Der Mann der sich Beethoven nannte

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Tickets

von Moritz Rinke/Mathias Schönsee (Text) und Cymin Samawatie/Ketan Bhatti/Niko Meinhold/Trickster Orchestra (Musik)
Uraufführung am 1. Dezember 2020. Bis 3. Januar 2021

Pandemiebedingt müssen die Vorstellungen bis inklusive 20. Dezember leider entfallen. Wir informieren Sie in Kürze über das Alternativprogramm! Alle Infos zu Ticketrückerstattungen finden Sie hier. (Stand 27. November 2020)

Das Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie ist zerstört, das Orchester findet sich feinstaub-bedeckt und mit Atemmasken vor dem verwüsteten Gebäude wieder und inmitten des Geschehens behauptet ein eigenartiger Fremder, Beethoven höchstpersönlich zu sein. Ein Star-Dirigent versucht rücksichtslos, alle Konzerttermine des Orchesters einzuhalten und eine junge Musikerin rebelliert gegen diesen Alleinherrscher. Währenddessen verfolgt der Mann, der sich Beethoven nennt, das Ziel, nicht nur seine prometheischen Werke zu überarbeiten, sondern auch gleich die gesamte Menschheit. Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine künstliche Intelligenz Fragmente seiner Kompositionen fertig komponiert und dies auch noch von einem großen Telekommunikationsunternehmen gesponsert wird?

Es kommt zu einer furiosen wie augenzwinkernden Abrechnung mit einer Gesellschaft, die auch nach der Aufklärung keinen Deut schlauer geworden zu sein scheint. Unter Beschuss steht eine (Hoch-) Kultur, die statt der künstlerischen Schöpfung nur deren Warenwert im Blick hat und eine Welt, die ihren natürlichen Lebensraum systematisch vernichtet. So liefern sich Beethoven, der Maestro und die junge Frau eine verbale Schlacht darüber, was es heißt, den Mensch im Menschen zu erkennen.

Der preisgekrönte Autor Moritz Rinke, Regisseur Mathias Schönsee und das transkulturelle Trickster Orchestra verweben humorvolles Schauspiel mit dem musikalischen Kosmos Beethovens – und fordern damit in un-erhörter Weise die west-weiß-europäische Musikgeschichte heraus.
Dabei werden Fragen gestellt wie: Kann es denn möglich sein, das Fragment der 10. Symphonie von einer künstlichen Intelligenz fertig schreiben zu lassen?

Musikalische Leitung: Ketan Bhatti und Cymin Samawatie | Regie: Mathias Schönsee | Dramaturgie: Bernhard Glocksin und Änne-Marthe Kühn | Ausstattung: Rebecca Raue
Regieassistenz: Anna Pechtl | Ausstattungsassistenz: Anne Laure Jullian de la Fuente | Regiehospitanz: Nelly Sophie Paul

Mit: Maya Alban-Zapata, Hansa Czypionka, Christian Kerepeszki, Cymin Samawatie sowie den Musiker*innen des Trickster Orchestra Naoko Kikuchi, Sabrina Ma, Niko Meinhold, Ralf Schwarz, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei

Eine Produktion der Neuköllner Oper in Koproduktion mit dem Theater Gütersloh.

 


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Foto: © Matthias Heyde