Die gelbe Prinzessin

oder: Im Katzenfell der MangA Queen
Eine Kiffer-Oper von Camille Saint-Saëns
Uraufführung der Fassung für die Neuköllner Oper von Bernhard Glocksin, Florian Lutz und stefanpaul am 15. September 2005

„Du, um es kurz zu machen: ich wollt’ dich einladen… Ja … wir machen wieder was, der Jens und ich, bei Mira. Du kennst doch ihre Wohnung, irgendwie perfekt dafür. Was?…Ne, sie weiß es noch nicht … Soll halt so ne Art Überraschung sein, ich mein’, das Stück ist wirklich phänomenal, typisch Jens, weiß auch nicht, wo der das immer auftut. Hat es noch nie in Deutschland gegeben. Wie? … Saint-Saëns, du weißt doch, „Karneval der Tiere“ und so… Ist ne Art Oper, wart’ mal…. „Opera comique“ steht hier. Egal …ich find’ das genial, allein die Story, von nem Maler, der voll auf Drogen abfährt, und auf so ne Geisha… und dann gibt es irgendwann Zoff…“

Wer kennt sie schon, Die gelbe Prinzessin? Sie ist eine wirkliche Entdeckung, diese kleine, in Deutschland nie gespielte Oper von Saint-Saëns: ein Drogen nehmender Maler versteift sich in eine Liebe zu Japan und insbesondere das Bildnis einer „Gelben Prinzessin“, worunter seine ihn liebende Cousine Lena natürlich gehörig leidet. In seinem Rausch verwandelt diese sich nun in Miss Ming, und wie heißt es doch, er bedrängt sie sexuell. Nach dem Trip meint er nun, die wahre Lena erkennen, die Illusion der falschen Geliebten verlassen und sie nun wirklich lieben zu können… was diese nicht wirklich in helle Begeisterung versetzt.

Musikalische Bearbeitung und Leitung: stefanpaul; Inszenierung: Florian Lutz; Dramaturgie: Bernhard Glocksin; Ausstattung: Pia Wessels; Videos: Sirko Knüpfer

Mit: Victoria Kang und Birger Radde. Keys: stefanpaul