Tom Jones

Comédie lyrique von François-André Philidor
Neue deutsche Fassung von Wolfgang Böhmer und Rogier Hardeman nach dem Roman von Henry Fielding
Premiere am 11. Oktober 2001

England, Somersetshire. Nieselregen. Mr. Western, nicht unvermögender Landjunker, liebender Vater und auch innerlich gern ordentlich benebelt, ist mit seinem Jägerlatein am Ende. Töchterchen Sophia, sehr spezieller Sonnenschein seines Lebens, verhagelt ihm die Stimmung, mag sie sich doch seinen Wünschen, einer Heirat mit dem jungen Blifil, nicht fügen. Nun, wer teilt schon gern das Bett mit einem wetterwendischen Heuchler. Ihre ganze Liebe, fast, gilt dem überaus offenherzigen Tom Jones – sehr offen, wirklich. Als Findelkind des Squire Allworthy ist dieser vielversprechende junge Mann leider nicht ganz legitimer Herkunft. Darob ist auch Mrs. Western, untadelige Schwester des Landjunkers von feinster Noblesse, zumindest theoretisch vertraut mit allen amourösen Strategien wie denen der Schlachtpläne europäischer Machtkämpfe, ganz erheblich verschnupft. Und auch Squire Allworthy selbst, von friedlich sittsamem Naturell unter permanentem Hochdruckeinfluß, muß einsehen: Es braut sich etwas zusammen in Somersetshire. Eine Flucht bei Wind und Wetter beginnt…

Musikalische Leitung: Robert Nassmacher; Regie: Adriana Altaras; Bühnenbild: Florian Barth; Kostümbild: Helena Barcikowski

Mit: Frank Bauszus, Renate Dasch, Bruno Fath, Cassandra Hoffman, Tobias Schäfer, Victor Schiering, Axel Strothmann und Melanie Wandel