Übersicht

VORSCHAU

 

ALIVE TALK. Die Sendung die Euer Leben rettet
von Carlo Galiero und Michela Lucenti. Musik: Mauro Montalbetti

Die Stadt brennt. Seit Tagen. Wochen, vielleicht Monaten. In einem verlassenen Radiostudio betreiben ein charismatischer Entertainer und seine Freunde ein außergewöhnliches Projekt, allem Unheil zum Trotz. Denn Neros Gute-Laune-Show bietet seinem Publikum das, was es in diesen chaotischen Tagen am meisten braucht: ein gutes Gefühl. Und das kann Nero wie kein anderer. Auch wenn die Beziehung zu seiner Freundin Sara platzt und ihm sein Kumpel und Kameramann schließlich davonläuft. Denn da ist sich Nero sicher: In schwierigen Zeiten braucht es Kunst, komme was wolle. Oder anders gesagt: Well, the Show must go on! Uraufführung 17. Mai 2018

 

TAKE IT OR LEAVE IT.
Zwei Preisträgerarbeiten des BERLINER OPERNPREIS 18

„Take it or leave it!“ – wie umgehen mit dem Erbe aus 400 Jahren Musiktheatergeschichte: Was kann davon übernommen werden, was eher nicht?
Das Team um Caitlin van der Maas und Tom Smith aus München thematisieren den Ariadne-Mythos – Ariadne ist Protagonistin einer der ersten Opern der Musikgeschichte. Drei Frauen sind auf einer Insel gestrandet, verlassen von ihren Männern…drei Perspektiven, Sprachen, Zeiten und musikalische Idiome vermischen und ergänzen sich und formen ein neues Lamento di Arianna.
Zsofi Gereb, Franziska vom Heede und Thierry Tidrow (Köln/Berlin) entwerfen in Prothesen der Autonomie – eine Sci-Fi Oper einen futuristisch-komödiantischen Blick auf das Jahr 2180 und auf „Reklamations- und Wartungszeiten der Gewerkschaft zur Verhinderung emotional belastender Arbeiten“. Denn zweifellos ist die gute alte Oper mit ihren leidenden Heroinen keiner modernen Sängerin zumutbar. Folglich übernimmt diese ein Roboter. Aber auch dieser hat so seine eigene Meinung und Macken…Uraufführung 23. Mai 2018

 

AFFE
Ein Trip mit den Songs von »Stadtaffe«

„Schwarz zu Blau“, das ist das Morgengrauen über Berlin in den schon legendären Textzeilen von Peter Fox über den Nachhauseweg nach einer exzessiven Partynacht durch versiffte Straßen. Für F., den Helden des Stückes, verwandelt sich das Blau des beginnenden Morgens allerdings wieder in Schwarz. Er verliert das Bewusstsein – und erwacht umgeben von Klinikweiß. „.. .. Surreale Flashbacks zwischen Realität und Fiebertraum führen ihn (und uns) in das Geschehen dieser Nacht zurück: Irgendwann verschwimmt auch für uns Zuschauer der Unterschied zwischen Traum und Realität, wir fühlen uns selbst euphorisiert wie in einer durchzechten Nacht. ..Wirksam baut Regisseur und Co-Autor Gerhardt eine eigenständige Geschichte um die großartigen Songs…Kongenial.“ (zitty).“…Tierisch gut!“ (Der Tagesspiegel). Wiederaufnahme ab 9. Juni 2018

 

ORPHEUS OPTIMAL
Eine Stückentwicklung des Jungen Ensembles der Neuköllner Oper
Text: Felix Krakau; Komposition: Yuval Halpern; Spielleitung: Björn de Wildt

Orpheus und Eurydike im besten Gewand, im schönsten Licht, herausgeputzt & zurechtgemacht: ORPHEUS OPTIMAL steht premierenbereit. Dann aber läuft alles aus dem Ruder – Darsteller springen ab, unser Orpheus singt schlecht und steht auch noch im falschen Bühnenbild. Wie sehr kann man scheitern, und warum klappt das alles nie? Mutti reicht die Scheidung ein, wir vermissen Thomas, haben Herzschmerz, gehen auf Krücken und auch die letzte Klausur schreibt sich nicht von allein. Ein Abend über große Niederlagen und kleine, Rückschläge und den Umgang mit der Trauer – wir folgen Orpheus ins Totenreich und retten, was zu retten ist. Uraufführung 14. Juni 2018

 

WOLFSKINDER
Musiktheater für Erwachsene nach Humperdincks Hänsel und Gretel

„Triumph an der Neuköllner Oper“ titelte der Tagesspiegel über Ulrike Schwabs Inszenierung von Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel. Umso mehr freuen wir uns, nun weitere Termine anbieten zu können mit den sieben singenden, schauspielenden und musizierenden Darstellerinnen. Für alle, die also die ausverkaufte erste Spielserie nicht sehen konnten, gibt es die Möglichkeit, ab 2. Mai Karten online zu kaufen. Für den Tagesspiegel ist klar: „Es gibt nur ein Wort, das für diesen Abend angemessen ist: Hingehen!“ Wiederaufnahme ab 30. August 2018, weitere Termine hier ; Vorverkaufsstart: 1. Juni 2018,

 

DIE WEISE VON LIEBE UND TOD.
Viktor Ullmanns „Cornet Rilke“, neu gefasst von Malte Giesen und Fabian Gerhardt

Vermutlich kein anderer Text hat einer ganzen Generation junger Menschen den Wahnsinn von Krieg, Sterben und Heldentod so verklärt wie „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“, geschrieben 1899 von Rainer Maria Rilke in Berlin Schmargendorf – im Ersten Weltkrieg fand er sich wohl im Tornister eines jeden Soldaten. Viktor Ullmann, durch die Nazis zum Juden erklärt und deportiert, komponiert dazu in Theresienstadt 1944 ein Melodram, bevor er in Auschwitz ermordet wird. Unser Projekt präsentiert erstmals den gesamten Text von Ullmann, also auch jene unvertonten Passagen, nun in neuer Komposition von Malte Giesen. Das Original spiegelt sich in einem zeitgenössischen musikalischen und visuellen Raum, in einer Zeit, in der Todesbegeisterung eine quälend-irrsinnige Renaissance erfährt. Uraufführung 13.9.2018

 

STELLA.
Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm
von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)

Stella Goldschlag war die wohl berühmteste »Greiferin« – Berliner Juden, die für die Gestapo gearbeitet haben bzw. arbeiten mussten. Das Wagnis des Autorenduos Lund/Böhmer, darüber ein Musical zu schreiben, wurde mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 in sechs Kategorien ausgezeichnet und von der Presse als »virtuos, pointiert, gekonnt und heutig« gelobt.
Wiederaufnahme ab 4. Oktober 2018

 

DER DIKTATOR
Tragische Oper in 1 Akt von Ernst Krenek (1926)
Jahre vor dem Aufmarsch der Nazis in Deutschland schreibt Ernst Krenek eine Fantasie über einen Diktator, dem niemand wirklich gewachsen scheint. 92 Jahre später fragt die junge Regisseurin Arianne Kareev in ihrer Diplomprüfungsarbeit für die HfS Ernst Busch nach der Manipulationskraft von Macht, ihren Mechanismen und Wirkungsstrategien damals und heute und stellt erstmals eine Kammerfassung des Werks samt neu komponierter Zwischenspiele von Jörg Gollasch vor. Premiere 7. November 2018

 

WELCOME TO HELL
ein Musical von Peter Michael von der Nahmer und Peter Lund

Die Welt zu Gast in Hamburg. Könnte so schön sein – wenn’s nicht ausgerechnet der G20- Gipfel wäre. Zwölf Menschen und eine Woche Straßenkampf: Von der Supermarktkassiererin bis zum Polit-Referenten auf Abwegen, von der  Demonstrantin mit dem zu großen Herzen bis zum traumatisierten Kontaktbereichsbeamten kriegen alle ihr Fett weg und mehr als nur ein paar Schaufensterscheiben sind am Ende zu Bruch gegangen…Wiederaufnahme ab 22. November 2018

RÜCKBLICK

 

WELCOME TO HELL
ein Musical von Peter Michael von der Nahmer und Peter Lund

Die Welt zu Gast in Hamburg. Könnte so schön sein – wenn’s nicht ausgerechnet der G20- Gipfel wäre. Zwölf Menschen und eine Woche Straßenkampf: Von der Supermarktkassiererin bis zum Polit-Referenten auf Abwegen, von der Demonstrantin mit dem zu großen Herzen bis zum traumatisierten Kontaktbereichsbeamten kriegen alle ihr Fett weg und mehr als nur ein paar Schaufensterscheiben sind am Ende zu Bruch gegangen. Die neueste Koproduktion des Studiengangs Musical mit der Neuköllner Oper hat sich diesmal direkt bei den Nachrichten bedient. Und bei dem, was in den Nachrichten nicht gesagt wird. Uraufführung 15. März 2018

 

OCAÑA, KÖNIGIN DER RAMBLAS
Eine Hommage von Marc Rosich und Marc Sambola

Er stand für ein modernes, tolerantes Spanien: Ocaña, legendärer Künstler und gefeierte Dragqueen auf den Ramblas von Barcelona. Ein katalanisches Team um Marc Rosich spürt seinem Leben und Liedern nach und damit auch dem Wandel Spaniens/Kataloniens in diesen Tagen. Uraufführung 15. Februar 2018

 

WOLFSKINDER
Musiktheater für Erwachsene nach Humperdincks Hänsel und Gretel

Sie wissen den Weg nicht mehr. Die Eltern sind fort und ihr Zuhause liegt in Trümmern. Heimat existiert nur noch in der Erinnerung. Geblieben sind Märchen und Lieder, die das Vergangene aufleben lassen und ein Gefühl von Geborgenheit am Leben erhalten. Sie kamen an ein Häuschen, von Pfefferkuchen fein. Für einen Moment sind Angst und Hoffnungslosigkeit vergessen – und dass das kleine Haus gar nicht ihres ist. Es war so finster und auch so bitter kalt. Der Musiktheaterabend Wolfskinder verknüpft Humperdincks Oper Hänsel und Gretel mit der Geschichte von heimat- und elternlos gewordenen Kindern, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den Wäldern Ostpreußens und Litauens umherirren – auf der Flucht vor Hunger, auf der Suche nach Identität – und erst nach Jahrzehnten ein neues Zuhause finden. Erstaufführung 25. Januar 2018

 

La BETTLEROPERa
Ein Großstadtcomic nach John Gay ’s »The Beggar’s Opera«
Musik, Lyrics: Moritz Eggert.
Von Balletto Civile (I), Neuköllner Oper und Freiraum Syndikat

Gays Masterpiece des ironisch-zeitkritischen Musiktheaters schlüpf in neue Kleider, Töne und Sprachen. Zehn deutsche und italienische Darsteller-Tänzer-Sänger und die Musiker des Freiraum Syndikats treffen in einer so körperlich-dynamischen wie emotional-poetischen Neufassung aufeinander. Sie erzählen, singen und vor allem „bewegen“ ihre Sicht auf die alte, nein zeitlose Geschichte von Oben und Unten, Liebe und Verrat, Geld und Trieb.
Eine neue Zusammenarbeit von Neuköllner Oper Berlin mit der international gefeierten, Grenzen- und Genres übergreifende TanzTheater-Kompagnie Balletto Civile und dem Komponisten Moritz Eggert („Bordellballade“). Uraufführung 19. Oktober 2017

 

FUCK THE FACTS
Musiktheater von Anna Catherin Loll, Georg Friedrich Händel, Mario Simon, Bijan Azadian, Yuko Matsuyama und Christian Römer

Willkommen im Zeitalter der Selbstermächtigung. Einfach den Rechner anschalten und twittern, posten und trollen was das Zeug hält. Self-entitlement worldwide, das galt für die Virtual Spaceriders des Artischocken-Kultes schon immer. Motto: Make Internet great again! Aber was passiert, wenn die Artischocken sich gegenseitig an die Gurgel gehen? Um einen Wald in ein Häuflein Asche zu verwandeln braucht es nur eine Zigarette. Um das Internet brennen zu lassen braucht es nur einen tweet. Ob Fake, ob Fakt oder Fiktion? Egal, ICH habe gesprochen. ICH brauche keine Gegenrede, ICH bin schon Demokrat. Fuck the facts, you`re not my Dad! Unsere fiktive Geschichte spielt (auch) mitten in Berlin.

Informiert durch einen wahren Fall zwischen messianischer Heilserwartung und tribal justice im Global Village. Wir fragen: Wer spricht eigentlich da draußen im privatisierten Internet-Gericht? Wer sind die selbsternannten Cyber-Sheriffs? Und warum haben sie uns ein großes Holzpferd mitgebracht? Uraufführung 13. September 2017.

 

STELLA.
Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)

Stella Goldschlag war die wohl berühmteste »Greiferin« – Berliner Juden, die für die Gestapo gearbeitet haben bzw. arbeiten mussten. Das Wagnis des Autorenduos Lund/Böhmer, darüber ein Musical zu schreiben, wurde mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 in sechs Kategorien ausgezeichnet und von der Presse als »virtuos, pointiert, gekonnt und heutig« gelobt.
Wiederaufnahme 31. August 2017.

 

GRIMM! Die wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf
von Peter Lund und Thomas Zaufke

Drei berühmte und viele weniger bekannte Märchen standen Pate bei dieser neuen Fabel, die die ewige Geschichte von guten und bösen Völkern für heute neu interpretiert. Denn mal ehrlich: Wer ist heute eigentlich der Böse? Oder umgekehrt: Wer ist es nicht? Das Erfolgsmusical von Peter Lund und Thomas Zaufke (2fach prämiert beim Deutschen Musical Theater Preis 2015) ist wieder zu sehen innerhalb des SOFA: Sommerfestival im Admiralspalast. Wiederaufnahme 14. Juli 2017.

 

DER SCHUSS 2.6.1967
Musiktheater von Arash Safaian (Musik) und Bernhard Glocksin (Text) Neuköllner Oper Berlin und Ensemble Adapter
Inszenierung und Textbearbeitung: Fabian Gerhardt

2. Juni 1967. Anti-Schah-Demo vor der Deutschen Oper Berlin. Die Stadt ist in Aufruhr. Ein Paar im Tumult. Er trägt ein Transparent, sie ein Kind im Bauch. Er will noch – „nur kurz“ – nach den Anderen schauen, sie geht nach Hause, in Sicherheit. Und wartet eine Nacht lang auf ihren Mann. In dieser endlosen ungewissen Nacht wird ihr Kopf zur Bühne einer ganzen Epoche, Stars wie Unbekannte der Kämpfe treten wie Geister aus dem Limbus der Zeit und werfen ein surreales Licht auf ihr kommendes Schicksal und die Zukunft eines ganzen Landes.
Der Schuss, der Benno Ohnesorg in dieser Nacht tötet, verändert alles. Dieser Schuss ging durch tausende Köpfe.
Wo stehen wir heute? Musste Benno Ohnesorg sterben, damit sich ein erstarrtes Land erneuern konnte? Uraufführung 2. Juni 2017

 

KOPFKINO
Ein musikalisches Filmprojekt. Oder ein filmisches Musical. Von Peter Lund und Thomas Zaufke

Lennard ist 18 und kann sich nicht entscheiden. Aber zumindest eine Sache hat er geschafft: Er ist in eine WG gezogen, zusammen mit dem tiefenentspannten Ben und der durchgeknallten Fine. Dabei hat Lennard schon Mitbewohner genug. Zumindest im Oberstübchen.
Den Heteromacker Boris und seine weibliche Seite Helena, die vernünftige Sophia mit Lennards innerem Kind Theo, die saucoole Tess und natürlich sein gesammeltes Angstpotential Jürgen. Und alle sagen Lennard ungefragt ihre Meinung. Kein Wunder, dass Lennard so viel Zeit braucht, sich zu entscheiden. Vor allem aber wenn es darum geht, wem Lennard sein Herz schenken könnte, läuft das Kopfkino zu ganz großer Form auf. Und weder Fine noch Ben konnten ahnen, wen sie sich da in die WG geholt haben. Und vor allem, wie viele! Uraufführung 13. April, Wiederaufnahme 29. November 2017

 

HAPPINESS UNLIMITED.
Ein inklusives Ritual mit dem Project Wildeman

Kurz nach Walpurgisnacht eröffnen wir einen Kult-Raum für Lebenshungrige und Erfahrungsoffene, in dem jeder einzelne für sich entscheiden kann, wie aktiv oder reaktiv, zentral oder am Rand er sein möchte. Mit dem Project Wildeman hatten wir ein Expertenteam aus Amsterdam eingeladen: vier junge Musiktheatermacher, bekannt für ihre energievollen, physisch anspruchsvollen musikalischen Darbietungen. Sie verbinden elektronische Musik mit afrikanischer Perkussion, Lyrik mit Wortgefechten, wilde Ritualtänze mit statischen Soundscapes, Rhythmus, Trance und körperliche Aufzehrung. Uraufführung 3. Mai 2017.

 

RETTE UNS, OKICHI!
Die japanische Nationaloper „Kurofune“ (Schwarze Schiffe) von Kosaku Yamada in einer Bearbeitung der Neuköllner Oper

Okichi soll sie alle retten: die moderne Regierung, das alte Kaiserreich und überhaupt ganz Japan. Dabei hat das Mädchen weder Lust, dem amerikanischen Konsul als Geisha zu dienen – so will es die Regierung –, noch Interesse, den Fremden durch einen Dolchstoß zu beseitigen, wie es der kaisertreue Samurai Yoshida verlangt. Was tun?
Kurofune (“Schwarze Schiffe”), geschrieben von dem Max Bruchs Kompositionsschüler Kosaku Yamada (1886 -1965), gilt als die erste große Nationaloper im modernen Japan, uraufgeführt 1940 in Tokyo. Erstaufführung 18. Februar, Wiederaufnahme 7. November 2017

 

Die Fledermaus
Nach Johann Strauss in einer Fassung von Julia Lwowski, Yassu Yabara und Tobias Schwencke.

Eisenstein muss ins Gefängnis, will sich aber vorher ohne seine Frau Rosalinde auf der Orgie des Prinz Orlofsky austoben. Als Rosalindes Liebhaber an Stelle Eisensteins verhaftet wird, folgt auch sie der Einladung des Familienfreundes und S/M-Künstlers Falke zu Orlofsky. Sogar die Kammerzofe Adele darf unter einem schlechten Vorwand zu dem Fest, bei dem alle alles erfahren werden. Das macht aber nicht viel, denn der Champagner war sowieso an allem Schuld und das Gefängnis ist ein fideles. Strauss‘ lustige Fledermaus ist ein schillernder Reigen an überholten Konventionen, geschmacklosen Lügen und unseren Versuchen, sie zu umgehen. Jeder betrügt jeden und das Geheimnis der Erotik wird konsequent durch häusliche Gewalt und patriarchalen Sadismus zerstört.]Auch das wundersame Happy End kann über die vielen verzweifelten Lustmaschinen dieser Operette nicht hinwegtäuschen. Die pornografische Lust kennt keine Erschöpfung, kein Ende. Wir auch nicht. Nach eindrücklichen Inszenierungen von Schwindel, Macbeth und Elektra widmet sich die Regisseurin Julia Lwowski mit ihrer internationalen Randgruppe und dem Trio Laccasax nun dem Klassiker der Schönen Lüste – Eintritt garantiert ab 18. Erstaufführung 26. Januar 2017.