Major Dux

Ein jazziges Familienabenteuer von Martin Baltscheit (Text) und Sandra Weckert (Musik)
für Musikliebhaber ab acht
Uraufführung am 9. November 2007

Der Radiomoderator
„Es ist 9 Uhr. Sie hören Nachrichten. Wie uns gerade gemeldet wird, hat der Minister für Geräusche und Akustik soeben die Musik verboten. Leider wissen wir jetzt nicht mehr, was wir senden sollen und stellen unser Programm ein.“

Der Schriftsteller Bartolomäus Bob
„Als wir oben auf der Straße angekommen waren, zeigte sich die Stadt in einem neuen Gewand. Überall große Tafeln. »Musizieren verboten!« Schilder mit durchgestrichenen Trompeten und Posaunen. Wir versteckten die Instrumente und nahmen uns von den Filzpantoffeln, die an jeder Ecke standen, damit man beim Gehen keine Geräusche machte. Autos fuhren keine, sondern wurden geschoben, und auf einem alten Karren sammelten zwei schweigsame Männer Radios und Plattenspieler ein. Überall standen die Geräuschagenten des Majors. Sie trugen große Trichter an den Ohren und belauschten die Stadt. Wir kamen an einen Plattenladen. “Kauft keine Musik!”, hatten die Agenten auf die Fenster geschrieben. Alwin kannte den Besitzer, und der Besitzer kannte einen geheimen Weg ins Ministerium. Wir hatten keinen Plan, aber wir hatten Dynamit im Bauch. In unseren Köpfen verband uns ein geheimer Rhythmus, wir hörten die Melodie des Aufstandes, die Musik des Untergrundes und waren auf dem Weg, dem Major das Handwerk zu legen …“

Der Major:
„Da seid ihr ja endlich… Ich habe den Lärm verboten, weil … der ganze Lärm macht doch nur krank! Dabei ist Lärm eigentlich nur schlecht sortierte Musik, und Musik ist nur ein sehr gut sortiertes Geräusch.
Manches Geräusch kann einem das Herz brechen … und Musik kann es wieder heilen. Ich weiß, ihr seid wütend, weil ich die Musik verboten habe. Aber bevor ihr mich zum Fenster hinaus werft, hört mich an…“

Inszenierung: Volker Schmidt • Musikalische Leitung: Sandra Weckert • Ausstattung: Andrea Nolte • Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Mit: Frederike Haas, Andreas Schwankl, Uwe Dreves, Peer Neumann, Sandra Weckert und Volker Schmidt