 2013 ihr eigenes Ensemble, The Running Blue Orchestra, mit dem sie international auf Festivals und in verschiedenen Spielstätten auftrat. Auch für ihre Filmmusik erhielt sie Anerkennung, darunter eine Nominierung beim Mediterranean Film Festival für den Soundtrack des Films DOG.

Ihre Musik verbindet melancholischen Pop, Ambient, Avantgarde und Synthwave mit Einflüssen aus der griechischen und balkanischen Folktradition. Ihr kommendes viertes Soloalbum Everything We’ve Lost setzt sich mit Themen wie Migration, Entwurzelung, Verlust und der Fragilität menschlicher Beziehungen auseinander und ist geprägt von persönlichen Erfahrungen sowie aktuellen humanitären Krisen.

Mara Snip

© Dean Tirkot

Mara (sie/they, 1991) ist Theaterperformerin, Schauspielerin und Autorin in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. 2013 schloss sie ihr Studium am Codarts-Konservatorium in Rotterdam mit einem Bachelor of Music im Bereich Musiktheater ab und lebt seit 2020 in Berlin.

Ihre Arbeit wird als drama-elektronisches, dokumentarisches Musiktheater beschrieben. Sie schreibt aus ihrer persönlichen Trans-Erfahrung heraus und teilt diese, indem sie musikalische Landschaften erschafft, in denen sie ihre Stimme, eine Loopstation und einen Synthesizer einsetzt. Im Gegensatz zu den oft feindlichen öffentlichen Räumen gegenüber trans Personen ermöglicht ihr das Theater, das Publikum einzuladen, auf ihren eigenen Bedingungen und in ihrer queeren Vision zu existieren. Ihre Hoffnung ist, dass das Publikum diese queere Zukunft in den Alltag mitnimmt.

Mara betrachtet ihre Transition als die ultimative Form des Selbstausdrucks und lässt sie zu ihrem Kompass für ein verbundenes, kreatives und authentisches Leben werden. Jeder Tag ist eine erneuerte, vertiefte Beziehung zu ihrem sich entwickelnden Körper und eröffnet neue, achtsame Formen des Seins. Die Transition hat ihr eine außergewöhnliche Kraft der Autonomie gegeben und treibt sie dazu an, Raum für Sichtbarkeit und die Rechte von Queerness in unserer unterdrückten, dysfunktionalen Gesellschaft zurückzuerobern.

In den vergangenen Jahren hat sie zwei Solo-Performances entwickelt, arbeitet mit Boogaerdt & Van der Schoot zusammen, spielte in Gloriette von Leila Hekmat am HAU und führte gemeinsam Regie bei und performte in 1000 AIRPLANES ON THE ROOF von Philip Glass an der Neuköllner Oper.

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