Rette uns, Okichi!

Europäische Erstaufführung 18. Februar. Bis 15. April 2017

Okichi soll sie alle retten: die moderne Regierung, das alte Kaiserreich und überhaupt ganz Japan. Dabei hat das Mädchen weder Lust, dem amerikanischen Konsul als Geisha zu dienen – so will es die Regierung -, noch Interesse, den Fremden durch einen Dolchstoß zu beseitigen, wie es der Kaisertreue Samurai Yoshida verlangt. Was tun? Die Lage ist angespannt, die Amerikaner drohen mit einem Militärschlag, sollte die Regierung des Shogun nicht der Öffnung der japanischen Märkte zustimmen. Die alten Kaisertreuen hingegen stellen jeden Kontakt mit Fremden unter Todesstrafe: nur so sei die Unversehrtheit von Kultur und Nation zu sichern. Okichi verweigert sich zu dienen, zunächst. Doch dann – wir sind ja in der Oper – kommt Liebe ins Spiel.

Kurofune (“Schwarze Schiffe”) gilt als die erste große Nationaloper im modernen Japan, uraufgeführt 1940 in Tokyo. Kosaku Yamada (1886 -1965) studiert ab 1910 in Berlin Komposition bei Max Bruch. Zurückgekehrt, schafft er ein umfangreiches Oeuvre von über 1500 Werken in allen Gattungen.
In Europa vollständig unbekannt, präsentieren wir das Werk in einer Kammerfassung und heben einen musikalischen Schatz, in dem Juwelen des italienischem Verismo, der deutschen Romantik und japanischen Folklore funkeln und der vom Ursprung einer Großmacht aus dem Geist der Kanonenbootpolitik erzählt.

Arrangement / Musikalische Leitung : Aki Schmitt | Regie: Tomo Sugao | Dramaturgie: Olivia Schaaf | Bühne und Kostüm: Yassu Yabara | Kostümbild (Mitarbeit) Kallia Kefala

Mit: Yuri Mizobuchi, Edwin Cotton; Tobias Hagge sowie Aki Schmitt (Klavier) und Naomi Sato (Sho)