Rheingold Feuerland

Ein Wagner Wiedergänger von Bernhard Glocksin und Simon Stockhausen
Uraufführung am 18. August 2011

New York. Die junge bolivianische Journalistin Mercedes interviewt George Warren, einen legendären Spekulanten und Gründer humanitärer Stiftungen. Ihr Thema: Kapitalismus und Gier. Auf einer brennenden Müllhalde bei Neapel raubt der 14-jährige Christo einer schwarzen Immigrantin den Schmuck. In Bombay schminkt sich Agni Devi, eine singende Tempelhure.

Fünf Menschen, fünf Lebenswege, die sich kreuzen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam ist ihnen die Abhängigkeit von einer globalen Finanzwirtschaft und ihren legalen und illegalen Geschäften. Gemeinsam sind ihnen aber auch Gefühle wie Geschäftssinn, Ehrgeiz und Gier – Archetypen, die seinerzeit auch Wagner beschäftigten und die im Ring des Nibelungen so eindrücklich gestaltet sind. Ihren Nachhall zitiert Simon Stockhausen in seiner Musik zwischen Rückblick und Neukomposition. Ein Schatten, ein Licht, das auf allen Figuren liegt in ihren Verstrickungen, Visionen und Träumen, in denen zuletzt auch die Meere brennen.

Inszenierung: Lilli-Hannah Hoepner • Musikalische Leitung: Lam Tran Dinh / Tobias Bartholmeß • Ausstattung: Markus Meyer • Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Mit: Božidar Kocevski, Janko Danailow, Thorsten Loeb, Andrea Sanchez del Solar, Dennenesch Zoudé