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Berliner Opernpreisträgerin auf Fedora-Shortlist

Erinnern Sie sich noch an die elektro-akustische Satire vom EU-Ritter auf Odysse durch die Schaltzentralen der EU? Go, ÆNEAS, go! vom Spin Off Collective gewann 2014 den Berliner Opernpreis. Die Komponistin Raquel García-Tomás war damals Teil des ausgezeichneten Kollektivs, inzwischen werden ihre Werke in Opernhäusern, Konzertsälen und Theatern von Luxemburg bis Argentinien aufgeführt.

Nun ist die vielseitige Komponistin und Videokünstlerin mit ihrer Auftragskomposition Alexina B. auf der Shortlist des europäischen Fedora-Preises, und freut sich über Ihre Unterstützung: Hier können Sie für ihr Stück abstimmen, das voraussichtlich 2022/23 im Gran Teatre del Liceu/Barcelona uraufgeführt wird. Wir drücken die Daumen!

Alles über den kommenden Berliner Opernpreis finden Sie hier.

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Der Mond im Auge (der Betrachter*innen)

Mit der Reihe MOON MUSIC ist gemeinsam mit dem STEGREIF.orchester und dem Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin ein dreiteiliges Musik-Theater-Film-Experiment gestartet, das im ersten Teil 200 Menschen berührte, obwohl jede*r sich an ganz unterschiedlichen Orten befand. In unserer musikalischen Metamorphose geht es um das fantastische Ziel, in Zeiten von Kälte, Unsicherheiten und Abstand einen alten König zu retten …

(oder vielleicht auch nicht), den Frühling wieder zu finden und schließlich einen Neubeginn zu wagen. Doch bevor dieser „Neustart“ im März dann im dritten Teil stattfinden kann, müssen – wie im echten Leben – erst einmal die Vorbereitungen getroffen werden:

MOON MUSIC 1 – Abschied: Die Menschen hinter den Computerbildschirmen ließen ihre Sorgen und Nöte los und übergaben sie an uns. Im zweiten Teil werden wir sie nun ent-sorgen…

MOON MUSIC 2 – Transformation: Während in den Zeiten der C. das bisherige Theatermachen nahezu unmöglich ist, lässt es uns doch nicht los. In den aktuellen Zeiten gelten in allen Lebensbereichen neue Regeln und so ist es an der Zeit, auch die Regeln für das Schaffen von Musiktheater neu zu denken. Derzeit arbeiten wir an einem neuen Musiktheater-Konzert-Interaktions-Hybrid. Und wir freuen uns, Anfang Februar zwei Tage in den Straßen von Neukölln ein paar verrückte Szenen mit unserer „STEGREIF.band“ zu drehen.

Das vierköpfige Ensemble (bestehend aus Sängerin Marine Madelin den STEGREIF-Musikern Konstantin Döben (Trompete), Bertram Burkert (Gitarre), Antonio Rivero (Schlagwerk))  hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lasten der ersten Gruppe auf den Berg zu tragen und sie dem heiligen Ort zwischen Tod und Leben an der Hermannstraße zu überantworten.

Denn das wiederum interaktive digitale Konzert wird dann am 10. und 12. Februar in der Kiezkapelle auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof bei den Prinzessinnengärten stattfinden.

Und wieder werden wir Fragen an das Publikum stellen – diesmal zur Transformation, denn nur gemeinsam können wir diese Reise bestreiten. Und nur wenn jede*r einzelne – egal ob Musiker*in oder Zuschauer*in – bereit ist zu Veränderung, kann auch ein größerer Wandel gesellschaftlich, ökologisch, politisch erreicht werden.

MOON MUSIC 3 – Neubeginn: Im März proben wir dann einen Wandel mit dem Frühling und für eine neue Zeit.

 


Ein Beitrag von Änne-Marthe Kühn (Dramaturgie)

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Neues Jahr, neues Glück

Zwar lässt die Pandemie aus guten Gründen keine Theatervorstellungen zu, dennoch wollen wir die Zeit gut nutzen, um mit Ihnen auf andere Weise zusammenkommen bzw. in Verbindung bleiben zu können: Wir arbeiten an der Umformung unserer Produktionen in teils digitale, teils hoffentlich überraschende Live-Formate. Näheres dazu in Kürze!

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Weihnachts-Jam am 18.12.

Zum Abschluss der Reihe Beethoven Backstage wollten sich Mitglieder des Casts von Der Mann der sich Beethoven nannte letztmalig in diesem Jahr für eine Live-Session treffen: Mit den Trickster Orchestra-Gründer*innen Ketan Bhatti & Cymin Samawatie, die gemeinsam mit dem Pianisten Niko Meinhold die Musik unseres Beethoven-Stücks komponierten, und dem Sheng-Virtuosen Wu Wei.
Ganz im Sinne des „Mannes der sich Beethoven nannte“ und seinem Credo für eine gerechtere Gesellschaft, wollten wir dazu einladen, über den Tellerrand mit der Weihnachtsgans hinaus zu schauen…

… und an eine Initiative der eigenen Wahl zu spenden: Zum Beispiel für mehr Umwelt- und Tierschutz, den Klimaschutz, für Menschlichkeit an Europas Außengrenzen oder für die unverzichtbare Arbeit der Berliner Stadtmission.

Durch die aktuelle Pandemielage kann dieser Event nicht stattfinden. Gleichwohl gibt es die Möglichkeit, den Komponisten Ketan Bhatti am 18.12. per zoom hier zu treffen. Der Blick über den Tellerrand scheint uns allerdings dennoch wichtig: Wir wünschen Ihnen in diesem Sinn ein gesundes und solidarisches Weihnachten!


Foto: © Silke Weinsheimer

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Spielpause bis voraussichtlich Januar 2021..

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Verordnung bleibt unser Haus zunächst bis 22. Dezember 2020 geschlossen. Die Politik geht jedoch davon aus, dass mit einer Rückkehr zum Spielbetrieb frühestens im nächsten Jahr zu rechnen ist. Daher bleibt unser Haus voraussichtlich bis Ende Januar geschlossen und wir hoffen, Sie im Februar zur Wiederaufnahme von IST DIE WELT AUCH NOCH SO SCHÖN wieder persönlich in unserem Haus begrüßen zu können. Bis dahin sind wir digital für Sie da:

Mit BEETHOVEN BACKSTAGE laden wir Sie ab dem 3. Dezember zu digitalen Begegnung mit den Ensemblemitgliedern der Produktion DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE ein. Im neuen Jahr starten wir dann gemeinsam mit dem STEGREIF.orchester in die neue Veranstaltungsreihe MOON MUSIC, die voraussichtlich teils online, und im Frühjahr hoffentlich auch analog stattfinden wird.

Selbstverständlich können gekaufte Karten für DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE erstattet bzw. nach Möglichkeit umgetauscht werden. Schicken Sie dazu an eine Mail an tickets@neukoellneroper.de.

Da wir uns als Freies Theater wesentlich durch die Ticketeinnahmen finanzieren, würden wir uns sehr über Ihre Solidarität freuen: Sie können uns und die mit uns arbeitenden freischaffenden Künstler*innen mit einer Spende, dem Verzicht auf die Rückerstattung Ihrer Karten für die entfallenen Vorstellungen oder dem Kauf eines Gutscheins unterstützen – einlösbar für sämtliche kommende Aufführungen nach der Spielpause.

Spendenkonto:
Neuköllner Oper
Postbank Berlin
IBAN: DE13 1001 0010 0396 8731 02

BLEIBEN SIE GESUND.
Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

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SAVE THE LAST KIEZ im Zauberkönig

Juckpulver leer? Pupskissen kaputt? Und überhaupt schon lange niemanden mehr verzaubert? Höchste Zeit für einen Besuch im Zauberkönig! Wir waren gemeinsam mit Maya Alban-Zapata, Cymin Samawatie, Milian Vogel und Wu Wei (Trickster Orchestra/DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE) kurz vor dem November Lockdown vor Ort und haben mit den Betreiberinnen gesprochen – über Corona, Bretterbuden und geplatzte Zaubertheaterträume.

mit: Maya Alban-Zapata, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei
im Interview: Karen German und Kirsi Hinze (Inhaberinnen Zauberkönig)

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Alle Infos zum Projekt SAVE THE LAST KIEZ – Neuköllner Originale finden Sie hier.

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Text der Bühnenfassung von Opera for Sale veröffentlicht

Opera for Sale konnte nur ein einziges Mal aufgeführt werden – am Tag nach der Uraufführung im März 2020 kam der Lockdown. Die Immobiliensatire konnte also bei weitem nicht so viele Theaterbesucher*innen erreichen, wie es die ursprünglich geplanten, und zum Zeitpunkt der Uraufführung bereits ausverkauften Vorstellungen, ermöglicht hätten.


Dank der Förderung des Autors Felix Krakau durch das Programm „100 neue Stücke für ein großes Publikum“ (Deutscher Literaturfonds) konnten wir den gesamten Text der Bühnenfassung an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht’s zur PDF.

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AUF DEN SPUREN DES ALEXANDER VON HUMBOLDT

Was erwartet uns da? In den Wunderkammern des 16./17. Jahrhunderts sammelten Fürsten, Adlige und reiche Bürger die eigenartigsten Fundstücke aus aller Welt, Kuriositäten aus Natur, Kunst und Wissenschaften. Je weiter die Europäer die übrige Welt erforschten und meist brutal unterwarfen, umso größer war die Vielfalt und Faszination an den Dingen, die nun aus Übersee kamen – die sogenannten Exotica.

Die Forschungsreisen des Alexander von Humboldt stehen hierzu in einem interessanten Zusammenhang: Als er seine große Süd- und Mittelamerika-Expedition 1799 antrat – ein deutscher Protestant, mit Erlaubnis des katholischen Königs von Spanien – waren die Wunderkammern in Auflösung, ein neuer Geist eines anderen wissenschaftlichen Blicks hatte das Konzept des Sammelns und Staunens abgelöst. Und doch hätte Vieles, was Humboldt erforschte und nach Europa mitbrachte, einen hervorragenden Platz in den Kabinetten der Wunderkammern gefunden: Ihrem Geist, der alles als Werk Gottes verstand und verband, immer im Respekt vor dem Anderen, auch dem Unförmig-Missgebildeten, neu beseelt mit dem besonderen Blick Humboldts.

Denn Humboldt nähert sich der neuen, für ihn fremden Welt mit der Neugier des Kindes und der des Gelehrten, mit offenem, vorurteilslosem Interesse und Empathie. Ist das nicht eine Einladung an uns selbst im Alltag: allem mit einer fragenden, zugewandten Sympathie zu begegnen und entsprechend zu handeln? Einem Wohlwollen, das nie unkritisch ist gegenüber Ungerechtigkeit und Missständen?

Die alten Wunderkammern waren aber auch Orte des Forschens –  mit diesem Ansatz und dem Blick Humboldts machen wir unsere WUNDERKAMMER II zu einem Ort des Experiments am eigenen Leib – Alexander von Humboldt hat dies übrigens auch getan, mit unerschütterlicher Konsequenz. Wir erforschen uns selbst im Widerhall, in der Resonanz auf die Welt. Normalerweise agieren und reagieren wir mit ihr über die nach außen gerichteten Sinne. Nun machen wir das Experiment mit der Blick-Umkehr: Was „erzählen“ uns unsere Sinne (als Antennen zur Welt) „drinnen in uns selbst“, in Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen, Ahnungen?

„Forschungsobjekt“ ist die Welt am Beispiel Mexikos – um 1800 und natürlich heute. Wir nehmen die Reiseroute Humboldts als Landkarte und unsere inneren Sinne als Kompass. Humboldt hatte Tausende von Daten und Funden aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus Geologie, Klima, über die Menschen und ihre Kulturen mitgebracht. Nur eines nicht: Musik und Gerüche.

Und das holen wir jetzt nach. Die Begegnung mit der Welt findet in uns als Reise der Klänge und Gerüche aus Mexiko statt. Am Ende werden wir etwas entdeckt haben für und mit uns. Und wir erfahren dann auch mehr über das Hören und Riechen als uralte, grundlegende Sinne und Tore, durch die Menschen sich in der Welt bewegen. Reiseleiterinnen sind die Komponistin und Sängerin Diana Syrse, die Sopranistin Ana Schwedhelm und die Wissenschaftlerin und Performerin Anna D’Errico.

Die Wunderkammer II findet in der Kiezkapelle am Neuen St. Jacobi Friedhof Neukölln am 23. Und 24.Oktober 2020 statt. Mit (leider!) begrenzter Teilnehmerzahl.

Weitere Informationen zur Wunderkammer-Reihe und den kommenden Veranstaltungen finden Sie hier.

Konzeption, Moderation und Ausstattung: Bernhard Glocksin, Sabrina Rossetto

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Save the Last Kiez: Mit IRON CURTAIN MAN in der Biografischen Bibliothek

Verlässt man die Neuköllner Oper Richtung Rixdorf, ist ihr Laden schwer zu verfehlen: Seit 15 Jahren betreibt Katinka Krause die Biografische Bibliothek in der Richardstraße 104. Welche Herausforderungen sie neben der Corona-Krise mit ihrem „One Woman Geschäft“ noch meistert, das und mehr erfahren Sie in der zweiten Folge von #savethelastkiez, inklusive IRON CURTAIN MAN-Snippet mit Frédéric Brossier.

Dank der Unterstützung durch die Aktion! Karl-Marx-Straße sind wir auch in den nächsten Wochen im Kiez unterwegs und schauen – mit Musiktheaterauszügen – bei drei weiteren Nachbar*innen vorbei. Mehr dazu folgt in Kürze!

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Neue Erlebnisreihe: WUNDERKAMMER startet am Samstag, 19. September 2020!

Welche Erfahrungsräume können Musik und Narration noch öffnen, über die gegenwärtigen Theaterformen hinaus? Könnten die Spiegelkabinette der historischen Wunderkammern einen produktiven, sinnlichen Echoraum schaffen, der andere Perspektiven auf eine komplexe Welt ermöglicht?

Die Wunderkammern um 1600 – Vorformen heutiger Museen – stellten ihre oft bizarren Exponate aus Kunst, Handwerk, Natur und Wissenschaft in einen ganzheitlichen „Weltzusammenhang“, der uns heute oft fehlt. Davon inspiriert, bietet die Neuköllner Oper ein neues Veranstaltungsformat, das ein neugieriges Publikum mit Expert*innen aus Musik, Wissenschaft und Kunst zusammenbringt. Mit der Musik als zentrale Vermittlerin werden Fundstücke, Erzählungen und Experimente in einem anderen Licht zusammenfügt.

Die Grundsteinlegung erfolgt dieses Wochenende:

WUNDERKAMMER I – Klang und Weltbild
DIE LUFT ZWISCHEN DEN SAITEN. Eine Reise mit der Barockharfenistin Luise Enzian zu den Ursprüngen der Musikgeschichte und in den Echoraum der Renaissance, mit Erkenntnissen über die Welt, die zentrale Rolle der Musik, kleinen Experimenten und Klangbildern von Lena Wenta.
19./20. September 2020 in der Neuköllner Oper.

WUNDERKAMMER II – Imagination und Geruch
DIE TRÄUME DES ALEXANDER VON HUMBOLDT. Eine Klang- und Geruchsreise nach Mexiko.
Die Komponistin Diana Syrse, die Sopranistin Ana Schwedhelm und die Neurowissenschaftlerin Anna D’Errico (Goethe-Universität & Max Planck Institut Frankfurt) führen in eine Expedition der inneren Sinne.
23. und 24. Oktober 2020 in der Kiez-Kapelle des Prinzessinnengarten Kollektivs Neukölln.

WUNDERKAMMER III – Musik und Kosmos
THE UNANSWERED QUESTION. Musik, Kosmologie und die großen Fragen.
Mit Charles Ives‘ Komposition The Unanswered Question, dem Musikerduo Wild Strings und der Astrophysikerin Sibylle Anderl zu den bewegenden Fragen in Musik, Kosmologie, Quantenphysik und Philosophie.
18. Februar im Zeiss-Großplanetarium.

WUNDERKAMMER IV – Licht, Farbe und Musik
Mit Musik von Skrijabin, dem Regisseur und Videodesigner Vincent Stefan, dem Pianisten Markus Syperek und einer Wissenschaftlerin auf Spurensuche zu elektromagnetischer Strahlung, Licht, Gedanken und natürlich Musik.
25. März 2021, Ort wird später bekanntgegeben.

Weitere WUNDERKAMMERN sind in Vorbereitung:
ab Sommer 2021: Von Wesen der Pilze und dem verwobenen Leben, zu Wasser und Wissen, Tiere in uns, Barockautomaten und Künstliche Intelligenz u.a.

Konzept: Bernhard Glocksin
Ausstattung: Sabrina Rossetto

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