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Radioland

Die meistens wahre, aber immer unglaubliche Geschichte des Fürstentums Sealand.
von Fabian Gerhardt/Lars Werner (Text) und Christopher Verworner/Misha Cvijović (Musik)

© Thomas Koy

Dies ist die Geschichte der erfolgreichsten und langlebigsten Mikronation der Welt. Und es ist die Geschichte der Familie Bates, deren Mitglieder als Pirat*innen begannen und zu Fürst*innen wurden.

Es sind die 1960er Jahre und die BBC hat den gesellschaftlichen Aufbruch verschlafen: Auf keinem ihrer Sender spielt sie Popmusik. Um die Jugend des Königreichs mit Rock ‘n‘ Roll zu versorgen, sprießen Piratensender aus dem Meeresboden. Außerhalb der britischen Hoheitsgewässer und des Zugriffs der Zensurbehörden besetzen Radiopirat*innen verlassene Flakplattformen aus dem Zweiten Weltkrieg und richten dort ihre Sendemasten auf. Darunter auch Joan und Roy Bates. Zusammen mit ihren Kindern Penny und Michael ziehen sie mitten in die Nordsee auf die alte Seefestung Fort Roughs. Doch während die Eltern das Radio aufgrund der Werbeeinnahmen betreiben, geht es Penny um Freiheit und Michael um den Zusammenhalt der Familie. Irgendwann versteht (selbst) die (behäbige) BBC und reformiert ihr Radioprogramm. Viele Piraten-DJs, müde von Konservenkost und peitschenden Gewässern, wechseln aufs sichere Festland. Ihres Geschäftsfelds beraubt ersinnen die Bates eine Lösung: Kurzerhand erklären sie ihre Flakplattform zum Staat und das Fürstentum Sealand wird geboren.

Doch die Konflikte vertiefen sich: Während die Eltern von einem Steuerparadies für Briefkastenfirmen träumen, sehnt sich Penny nach einer revolutionären Staatsform. Als ein windiger deutscher Geschäftsmann auftaucht und den Einstieg eines millionenschweren Kartells anbietet, geraten die Dinge außer Kontrolle.

KOMPOSITION/ARRANGE­MENTS Christopher Verworner/Misha Cvijović TEXT Lars Werner/Fabian Gerhardt REGIE/SONG­TEXTE Fabian Gerhardt MUSIKALISCHE LEITUNG Christopher Verworner/Misha Cvijović CHOREOGRAFIE Chris Jäger DRAMATURGIE Bernhard Glocksin BÜHNE Sabrina Rossetto KOSTÜM Sophie Peters SOUNDDESIGN Jonathan Richter

MIT Stefanie Dietrich, Sophia Euskirchen, Owen Read, Meik van Severen, Mathilda Switala, Armin Wahedi Yeganeh und den Musiker*innen Misha Cvijović, Philip Dornbusch, Benjamin Geyer, Sven Holscher, Sabrina Ma, Jakob Roters, Fabian Sackis, Christopher Verworner

© Thomas Koy
© Thomas Koy
© Thomas Koy
© Thomas Koy
© Thomas Koy
© Thomas Koy
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Vorstellungen mit englischen Übertiteln am 26./27./29. Januar 2023 sowie am 2./4./15./23. Februar

Programmheft

Ein neuer Staat geboren aus Rock ’n‘ roll

Welche Kraft hat doch der Rock ’n‘ Roll und Beat, mit dem sich in den 1960ern die junge Generation lautstark Gehör verschaffte.

Man spürt ihn noch immer, diesen furiosen musikalisch-gesellschaftlichen Auf- und Umbruch, den die „Elterngeneration“ und das Establishment damals blockierten. Die Geschichte der Beatles, Rolling Stones und zahlreicher anderer ist Musik-Theater im besten Sinne; hier zwingen die Protagonist*innen, die neue, „wilde“ Musik und ihre Akteur*innen, eine ganze Gesellschaft zur Veränderung. Illustre Bühnen und Austragungsorte sind u.a. die sogenannten Piratensender –  illegal, ohne Lizenz und oft versteckt, Platt- und Kampfformen einer neuen Zeit, solange staatliche Sender die Ausstrahlung der aufbegehrenden „Beat“ (!) -Musik verweigern.

Eine solche Kampf- und Plattform war unter anderen die verlassene Flakplattform HM Fort Roughs, knapp zehn Kilometer vor der britischen Küste (somit damals noch in internationalen Gewässern), die 1967 ein gewisser Patrick Roy Bates, ehemaliger Offizier der britischen Armee, kaperte und fortan für seine Zwecke nutze. Als nun die BBC und andere Sender ihre Blockadepolitik aufgaben und die Hits der jungen Generation zu senden begannen, kam Bates – man könnte sagen: folgerichtig – auf eine große, eine beindruckende, eine fundamentale Idee. Denn was ist Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung einer Musik und Weltanschauung gegen die Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung eines ganzen eigenen, souveränen Staates, dessen Grund und Boden man ja schon unter den Füßen hatte? Selbst wenn es sich um ein Stück Beton auf zwei meeresumrauschten Röhren handelt?

Hier beginnt die zweite Geschichte unseres Theaterabends: auch wieder eine, die von gesellschaftlichen Umbrüchen, Utopien, von Glanz und Scheitern, Vision und Unsinn handelt. So entstand die Mikronation Sealand, gegründet aus der Utopie, die Idee der Freiheit in einen real existierenden Staat zu verwandeln. Und sei es auf wenigen Quadratmetern mit einer ziemlich überschaubaren Bevölkerung … Ein „Fürstentum“, das übrigens bis heute besteht und dessen Staatsbürgerschaft man für ein paar Euro per Mausklick erwerben kann.

Auch damit spielt unsere Inszenierung von RADIOLAND – von Tragik und Komik, wenn große Visionen Realität werden. Beispiele gibt es zuhauf: das kurze Leben der wundersamen „Roseninsel“ vor der Küste Riminis, die langlebige „Freistadt Christiania“ in Kopenhagen, Reichsbürgerfestungen, Wagenburgen, die Freie Republik Wendland und viele andere mehr. Wo beginnt, wo endet Freiheit, was ist Gemeinschaft? Wir sollten nicht aufhören, darüber Geschichten zu erzählen und zu erfinden.  

Bernhard Glocksin, Künstlerische Leitung der NKO

ZUR MUSIK

Radioland erzählt nicht nur von einem sozialen Experiment, es bildet dieses auch in gewisser Weise musikalisch ab. Mit Misha Cvijović und Christopher Verworner haben sich zwei Komponierende mit recht unterschiedlichen Backgrounds zu einer gemeinsamen musikalischen Struktur verabredet, die mehrere Musikstile und Referenzen vereinigt. Durch die Textvorlage entstand die Idee, das Stück musikalisch in zwei Abschnitte bei gleicher Instrumentierung zu gliedern.

Für die Gerichtsszenen ließ sich Misha Cvijović genauso vom Stil von Alban Bergs Lulu‚ und den Rezitativen eines Kurt Weill inspirieren – die berühmte Gerichtsszene in der Dreigroschenoper ist ja ebenfalls ein Spiel mit der „bürgerlichen“ Kunstform Oper – wie auch von Pink Floyds The Wall‚ und zeitgenössischer elektronischer Musik von Brian Eno und Laurie Anderson.

Christopher Verworner beschäftigt sich hinsichtlich der Episoden des Piratensenders, der Familiengeschichte und der Staatsgründung mit der Geschichte des vorherrschenden Pop in diesen Jahren. Musikalisch geht es ihm darum, die Struktur und die Wirkung der Hits mit eigenen Mitteln herzustellen, ohne die Originale einfach nachzuspielen oder zu covern. Vor allem in der ersten Hälfte des Stücks dreht es sich vor allem um Rock´n´Roll, Psychedelic Rock und Hippie Musik.

Da die Figuren verschiedene Lebenswirklichkeiten und -ansichten repräsentieren, unterscheiden sich die Musikstile der einzelnen Songs sehr voneinander. Da ist der listige deutsche Herman Z. German mit harten Techno-Beats, der träumerische Sohn Michael mit einem neo-impressionistischen Chorstück und die rebellische Penny, die mit einem (Brit-)Popsong ihre Coming-of-Age Geschichte verkörpert.

Dem gegenüber steht immer wieder der Stilwechsel zu den Szenen, die im Gericht spielen – eher zeitgenössisch elektronisch opernhaft aufgebaut, mit Rezitativen und Arien.  

Eine siebenköpfige Band performt die Musik, sinnigerweise mitten auf der Flak-Plattform- Bühne platziert und in das Stück integriert. Es findet sich neben einer typischen Bandbesetzung mit E-Bass, E-Gitarre und Klavier auch ein Cello und ein Kontrabass. Für weitere Sounds sorgen analoge und modulare Synthesizer (wie der legendäre Minimoog und der Prophet 08) und großes Schlagwerk. Zu der experimentierfreudigen Band gehören auch die beiden Komponist*innen selbst, die abwechselnd die künstlerische Leitung bei den Vorstellungen übernehmen.

Phöbe Brockhaus

Kleine CHRONIK DES FÜRSTENTUMS SEALAND

© Ryan Lackey

1966: Familie Bates besetzt die Plattform „Roughs Tower“, 7 Meilen von der britischen Küste entfernt. Von dort aus betreiben sie einen Radiosender.

1967: Das Fürstentum Sealand wird ausgerufen. Die Sealand-Flagge wird gehisst und Familie Bates verleiht sich selbst Adelstitel. Das Motto des neuen Staates lautet: E mare Libertas („Freiheit aus dem Meer“)

1975: Roy Bates ruft die Verfassung von Sealand aus. Auch eine eigene Nationalhymne wurde komponiert und es gibt eigene Sealand-Dollar und -Briefmarken. 

1978: Einige Geschäftsleute besuchen Sealand unter dem Deckmantel eines Geschäftsangebots, was sich jedoch als List herausstellt. Sie nehmen Sealand ein und sperren Prinz Michael, der zu dem Zeitpunkt der einzige Anwesende auf der Plattform ist, in die Vorratskammer. Mit einem gewagten Hubschrauber-Manöver erobert der Rest der Familie bei der Heimkehr die Plattform zurück.

1979: Fürst Roy beschuldigt einen der Eindringlinge des Hochverrats. Kurzerhand findet ein Gerichtsprozess auf Sealand statt. Das Gericht von Sealand befindet ihn für schuldig und er wird für längere Zeit auf Sealand festgehalten.

Heute: Auch heute sind die Enkelkinder von Roy Bates noch der Adel von Sealand. Die Plattform gibt es zwar noch, jedoch hat dort niemand mehr einen Dauerwohnsitz inne. Der Staat hält sich mit dem Online-Verkauf von Adelstiteln und Kaffeetassen über Wasser.

Phöbe Brockhaus

Autorengespräch

Nach dem Erfolg von IRON CURTAIN MAN im Sommer 2020 und 2022 an der Neuköllner Oper haben Lars Werner und Fabian Gerhardt sich für RADIOLAND erneut als Autorenduo zusammengetan. Ein Einblick in die Stückentwicklung und die Idee hinter ihrer Arbeit:

RADIOLAND behandelt eine sehr skurrile Geschichte. Wie seid ihr auf diesen Stoff gekommen?

Fabian: Von der Neuköllner Oper wurde uns das Thema „Mikronationen“ vorgeschlagen. Daraufhin sind wir dann beim Suchen auf die Story von Sealand gestoßen.

Lars: Bei Sealand geht es ja nicht nur um eine Mikronation, sondern eben auch um eine Radiostation, um verbotene Musik, die illegal gesendet wird, um Rock´n´Roll und Beatmusik. Das ist für ein Musiktheater natürlich ein toller Fund.

Fabian: Es ist echt eine der 10 besten realen Geschichten, die ich kenne – die aber kaum jemand kennt. Was für ein Glück für uns, dass wir das ändern dürfen!

Was ist das Faszinierende an der Story?

Fabian: Sealand hat eine Geschichte, die mit dem Bau einer Flak-Plattform im Zweiten Weltkrieg beginnt und sich bis heute zieht, da das Fürstentum Sealand immer noch existiert und sich sogar eine irre Reichsbürger-Exil-Regierung im Umland von Berlin entwickelte. Das ist ein echt spannender historischer Bogen.

Lars: Außerdem durchzieht ja das Thema der Freiheit dieses Stück und damit ist es sehr aktuell. Auch wenn die Freiheit von damals nicht mehr die Freiheit von heute ist.

Inwieweit ist die reale Geschichte von Sealand in eurem Stück wiederzufinden?

Lars: Unser Stück hangelt sich sehr nah an der wirklichen Geschichte von Sealand entlang. Die wichtigen historischen Eckpunkte sind auf jeden Fall in RADIOLAND zu sehen: Zunächst natürlich die Radiosendungen, später dann die Staatsgründung und der Putschversuch.

Fabian: Genau, die Handlung steckt wirklich voller historischer Wahrheiten, auch in den Details – von den Konservendosen-essenden DJs, über den in der Vorratskammer eingesperrten Michael bei der Übernahme der Plattform, bis hin zu der Rückeroberung mit Hubschrauber-Manöver durch die Familie selbst.

Wofür steht der familiäre Konflikt im Stück?

Fabian: Der familiäre Konflikt ist, wie häufig, vor allem auch ein Generationenkonflikt: Für die Eltern ist das Piratenradio ein Geschäftsmodell, die Kinder haben eher eine Veränderung der Welt und der Gesellschaft als Ziel. Solche Konflikte sind auch heute aktuell, indem sich die junge Generation z.B. durch Bewegungen wie „Fridays for Future“ stark für Veränderungen einsetzt – dabei jedoch den Interessen der Wirtschaft entgegentreten muss. Besonders die Figur Penny ist sehr fokussiert auf die Idee von Freiheit und Revolution und verlässt deshalb ja schließlich auch die Plattform.

Das Interview führte Phöbe Brockhaus

Beteiligte

KOMPOSITION/ARRANGE­MENTS Christopher Verworner/Misha Cvijović TEXT Lars Werner/Fabian Gerhardt REGIE/SONG­TEXTE Fabian Gerhardt MUSIKALISCHE LEITUNG Christopher Verworner/Misha Cvijović CHOREOGRAFIE Chris Jäger DRAMATURGIE Bernhard Glocksin BÜHNE Sabrina Rossetto KOSTÜM Sophie Peters

MIT
Stefanie Dietrich, Sophia Euskirchen, Owen Read, Meik van Severen, Mathilda Switala, Armin Wahedi Yeganeh und den Musiker*innen Misha Cvijović, Philip Dornbusch, Benjamin Geyer, Sven Holscher, Sabrina Ma, Jakob Roters, Fabian Sackis, Christopher Verworner

TECHNISCHE PRODUKTIONS­LEITUNG Kim Titzmann LICHTTECHNIK/VIDEO­TECHNIK Moritz Schick TON Ronald Davila Davila ABEND­TECHNIK LICHT Ralf Arndt, Torsten Litschko ABEND­TECHNIK TON Ronald Davila Davila, Robert Lüdke, Sören Schwedler, Stefan van der Burg, Klim Losovskii, Sebastian Vivas Sanchez BÜHNENBAU Gregor von Glinski, Lilli Wagner, Marc Schulze, Philipp Zumpe, Ralf Mauelshagen, Markus Xaver Steinberger, Rui Wegener, David Hannack KOSTÜMABTEILUNG Christina Kämper (Leitung), Kathy Prell, Lisa Freese KOSTÜMASSISTENZ Greta Ismaili KORREPETITION Insa Bernds MASKE Anne-Claire Meyer REGIEASSISTENZ Natalia Voskoboynikova AUSSTATTUNGS­ASSISTENZ Alba Gador ABENDSPIEL­LEITUNG Regina Triebel, Anna Pechtl REGIEHOSPITANZ/ÜBERTITEL Phöbe Brockhaus

BIOGRAFIEN

Fabian Gerhardt | Regie, Text, Songtexte

© Daniel Nartschick

spielte nach dem Schauspielstudium und Festengagements in Leipzig, Bremen und Hannover als Gast an großen Bühnen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und Hannover unter anderem den Faust, Macbeth und Josef K. in Kafkas Prozess. 2011 gab er sein Regiedebüt am Schauspiel Dresden, es folgten Inszenierungen u.a. am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt und Schauspielhaus Bochum. Seit 2016 kontinuierliche Arbeit an der Neuköllner Oper, u.a. AFFE mit den Songs von Peter Fox‘ Album Stadtaffe, DER SCHUSS über den Tod von Benno Ohnesorg und IRON CURTAIN MAN über den Sänger Dean Reed. RADIOLAND ist seine neunte Arbeit am Haus.
Daneben mehrere Gastprofessuren in den Studiengängen Schauspiel und Szenisches Schreiben an der UdK Berlin.

Lars Werner | TEXT

© Privat

Lars Werner (*1988 in Dresden) ist Autor mehrerer Theaterstücke und Hörspiele. Er studierte u.a. Medienkunst an der Hochschule f. Grafik u. Buchkunst, Leipzig und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Von 2009 – 2012 co-leitete er in Leipzig die Kunsträume Goldener Buergersteig und nullunendlich. 2017 gründete Werner das Berliner Ringtheater und ist seitdem Teil der Kollektiven Leitung. 2018 erhielt er den Kleistförderpreis für sein Stück „Weißer Raum“, dass das Erstarken rechter Bewegungen thematisierte. 2019 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste, Berlin. Mit Ohne Ende Gegenwart präsentierte er 2022 am TD Berlin seine erste Regie-Arbeit. Im April 2023 erscheint sein Debütroman Zwischen den Dörfern auf hundert bei Albino.

Misha Cvijović | Komposition/Arrangements/Musikalische Leitung/Klavier

© privat

Misha Cvijović ist eine serbische Komponistin, Pianistin und Klangkünstlerin, die in Berlin lebt. Sie studierte Klavier und Komposition an der Universität der Künste in Belgrad sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie schreibt zeitgenössische Orchestermusik, Kammermusik, Elektroakustische Musik, Oper/Musiktheater, Bühnen- und Filmmusik. Mishas Kompositionen wurden auf zahlreichen Festivals und Konzerten aufgeführt, darunter Heroines of Sound, KLANG Copenhagen, Eröffnung des Monats der Zeitgenössischen Musik Berlin, SONIC MATTER Zürich, MaerzMusik, Impuls Graz, Klangwerkstatt Festival für Neue Musik Berlin, Unerhörte Musik, Saarbrücker Filmfestival Max-Ophüls, Rotterdam Filmfestival, Achtung Berlin, Cannes Film Festival sowie an der Deutschen Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, Konzerthaus Berlin, Sophiensaele und der Neuköllner Oper in Berlin . Während ihrer Opern- und Theaterlaufbahn arbeitete sie als Komponistin, Pianistin/Analogue Synthesizer Performerin, Arrangeurin und als musikalische Leiterin mit Regisseur*innen wie Fabian Gerhardt, Peter Kastenmüller, Ulrike Schwab, Johannes Müller, Jan Sobrie, Aliénor Dauches und Miloš Lolić zusammen. Misha ist Stipendiatin des Stipendienprogramms für professionelle Berliner Künstler und Kuratoren der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin 2021 und des Musikfonds Berlin 2021.

Christopher Verworner | Komposition/Arrangements/Musikalische Leitung/Klavier

© privat

studierte Komposition und Jazz an der Hochschule für Musik und Theater München. Er ist, gemeinsam mit Claas Krause,
Leiter des renommierten Verworner-Krause-Kammerorchesters (VKKO), Preisträger des D-Bü Wettbewerbs und des bayerischen Kunstförderpreises. Er ist außerdem freischaffender Komponist, u. a. für die Neuköllner Oper, die Münchener Philharmoniker, das Lied-Festival HIDALGO und als Songwriter, Produzent, Filmmusiker und Arrangeur tätig.

Chris Jäger | Choreografie

© Charles Quilles

Chris Jäger ist ein im ländlichen Nordhessen geborener Choreograf und Tänzer. Nach seinem Studium an der HfMDK in Frankfurt a.M. tanzte er am Staatstheater Braunschweig, Thalia Theater Hamburg, Punchdrunk International in Shanghai, Inbal Pinto & Avshalom Pollak in Tel Aviv, Helena Waldmann in Berlin uva. 2019 war er Resident Artist am Seoul Dance Center in Südkorea. Seine Choreografie Sex Mit Madonna, uraufgeführt am LOT-Theater Braunschweig, wurde öffentlich gefördert und geht 2023 auf Tournee. Neben Choreografien für das Theater choreografiert er für deutsche Filme und Serien wie Babylon Berlin und Rote Sterne überm Feld sowie für Hollywood Produktionen wie John Wick 4, Tár und The Hunger Games: Ballad of Songbirds and Snakes.

Sophie Peters | KOstüm

© Martin Miotk

Sophie Peters lebt in Berlin. Sie studierte Kostümbild an der Universität der Künste Berlin. Bereits während ihres Studiums entstanden erste eigene Projekte als Kostümbildnerin, so z.B. am Theaterdiscounter Berlin, dem Ringtheater Berlin, dem bat-Studiotheater, dem Hans Otto Theater Potsdam, sowie diverse Musikvideos in Zusammenarbeit mit Urban Tree Media, und mehrere Kurzfilme in Zusammenarbeit mit Regiestudierenden der DFFB Berlin.
Seit 2018 arbeitet sie als freischaffende Kostümbildnerin u.a. am Theater Bonn, der Neuköllner Oper, dem Staatstheater Meiningen und für diverse Filmproduktionen. Für den bereits mehrfach ausgezeichneten Debutfilm der Regisseurin Sophie Linnenbaum, den Kinofilm The Ordinaries, entwickelte sie das Kostümbild.

Sabrina Rossetto | Bühne

studierte Architektur am Politecnico di Milano. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie in der Redaktion einer führenden Architekturzeitschrift in Mailand. Die Arbeit an einer monografischen Ausgabe über den Masterplan von Renzo Piano für den Potsdamer Platz führte sie 1994 nach Berlin. Hier kooperiert sie mit diversen Architekturbüros und gründete 2009 ihr eigenes Büro. Neue Lieder von der Erde ist nach Die Fleisch, Die getauschte Schule und La BETTLEROPERa ihr viertes Bühnenprojekt für die Neuköllner Oper. Darüber hinaus konzipiert sie mit Bernhard Glocksin die Reihe Wunderkammer.

Bernhard Glocksin | Dramaturgie

© privat

Künstlerische Leitung der Neuköllner Oper seit 2004. Zuvor Dramaturg und Chefdramaturg für Musiktheater in Hannover, Zürich, Salzburg und Mainz. 1999–2002 Chefdramaturg / stellvertretender Intendant am Deutschen Theater Göttingen. Uraufführungen und Autoren-Werkstätten mit T. Dorst, F. Richter, R. Schimmelpfennig, J. von Düffel, L. Hübner u.a. An der Neuköllner Oper Adaptionen, Inszenierungen und Stücke, Festivals und internationale Koproduktionen. Nebenher freischaffend Juror, Projektmacher, Gastdozent und Lehrbeauftragter.

STEFANIE DIETRICH | Roy Bates

© Malina Ebert

Stefanie Dietrich stammt aus einer ostdeutschen Künstlerfamilie. Mit 8 Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne, und zwar als Mitglied des Kinderensembles des Friedrichstadtpalastes ihrer Heimatstadt Berlin. Sie studierte Gesang, Tanz und Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“ München. Seither gastiert sie in Musical-, Operetten- und Schauspielproduktionen im deutschsprachigen Raum, u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar (Cabaret/Candide), an der Staatsoperette Dresden (Zwei Krawatten/Follies), am Mecklenburgischen Staatstheater (Pfeifen kann doch jeder), am Staatstheater Nürnberg (Ninotschka/Sweet Charity), am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (Hexen von Eastwick), Staatstheater Kassel (Anything Goes), Thuner Seespiele (Gotthelf), Theater Augsburg (Im weissen Rössl), Theater St. Gallen (Die stumme Serenade) und am Gärtnerplatztheater München (Hello Dolly/Die Dubarry). Mit den Regisseurinnen Nina Gühlstorff und Doro Schröder, mit Stefan Huber und Martin G. Berger arbeitet sie oft und gerne. Stefanie war mehrfacher Gast der Operettenlounge des BR.

Stefanie Dietrich ist Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Musical/Chanson und des Bayerischen Kunstförderpreises in der Sparte Darstellende Kunst.

Sophia Euskirchen | Roy Bates (SUB)

© Cuba Stern Junior

begann 2012 ihr Studium im Fach Musical/Show an der Universität der Künste Berlin, welches sie im Juli 2016 mit doppelter Auszeichnung abschloss. An der Neuköllner Oper spielte sie 2015 in GRIMM die Rolle der Oma Eule. Im gleichen Jahr war sie in der Rolle der Nathalie/Cover Diana in dem Stück Next to normal am Renaissance Theater Berlin zu sehen. Ende 2015 gewann sie den Chanson-Preis im Bundeswettbewerb Gesang. 2016 wurde sie für ihre Darstellung der Elfe Felicitas in der Hanauer Produktion Rapunzel – Das Musical für den Deutschen Musical Theaterpreis nominiert. 2017 stand sie wieder in Hanau auf der Bühne, in der Produktion Der Fischer und seine Frau als die Meeresgöttin Ran. 2017 und 2018 war sie als Sally Bowles in dem Musical Cabaret im Tipi am Kanzleramt zu sehen und 2017 als Lucy in der La BETTLEROPERa in der Neuköllner Oper. 2018 spielte sie die Titelrolle im Musical Dornröschen bei den Grimm-Festspielen in Hanau und Anfang 2019 war sie als Hildegard Knef in Für mich soll’s rote Rosen regnen in der Komödie im Marquart in Stuttgart zu sehen, das im Juli 2022 im Schlosspark Theater in Berlin eine Wiederaufnahme feiert. Von April bis Mai 2019 sah man sie als Eric Stehfest im ZGMT 9 Tage wach und Ende 2019 bis Februar 2020 war sie auf Tour mit der 20er Jahre Revue Berlin Berlin als Anita Berber. 2020 und 2021 spielte sie in der Neuköllner Oper verschiedenste Rollen in dem Stück IRON CURTAIN MAN. Von April bis Juni 2022 spielt sie in der ersten deutschen Uraufführung des Musicals Pfeifen kann doch jeder (Anyone can whistle) die Hauptrolle Fee Apfel im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin und ab Mai 2022 die weibliche Hauptrolle Lilian Holiday im Brecht/Weill Stück Happy End am Renaissance Theater Berlin. Ab Oktober 2022 wird sie im Theater im Palais Berlin in einem Einpersonenstück mit dem Titel Noch ein Martini und ich liege unterm Gastgeber zu sehen sein. Ihr Jahr 2023 beginnt sie in Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin mit der Uraufführung des neun Musicals Geteilter Himmel in der sie die weibliche Hauptrolle verkörpert.

Meik Van Severen | JOAN BATES

© privat

war 2009 bis 2011 Mitglied im Jugendensemble der Vorpommerschen Landesbühne. In Berlin spielte er 2011 im Jungen DT in der Odyssee unter der Regie von Uli Jäckle. Von 2012 bis 2016 studierte er Schauspiel an der Universität der Künste Berlin. Noch während des Studiums spielte er am Hans Otto Theater Potsdam, im bat-Studiotheater und am Deutschen Theater Berlin. Anschließend gastierte er am Staatschauspiel Dresden. Von 2016 bis 2019 war er fest im Ensemble am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit 2019 lebt er als freier Schauspieler in Berlin.

Mathilda Switala | Penny Bates

© Meike Kenn

Mathilda Switala wurde 2000 in Berlin geboren. Erste Theatererfahrungen sammelte sie bei einer Produktion mit dem Jugendtheater der Volksbühne P14. Seit 2019 studierte sie Schauspiel an der Universität der Künste Berlin wo sie im November 2022 ihren Abschluss machte. Im Rahmen der Uni spielte sie unter anderem bei Produktionen am Theater Discounter und der Vaganten Bühne. Während des Studiums war sie außerdem in kleineren Rollen für Film und Fernsehn tätig wie zum Beispiel Glauben unter der Regie von Daniel Prochaska und Ruby unter der Regie von Natascha Beller. Im Juli 2022 sprang sie einmalig für die Rolle Lotte im Werther in den Kammerspielen des Deutschen Theaters ein außerdem kann man sie momentan als Hausverwalterin in der Produktion Platonow am Deutschen Theater Berlin sehen. 

Armin Wahedi Yeganeh | Michael Bates

© Daniel Nartschick

Armin Wahedi schloss sein Schauspielstudium im Jahr 2019 an der Universität der Künste Berlin ab. Bereits während des Studiums war er am Schauspielhaus Bochum und später an der Volksbühne Berlin als Merat in Volksverräter!! nach Henrik Ibsen in der Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer zu erleben. Er sammelte in AFFE und 9 TAGE WACH in den Inszenierungen von Fabian Gerhardt an der Neuköllner Oper erste Erfahrungen im Musiktheater. Zudem war er am Hans Otto Theater in Potsdam und am Deutschen Theater Berlin in Kooperation mit der Universität der Künste als Augustus in Giorgi Jamburias »Die Ermordung des Kaisers Elagabal« zu sehen. Armin Wahedi ist weiterhin als Filmschauspieler tätig. Im 2019 veröffentlichten Kinofilm Nur eine Frau in der Regie von Sherry Hormann ist er in der Rolle des Aram zu sehen. Er spielt Malik Zafir in der Netflix Fernsehserie Dogs of Berlin von Christian Alvart und Mehmet in der Webserie Straight Family. Außerdem ist er im mehrfach ausgezeichnetem Kinofilm Futur Drei in der Regie von Faraz Shariat zu erleben.

Owen Peter Read | Herman Z. German

© Meike Kenn

Owen Peter Read studierte von 2013 bis 2017 Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin. Während seines Studiums ist er unter anderem an Produktionen im bat-Studiotheater beteiligt und gastiert am Deutschen Theater Berlin. In der Spielzeit 2016/17 war er Mitglied im SCHAUSPIELstudio des Schauspiel Frankfurt und bis 2020 Teil des Berliner Ensembles. Seitdem ist er als freier Schauspieler tätig.

Philip Dornbusch | Drums

© Annika Krüger

Philip Dornbusch, Jahrgang 1992, studierte am Jazzinstitut Berlin Schlagzeug bei John Hollenbeck und Jim Black und spielte u.A. mit Künstlern wie Kit Downes, Uli Kempendorff und Kurt Rosenwinkel. Mit der Band „Rosemarine“ veröffentlichte er 2019 das gleichnamige Debütalbum auf dem renommierten US-Label Ropeadope. Zudem ist er Bestandteil einer Vielzahl von Projekten der Berliner Jazzszene und hat an diversen Album-Produktionen mitgewirkt. 2020 erhielt er das Elsa-Neumann-Stipendium der Universität der Künste Berlin für sein interdisziplinäres Soloprojekt „Rites Reset“, mit dem er konzeptbasierte Kompositionen elektronisch ausproduziert.

Sven HoLSCHER | BASS

© Sabine Banner

Sven Holscher wurde 1986 in Punta Arenas, Chile, geboren. Er studierte klassischen Kontrabass und Jazz-Bass an der Hochschule für Musik und Theater in München. Während seines Studiums sammelte er Erfahrungen in verschiedenen musikalischen Szenarien, die von Sinfonieorchestern bis hin zu zeitgenössischen Jazz Ensembles reichen. Sven fand seine eigene musikalische Identität, indem er seine Chord Melody Technik am E-Bass verfeinerte und diese dann erfolgreich auf dem XJazz Festival Berlin, Überjazz Festival Hamburg, Kopenhagener Winter Jazz uvm. präsentierte.
Sven Holscher ist außerdem einer der gefragtesten Tango Kontrabassisten Europas und spielt Konzerte in renommierten Sälen wie z.B.  in der Berliner Philharmonie, Laieszhalle Hamburg, Gewandhaus Leipzig uvm. 
2018 trat Sven bei der Holy Grail Guitar Show auf, wo er die Marke “Kristall Bass” vertrat. Seit September 2019 ist er zudem auch Artist Member von “Lorita Basses”. Er tourt mit verschiedenen Projekten durch Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Österreich, Italien, Schweiz, Polen und Ägypten, wo er mit Künstlern wie Joe Gallardo, Abraham Laboriel, Leszek Zadlo, Dusko Gojkovic, Markus Stockhausen und Quique Sinesi spielte.

Seine aktuellen Musikprojekte ist „É~YARA“, in dem Sven seinen ganz eigenen Klang einbringt. Er erschafft eine Symbiose zwischen lateinamerikanischer Folklore, europäischen Kontrapunkt und avantgardistischen Zeitgeist.


Benjamin Geyer | Synthesizer

© privat

Der in Berlin lebende Pianist, Produzent und Komponist Benjamin Geyer studierte Jazz Klavier am Jazz Institut Berlin / UdK Berlin.

Seit 2015 ist er ein aktiver Bestandteil der Berliner Musikszene. Durch seine verschiedenen Projekte zwischen Jazz, Improvisations- und elektronischer Musik blickt Benjamin auf Konzerttourneen in Deutschland, Polen, Schweiz, die Niederlanden und Norwegen zurück.

2015 verbachte Benjamin Geyer einen vier monatigen Aufenthalt in Trondheim.

2019 wurde das Solo Projekt und alias Bernstein Zimmer gegründet, welches er im Rahmen seiner USA Reise im Sommer 2019 weiter entwickelte. Dort tauschte er sich mit verschiedensten Künstler*innen über Musik, Kultur und Herkunft aus, um Aufnahmen und Kollaborationen entstehen zu lassen.

Mit seinem Jazz Quartett Flying Cakes veröffentlichte er sein Debüt-Album im Frühling 2019 19 Ways To Rain bei der Jazzthing Next Generation.

Das Duo Mononoke (Fabian Rösch dr/electronics) brachte unter eigener Regie das Debüt-Album The Foreign Loomers im November 2019 heraus und war anschließend auf einer kleinen Deutschland Tour.
2021 trat Benjamin mit dem VKKO im Konzerthaus Berlin mit einer Bearbeitung von Carl Maria von Weber’s Freischütz auf.
Im Frühjahr war Benjamin auf einer eigens initiierten Residenz in der Feldberger Seenlandschaft um dort seinen Liederzyklus für Klavier und Synthesizer zu komponieren, der 2023 erscheinen wird. 2022 begann eine Zusammenarbeit mit dem Domorganist der Sankt Hedwig-Kathedrale Berlin Marcel Ober und wurde für den Kirchenmusikkongress des Deutschen Musikrats dafür eingeladen worden. Ebenfalls begann das Projekt The Lied, was eine Kooperation mit dem Männergesangsverein Walhalla zum Seidlwirt beschreibt.
2023 ist er als Produzent auf Luises Volkmann’s Rites de Passage zu hören.


JAKOB ROTERS | VIOLONCELLO

© privat

Jakob Roters, 1991 in München geboren, absolvierte 2015 sein Studium bei Prof. Julius Berger an der Universität Ausgburg, trat 2014 dem Verworner Krause Kammerorchester (VKKO) bei und begründete 2015 mit Freunden The Paranormal String Quartet. Zwischen 2015 und 2022 wurden diverse Tonträger mit eingespielt von Künstlern wie ENIK, Die Fantastischen Vier, JORIS, FIVA, Guan Ng, Jazzrausch Bigband, sowie für zahlreiche Filmmusiken und Dokumentationen, u.a. von Gerd Baumann und Jörg Pfeil. Seit 2018 folgen jährlich Produktionen mit dem Komponisten Christopher Verworner in Berlin und München.

Fabian Sackis | Gitarre

© privat

2016 formierte der Komponist und Dirigent Fabian Sackis mit dem Olympic Orchestra erstmals 16 Musiker_innen der Berliner, Kölner und Dresdner Musikszene um sich. Viele Musiker kannten sich bereits über das Bundesjazzorchester und dessen Leiter Niels Klein. Bei ihm schloss Sackis mit dem Debütkonzert des Olympic Orchestras 2016 sein Studium in Jazzkomposition mit Bestnote ab. Neben internationalen Tourneen mit Big Bands hatte Fabian Sackis die Möglichkeit mit u. a. Michael Abene und Michael P. Mossman zu arbeiten und mit Jazzgrößen wie Diane Reeves und Dee Dee Bridgewater auf der Bühne zu stehen. Die Qualität seiner Kompositionen konnte er durch nationale Kompositionspreise unter Beweis stellen. Den ersten Einblick in seine Arbeit erhielt man 2014 mit seiner ersten Veröffentlichung (FABIANS FREIER FALL, unit records). Bereits zu diesem Zeitpunkt erkennt man eine klare Handschrift des Komponisten, die besonders durch seine bildhafte Sprache besticht. So war es nur konsequent, dass er mit dem Olympic Orchestra seiner Leidenschaft für Filmmusik nachgeht. Seine frühe Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Tim Roßberg machte seine Vorstellung des künstlerischen Gesamtkonzepts bereits als Kopf von FABIANS FREIER FALL deutlich. Dieses Bestreben wird mit dem Olympic Orchestra verstärkt sichtbar.

Sabrina Ma | Schlagwerk

© Tina Linster

Die vielfach preisgekrönte und international gefragte Schlagzeugerin Sabrina Ma spielt sowohl zeitgenössische Musik als auch Transkriptionen alter Meisterwerke, tritt als Solistin mit Orchestern auf, gibt Rezitals, lehrt und ist Partner mehrerer kammermusikalischer Formationen.

Sabrina Ma wurde 1985 in Großbritannien geboren und wuchs in Hongkong auf. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie u.a. bei Prof. Michael Udow an der University of Michigan in den USA und Prof. Isao Nakamura an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Seit ihrem Erfolg beim Deutschen Musikwettbewerb 2013, wo sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs sowie den ZONTA-Musikpreis gewann, ist Sabrina Ma deutschlandweit als Solistin und Kammermusikerin zu erleben. Ihre Debüt-CD Playtime!, die Klassik und Pop mühelos miteinander verbindet, erschien im Herbst 2015 in der Edition Primavera des Deutschen Musikrats.

Einen besonderen Wert legt Sabrina Ma auf die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KomponistInnen. So schrieb der Berliner Komponist Markus Bongartz für sie eine Reihe neuer Werke für außergewöhnliche kammermusikalische Besetzungen. Die Komponistin Seyko Itoh widmete ihr dank der Förderung durch das „Konzert des Deutschen Musikrates“ ein Schlagzeugsolo, das einen neuen Blick auf die sonst selbstverständlichen Spielbewegungen wirft.

Sabrina Ma lebt und arbeitet in Berlin.

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