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HAPPINESS UNLIMITED.
Ein inklusives Ritual mit dem Project Wildeman

Kurz nach Walpurgisnacht eröffnen wir einen Kult-Raum für Lebenshungrige und Erfahrungsoffene, in dem jeder einzelne für sich entscheiden kann, wie aktiv oder reaktiv, zentral oder am Rand er sein möchte. Mit dem Project Wildeman haben wir ein Expertenteam aus Amsterdam eingeladen: vier junge Musiktheatermacher, bekannt für ihre energievollen, physisch anspruchsvollen musikalischen Darbietungen. Sie verbinden elektronische Musik mit afrikanischer Perkussion, Lyrik mit Wortgefechten, wilde Ritualtänze mit statischen Soundscapes, Rhythmus, Trance und körperliche Aufzehrung. Uraufführung am 3. Mai 2017.

 

DER SCHUSS 2.6.1967
Musiktheater von Arash Safaian (Musik) und Bernhard Glocksin (Text) Neuköllner Oper Berlin und Ensemble Adapter
Inszenierung und Textbearbeitung: Fabian Gerhardt

2. Juni 1967. Anti-Schah-Demo vor der Deutschen Oper Berlin. Die Stadt ist in Aufruhr. Ein Paar im Tumult. Er trägt ein Transparent, sie ein Kind im Bauch. Er will noch – „nur kurz“ – nach den Anderen schauen, sie geht nach Hause, in Sicherheit. Und wartet eine Nacht lang auf ihren Mann. In dieser endlosen ungewissen Nacht wird ihr Kopf zur Bühne einer ganzen Epoche, Stars wie Unbekannte der Kämpfe treten wie Geister aus dem Limbus der Zeit und werfen ein surreales Licht auf ihr kommendes Schicksal und die Zukunft eines ganzen Landes.
Der Schuss, der Benno Ohnesorg in dieser Nacht tötet, verändert alles. Dieser Schuss ging durch tausende Köpfe.
Wo stehen wir heute? Musste Benno Ohnesorg sterben, damit sich ein erstarrtes Land erneuern konnte? Uraufführung am 2. Juni 2017

 

GRIMM! Die wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf
von Peter Lund und Thomas Zaufke

Drei berühmte und viele weniger bekannte Märchen standen Pate bei dieser neuen Fabel, die die ewige Geschichte von guten und bösen Völkern für heute neu interpretiert. Denn mal ehrlich: Wer ist heute eigentlich der Böse? Oder umgekehrt: Wer ist es nicht? Das Erfolgsmusical von Peter Lund und Thomas Zaufke (2fach prämiert beim Deutschen Musical Theater Preis 2015) ist wieder zu sehen innerhalb des SOFA: Sommerfestival im Admiralspalast ab 14. Juli 2017. Näheres/Tickets hier

 

STELLA.
Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)

Stella Goldschlag war die wohl berühmteste »Greiferin« – Berliner Juden, die für die Gestapo gearbeitet haben bzw. arbeiten mussten. Das Wagnis des Autorenduos Lund/Böhmer, darüber ein Musical zu schreiben, wurde mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 in sechs Kategorien ausgezeichnet und von der Presse als »virtuos, pointiert, gekonnt und heutig« gelobt.
Wiederaufnahme in der Neuköllner Oper  ab 31. August 2017.

 

FUCK THE FACTS
Musiktheater von Anna Catherin Loll, Georg Friedrich Händel, Mario Simon, Bijan Azadian, Yuko Matsuyama und Christian Römer

Riders on the Shitstorm

Willkommen im Zeitalter der Selbstermächtigung. Einfach den Rechner anschalten und twittern, posten und trollen was das Zeug hält. Self-entitlement worldwide, das galt für die Virtual Spaceriders des Artischocken-Kultes schon immer. Motto: Make Internet great again! Aber was passiert, wenn die Artischocken sich gegenseitig an die Gurgel gehen? Um einen Wald in ein Häuflein Asche zu verwandeln braucht es nur eine Zigarette. Um das Internet brennen zu lassen braucht es nur einen tweet. Ob Fake, ob Fakt oder Fiktion? Egal, ICH habe gesprochen. ICH brauche keine Gegenrede, ICH bin schon Demokrat. Fuck the facts, you`re not my Dad! Unsere fiktive Geschichte spielt (auch) mitten in Berlin.

Informiert durch einen wahren Fall zwischen messianischer Heilserwartung und tribal justice im Global Village. Wir fragen: Wer spricht eigentlich da draußen im privatisierten Internet-Gericht? Wer sind die selbsternannten Cyber-Sheriffs? Und warum haben sie uns ein großes Holzpferd mitgebracht? Uraufführung am 13. September 2017.

 

La BETTLEROPERa
The Beggar`s Opera als internationales KörperMusikTheater
Musik/Songtexte: Moritz Eggert | Texte: John Gay
Neuköllner Oper Berlin, Balletto Civile La Spezia und Freiraum Syndikat Leipzig

Gays Masterpiece des ironisch-zeitkritischen Musiktheaters schlüpf in neue Kleider, Töne und Sprachen. Zehn deutsche und italienische Darsteller-Tänzer-Sänger und die Musiker des Freiraum Syndikats treffen in einer so körperlich-dynamischen wie emotional-poetischen Neufassung aufeinander. Sie erzählen, singen und vor allem „bewegen“ ihre Sicht auf die alte, nein zeitlose Geschichte von Oben und Unten, Liebe und Verrat, Geld und Trieb.
Eine neue Zusammenarbeit von Neuköllner Oper Berlin mit der international gefeierten, Grenzen- und Genres übergreifende TanzTheater-Kompagnie Balletto Civile und dem Komponisten Moritz Eggert („Bordellballade“). Uraufführung 19. Oktober 2017

 

KOPFKINO
Ein musikalisches Filmprojekt. Oder ein filmisches Musical. Von Peter Lund und Thomas Zaufke

Lennard ist 18 und kann sich nicht entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er geschafft: Er ist in eine WG gezogen, zusammen mit dem tiefenentspannten Ben und der durchgeknallten Fine. Dabei hat Lennard schon Mitbewohner genug. Zumindest im Oberstübchen.
Den Heteromacker Boris und seine weibliche Seite Helena, die vernünftige Sophia mit Lennards innerem Kind Theo, die saucoole Tess und natürlich sein gesammeltes Angstpotential Jürgen. Und alle sagen Lennard ungefragt ihre Meinung. Kein Wunder, dass Lennard so viel Zeit braucht, sich zu entscheiden. Vor allem aber wenn es darum geht, wem Lennard sein Herz schenken könnte, läuft das Kopfkino zu ganz großer Form auf. Und weder Fine noch Ben konnten ahnen, wen sie sich da in die WG geholt haben. Und vor allem, wie viele! Wiederaufnahme 29. November 2017

 

RETTE UNS, OKICHI!
Die japanische Nationaloper „Kurofune“ (Schwarze Schiffe) von Kosaku Yamada in einer Bearbeitung der Neuköllner Oper

Okichi soll sie alle retten: die moderne Regierung, das alte Kaiserreich und überhaupt ganz Japan. Dabei hat das Mädchen weder Lust, dem amerikanischen Konsul als Geisha zu dienen – so will es die Regierung –, noch Interesse, den Fremden durch einen Dolchstoß zu beseitigen, wie es der kaisertreue Samurai Yoshida verlangt. Was tun?
Kurofune (“Schwarze Schiffe”), geschrieben von dem Max Bruchs Kompositionsschüler Kosaku Yamada (1886 -1965), gilt als die erste große Nationaloper im modernen Japan, uraufgeführt 1940 in Tokyo.Wiederaufnahme am 7. November.