Der Sonderermittler

Ein Einakter für den Berliner Opernpreis 2008 von Bernhard Glocksin, vertont von Constantin Bömers und Robert Krampe
Uraufführung am 25. Juni 2008 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG

Entführungen von Deutschen im Irak und Afghanistan sind ein dramatischer Teil unserer Gegenwart. Uns beschäftigt diese unheilvolle Austragung des Konfliktes. Er sollte nicht allein der Darstellung der Medien und ihre Bilder überlassen bleiben – denken wir, die für ein lebendiges Musiktheater mit sozialer Relevanz arbeiten. Autor Bernhard Glocksin hat ein Motiv aus dem Themenkreis Westliche Welt – Islam/Fundamentalismus nicht ruhen lassen: das der Krisenstäbe zur Befreiung der Entführten. Denn ihre Arbeit spiegelt in gewisser Weise auch unsere Verantwortung, sich dem Konflikt zu stellen, der unser Leben wohl noch einige Zeit überschatten wird. So entstanden für diesen Wettbewerb für junge deutschsprachige Komponisten zwei preisgekrönte Opern-Einakter. Im Anliegen, dem dramatischen Thema auch eine Spur Leichtigkeit und Humor zu geben, steht im Mittelpunkt die fiktive Figur eines „Sonderermittlers“ . Jenseits der bekannten „politischen Bilder“ suchen die Komponisten in Ihren Beiträgen nach der menschlichen, der persönlichen Dimension bei jenen, deren „Job“ es ist, Entführte unter Bürgerkriegsbedingungen zu befreien.

 

Die Preisträger

Constantin Bömers (2. Preis)
Robert Krampe (3.Preis)

 

Regie: Patrick Bialdyga | Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg | Ausstattungsassistenz: Rosina Schaffner
Mit: Regine Gebhardt, Friederike Harmsen, Hartmut Kühn, Michael Schlenger, Gamaliel von Tavel, Cornelia Wosnitza