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Fleisch auf Distanz

Nein, es geht hier nicht um die Corona-Skandale in deutschen Schlachthöfen. Sondern um unser FLEISCH. Und doch geht es tatsächlich auch um das hohe C – C wie Corona – wie könnte es in diesen Tagen auch anders sein?
Hinter DIE FLEISCH verbirgt sich die szenische Fantasie zur Oper „Ayamé“ des japanischen Komponisten K. Yamada, die wir im Februar 2019 im Studio uraufgeführt haben. Die „Vier Rituale“ nach einer Idee und mit Videos von Vincent Stefan entfachten eine starke Sogwirkung.

Es gab so viel begeistertes Publikum, dass wir die Inszenierung noch einmal zeigen wollen. Nur – wie, in Pandemie-Zeiten?

Die neuen Rituale des social distancing, die sich seit einigen Wochen in unseren Alltag eingebürgert haben stehen in eigentümlicher Weise mit der Inszenierung in Beziehung:
Der ritualhafte Umgang und die Frage, welche Rolle und welcher Wert der menschliche Körper und seine Inszenierungen spielen – diese Momente prägen die Inszenierung des Regisseurs Fabian Gerhardt und das Spiel der Sänger*innen Yuri Mizobuchi, Daniel Arnaldos und Martin Gerke.

Neu und ebenso eigentümlich wird aber ihre Corona-Adaption. Denn wir erfahren erst in den kommenden Tagen, wie genau die behördlichen Auflagen für das Spielen der Vorstellung und Ihren Besuch bei uns sein werden. Sicher ist: Wir verlegen die Studio-Produktion in unseren großen Saal, sodass es mehr Fläche, Raumvolumen und Belüftungsmöglichkeiten geben wird.

Aber wie wird das Singen schlussendlich sein? Mit einem Schleier vor dem Gesicht, um den Flug der Aerosole abzubremsen und zu Boden zu zwingen? Werden wir die Bühne, die ohnehin bereits ein mit Tüll-Schleier vom Zuschauerraum abgeschlossener Kunstraum ist, noch mit weiteren Sicherheitsfolien versehen (müssen)?

Eine Erfindung der Bühnenbildnerin Sabrina Rossetto für DIE FLEISCH entstand lange vor Corona und wirkt nun so visionär wie passend: der Ice-Cube, in dem die schöne, zur Geisha verdammte Ayame alias Yuri M. ihren großen Auftritt hat – den könnte man Corona-tauglicher kaum machen. (Und vielleicht patentieren lassen, für die vielen anderen Theater dieser Bühnenrepublik?)

Sie können also gespannt sein, zu welchen Lösungen wir kommen werden. Die Premiere ist zum Spielzeitauftakt 20/21 der Neuköllner Oper am 01. August 2020 geplant.


Ein Beitrag von Bernhard Glocksin (Künstlerischer Leiter)

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