40!

»…die sollen ja ganz gut sein«: Erinnerungen, Wünsche, Sehnsüchte eines ungewöhnlichen Opernhauses zum Geburtstag

Sonntag, 12. November, 11 Uhr. Eintritt frei

Ja stimmt: ist schon ein bisschen speziell – so was gibt es wohl kein zweites Mal in ganz Deutschland (dem Eldorado der Theaterwelt) noch vermutlich in Europa (weltweit?). 220 Ur- und Erstaufführungen, dabei der Spielbetrieb eines veritablen Stadttheaters mit 10 Produktionen und rund 250 Vorstellungen jährlich. Ja stimmt auch: man muss schon ein bisschen verrückt sein, um sich das anzutun: dass man sich nicht verlässt auf Stars, auf die großen erfolgreichen Repertoirestücke, sondern auf das Neue, noch Unbekannte geht. Warum man sich sowas antut, dieses Risiko, Produktion für Produktion, Monat für Monat? Weil wir das lieben. Weil es zu erzählen wichtig ist, was unser Leben ausmacht und sonst nicht vorkommt in den anderen Theatern. Und weil Neues nur entstehen kann, wann man es macht. Dafür gibt es kein Rezept, kein Netz und keinen doppelten Boden. Neues ist ohne Risiko nicht zu haben. Ja, auch das stimmt: wir erfinden und »produzieren« nicht nur Stücke, sondern auch und vor allem Künstler, Talente. Ja, könnte man so sagen: die Neuköllner Oper Berlin ist die zentrale Scouting-Agentur für junge und erfolgversprechende Komponisten, Autoren, Regisseure, Sängerdarsteller, Musiker, Bühnenbildner, Videokünstler… und für ein sensationelles Publikum.

40 Jahre »Expertiment in Folge«, das machen auch nicht alle mit: vermutlich auch das ein Unikum: 220 x Neues Musiktheater in allen nur denkbaren Genres – mit dem neugierigsten, begeisterungsfähigsten und weltoffensten Publikum, das wir kennen.
Gratulation – auf die nächsten 40!

ARTE gratuliert:

Bernhard Glocksin im Interview mit Harald Asel, rbb Inforadio Kultur