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Der plötzliche Tod seiner Mutter bringt Cihan in eine unerwartete
Situation. Der junge Mann ist gerade dabei, sich mit Kollegen eine
Karriere in einem internationalen Netzwerk aufzubauen – nun muss
er zurück zu seiner Familie nach Berlin. Die Wiederbegegnung mit
seiner Familie konfrontiert ihn mit seiner Vergangenheit - und einer
Musik, die er bisher nicht kannte – den türkischen Tango. Den hatte
schon seine Großmutter unter Atatürk getanzt, und es hieß, seine
bedeutendste Sängerin sei Geliebte des Staatsgründers, der Tango
selbst Symbol einer neuen, offensiv westlich orientierten Lebensweise
gewesen. Tango hatten auch seine Eltern getanzt - allerdings in
den 80ern, in einer anderen Zeit unter den schwierigen Bedingungen
nach dem Staatsstreich.
Doch Cihan will das alles nicht wissen,
was geht ihn die Türkei von damals (und heute) an, der Putsch 1980,
die Repressionen und der Widerstand, das Leben als „Gastarbeiter“
in Deutschland - er will so rasch als möglich weg, fort von den
Familiengeschichten, den großen Emotionen, Gesten und der Nostalgie
des Tangos. Er will zurück zu seiner Gegenwart, seinen Freunden
und Projekten. Doch mit dem Auftauchen von Vera, einer deutschen
Bekannten seines Vaters, nimmt alles eine neue Wendung.
"TangoTürk" ist das vierte Projekt eines deutsch-türkischen Musiktheaters
an der Neuköllner Oper - und eine Geschichte über Lebenserfahrungen
jenseits der Nationalitäten.
Mit:Sanam Afrashteh, Kerem Can, Mehmet Kaya, Vedat Kaygan, Renée
Kloninger, Mustafa Tanoku, Sesede Terziyan, Begüm Tüzemen, Beren
Tuna, Mehmet Urbas, Yusuf Ziya
Spieltermine: 7., 9./10., 14.-17., 21.-24., 27./28., 31. Oktober sowie
5.-7. November 2010, 20 Uhr
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Königreich
der Niederlande
Karten von 9-24 Euro, auch unter Tel. 030-6889 0777 oder tickets@neukoellneroper.de
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