Aktuelles

SAVE THE LAST KIEZ im Zauberkönig

Juckpulver leer? Pupskissen kaputt? Und überhaupt schon lange niemanden mehr verzaubert? Höchste Zeit für einen Besuch im Zauberkönig! Wir waren gemeinsam mit Maya Alban-Zapata, Cymin Samawatie, Milian Vogel und Wu Wei (Trickster Orchestra/DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE) kurz vor dem November Lockdown vor Ort und haben mit den Betreiberinnen gesprochen – über Corona, Bretterbuden und geplatzte Zaubertheaterträume.

mit: Maya Alban-Zapata, Cymin Samawatie, Milian Vogel, Wu Wei
im Interview: Karen German und Kirsi Hinze (Inhaberinnen Zauberkönig)

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Alle Infos zum Projekt SAVE THE LAST KIEZ – Neuköllner Originale finden Sie hier.

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Text der Bühnenfassung von Opera for Sale veröffentlicht

Opera for Sale konnte nur ein einziges Mal aufgeführt werden – am Tag nach der Uraufführung im März 2020 kam der Lockdown. Die Immobiliensatire konnte also bei weitem nicht so viele Theaterbesucher*innen erreichen, wie es die ursprünglich geplanten, und zum Zeitpunkt der Uraufführung bereits ausverkauften Vorstellungen, ermöglicht hätten.


Dank der Förderung des Autors Felix Krakau durch das Programm „100 neue Stücke für ein großes Publikum“ (Deutscher Literaturfonds) konnten wir den gesamten Text der Bühnenfassung an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht’s zur PDF.

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AUF DEN SPUREN DES ALEXANDER VON HUMBOLDT

Was erwartet uns da? In den Wunderkammern des 16./17. Jahrhunderts sammelten Fürsten, Adlige und reiche Bürger die eigenartigsten Fundstücke aus aller Welt, Kuriositäten aus Natur, Kunst und Wissenschaften. Je weiter die Europäer die übrige Welt erforschten und meist brutal unterwarfen, umso größer war die Vielfalt und Faszination an den Dingen, die nun aus Übersee kamen – die sogenannten Exotica.

Die Forschungsreisen des Alexander von Humboldt stehen hierzu in einem interessanten Zusammenhang: Als er seine große Süd- und Mittelamerika-Expedition 1799 antrat – ein deutscher Protestant, mit Erlaubnis des katholischen Königs von Spanien – waren die Wunderkammern in Auflösung, ein neuer Geist eines anderen wissenschaftlichen Blicks hatte das Konzept des Sammelns und Staunens abgelöst. Und doch hätte Vieles, was Humboldt erforschte und nach Europa mitbrachte, einen hervorragenden Platz in den Kabinetten der Wunderkammern gefunden: Ihrem Geist, der alles als Werk Gottes verstand und verband, immer im Respekt vor dem Anderen, auch dem Unförmig-Missgebildeten, neu beseelt mit dem besonderen Blick Humboldts.

Denn Humboldt nähert sich der neuen, für ihn fremden Welt mit der Neugier des Kindes und der des Gelehrten, mit offenem, vorurteilslosem Interesse und Empathie. Ist das nicht eine Einladung an uns selbst im Alltag: allem mit einer fragenden, zugewandten Sympathie zu begegnen und entsprechend zu handeln? Einem Wohlwollen, das nie unkritisch ist gegenüber Ungerechtigkeit und Missständen?

Die alten Wunderkammern waren aber auch Orte des Forschens –  mit diesem Ansatz und dem Blick Humboldts machen wir unsere WUNDERKAMMER II zu einem Ort des Experiments am eigenen Leib – Alexander von Humboldt hat dies übrigens auch getan, mit unerschütterlicher Konsequenz. Wir erforschen uns selbst im Widerhall, in der Resonanz auf die Welt. Normalerweise agieren und reagieren wir mit ihr über die nach außen gerichteten Sinne. Nun machen wir das Experiment mit der Blick-Umkehr: Was „erzählen“ uns unsere Sinne (als Antennen zur Welt) „drinnen in uns selbst“, in Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen, Ahnungen?

„Forschungsobjekt“ ist die Welt am Beispiel Mexikos – um 1800 und natürlich heute. Wir nehmen die Reiseroute Humboldts als Landkarte und unsere inneren Sinne als Kompass. Humboldt hatte Tausende von Daten und Funden aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus Geologie, Klima, über die Menschen und ihre Kulturen mitgebracht. Nur eines nicht: Musik und Gerüche.

Und das holen wir jetzt nach. Die Begegnung mit der Welt findet in uns als Reise der Klänge und Gerüche aus Mexiko statt. Am Ende werden wir etwas entdeckt haben für und mit uns. Und wir erfahren dann auch mehr über das Hören und Riechen als uralte, grundlegende Sinne und Tore, durch die Menschen sich in der Welt bewegen. Reiseleiterinnen sind die Komponistin und Sängerin Diana Syrse, die Sopranistin Ana Schwedhelm und die Wissenschaftlerin und Performerin Anna D’Errico.

Die Wunderkammer II findet in der Kiezkapelle am Neuen St. Jacobi Friedhof Neukölln am 23. Und 24.Oktober 2020 statt. Mit (leider!) begrenzter Teilnehmerzahl.

Weitere Informationen zur Wunderkammer-Reihe und den kommenden Veranstaltungen finden Sie hier.

Konzeption, Moderation und Ausstattung: Bernhard Glocksin, Sabrina Rossetto

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Save the Last Kiez: Mit IRON CURTAIN MAN in der Biografischen Bibliothek

Verlässt man die Neuköllner Oper Richtung Rixdorf, ist ihr Laden schwer zu verfehlen: Seit 15 Jahren betreibt Katinka Krause die Biografische Bibliothek in der Richardstraße 104. Welche Herausforderungen sie neben der Corona-Krise mit ihrem „One Woman Geschäft“ noch meistert, das und mehr erfahren Sie in der zweiten Folge von #savethelastkiez, inklusive IRON CURTAIN MAN-Snippet mit Frédéric Brossier.

Dank der Unterstützung durch die Aktion! Karl-Marx-Straße sind wir auch in den nächsten Wochen im Kiez unterwegs und schauen – mit Musiktheaterauszügen – bei drei weiteren Nachbar*innen vorbei. Mehr dazu folgt in Kürze!

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Neue Erlebnisreihe: WUNDERKAMMER startet am Samstag, 19. September 2020!

Welche Erfahrungsräume können Musik und Narration noch öffnen, über die gegenwärtigen Theaterformen hinaus? Könnten die Spiegelkabinette der historischen Wunderkammern einen produktiven, sinnlichen Echoraum schaffen, der andere Perspektiven auf eine komplexe Welt ermöglicht?

Die Wunderkammern um 1600 – Vorformen heutiger Museen – stellten ihre oft bizarren Exponate aus Kunst, Handwerk, Natur und Wissenschaft in einen ganzheitlichen „Weltzusammenhang“, der uns heute oft fehlt. Davon inspiriert, bietet die Neuköllner Oper ein neues Veranstaltungsformat, das ein neugieriges Publikum mit Expert*innen aus Musik, Wissenschaft und Kunst zusammenbringt. Mit der Musik als zentrale Vermittlerin werden Fundstücke, Erzählungen und Experimente in einem anderen Licht zusammenfügt.

Die Grundsteinlegung erfolgt dieses Wochenende:

WUNDERKAMMER I – Klang und Weltbild
DIE LUFT ZWISCHEN DEN SAITEN. Eine Reise mit der Barockharfenistin Luise Enzian zu den Ursprüngen der Musikgeschichte und in den Echoraum der Renaissance, mit Erkenntnissen über die Welt, die zentrale Rolle der Musik, kleinen Experimenten und Klangbildern von Lena Wenta.
19./20. September 2020 in der Neuköllner Oper.

WUNDERKAMMER II – Imagination und Geruch
DIE TRÄUME DES ALEXANDER VON HUMBOLDT. Eine Klang- und Geruchsreise nach Mexiko.
Die Komponistin Diana Syrse, die Sopranistin Ana Schwedhelm und die Neurowissenschaftlerin Anna D’Errico (Goethe-Universität & Max Planck Institut Frankfurt) führen in eine Expedition der inneren Sinne.
23. und 24. Oktober 2020 in der Kiez-Kapelle des Prinzessinnengarten Kollektivs Neukölln.

WUNDERKAMMER III – Musik und Kosmos
THE UNANSWERED QUESTION. Musik, Kosmologie und die großen Fragen.
Mit Charles Ives‘ Komposition The Unanswered Question, dem Musikerduo Wild Strings und der Astrophysikerin Sibylle Anderl zu den bewegenden Fragen in Musik, Kosmologie, Quantenphysik und Philosophie.
18. Februar im Zeiss-Großplanetarium.

WUNDERKAMMER IV – Licht, Farbe und Musik
Mit Musik von Skrijabin, dem Regisseur und Videodesigner Vincent Stefan, dem Pianisten Markus Syperek und einer Wissenschaftlerin auf Spurensuche zu elektromagnetischer Strahlung, Licht, Gedanken und natürlich Musik.
25. März 2021, Ort wird später bekanntgegeben.

Weitere WUNDERKAMMERN sind in Vorbereitung:
ab Sommer 2021: Von Wesen der Pilze und dem verwobenen Leben, zu Wasser und Wissen, Tiere in uns, Barockautomaten und Künstliche Intelligenz u.a.

Konzept: Bernhard Glocksin
Ausstattung: Sabrina Rossetto

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Kilian Opera for Sale

Serienfinale verschoben auf 8. September

Wie unschwer auf ihrem Webauftritt zu erkennen ist, wurde die Angel Dust Properties Inc. in den vergangenen Wochen immer wieder zum Opfer von Hackerangriffen, unter anderem durch Mietinitiativen, krasse Dudes aus der Stadtverwaltung und das Recherchezentrum CORRECTIV. Die Veröffentlichung der letzten Folge von Opera for Sale musste daher aus technischen Gründen verschoben werden.


Das große Serienfinale erscheint nun also am 8. September – dem Tag des Public Viewings aller 6 Folgen auf der Probebühne der Neuköllner Oper. Der Eintritt ist nach vorheriger Reservierung frei bei begrenzter Platzzahl.

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Sicherheit geht vor!

Wir freuen uns sehr, endlich wieder für Sie spielen zu können. Wir haben die Zwischenzeit gut genutzt, um alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen so umzusetzen, damit Sie ohne Bedenken und Ängste wieder genussvolle, bewegende und inspirierende Stunden in unserem Haus erleben können. Denn Ihre Gesundheit und die unserer Mitarbeiter*innen haben absolute Priorität!

Wir haben daher in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und dem Gesundheitsamt ein behördlich abgestimmtes Hygienekonzept entwickelt, das einen möglichst sicheren Abend bei uns ermöglicht. Aus diesem Grunde haben wir das (zu kleine) Studio geschlossen und spielen ausschließlich im Saal, der ein für ca 60 Besucher*innen gutes Raumvolumen und durch die hohen seitlichen Flügeltüren eine optimale Duchlüftung bereitstellt. Und keine unserer Vorstellungen wird länger als die empfohlenen 90 Minuten dauern.

Bei aller Umsicht sind wir auf Ihr Mittun und Ihre Achtsamkeit angewiesen und möchten Sie um folgendes bitten:

Beim Ticketkauf

  • Kaufen Sie nach Möglichkeit die Karten online.
  • Wir sind verpflichtet, eine namentliche Gästeliste mit Ihren Kontaktdaten zu führen und benötigen deshalb von Ihnen beim Kartenkauf Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer. Sollten Sie für weitere Personen Karten kaufen, so benötigen wir auch deren vollständige Daten. Die Kontaktdaten werden einen Monat beginnend ab dem Termin Ihres Besuchs aufbewahrt und im Anschluss unter Beachtung der DSGVO vernichtet. Die Daten werden nicht für andere Zwecke verwendet.
  • Besucher*innen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem an COVID-19-erkrankten Menschen hatten oder selbst an einem Infekt der oberen Atemwege leiden, müssen wir leider von der Veranstaltung ausschließen!

Beim Besuch unseres Hauses

  • Tragen Sie bitte immer – außer am Sitzplatz während der Vorstellung – eine Mund-Nasen-Bedeckung. Wenn Sie Ihre eigene Maske nicht dabei haben, können Sie bei uns gegen Spende einen Atemschutz erwerben
  • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Gästen (unser Sitzplätze sind entsprechend angeordnet, der erforderliche Sicherheitsabstand zur Bühne ist ebenfalls gewährleistet)
  • Nutzen Sie unsere Handdesinfektion!
  • Wir gewährleisten eine regelmäßige Durchlüftung und sorgfältige Reinigung der öffentlichen zugänglichen Räume.

JETZT SIND SIE GEFRAGT

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Willkommen zurück!

Die Ankunft des ersten analogen Spielplans seit Beginn der Pandemie – ein froher Vorbote unserer lang ersehnten Rückkehr zum „normalen“ Spielbetrieb in wenigen Wochen. Ein Grußwort zur neuen Spielzeit von Bernhard Glocksin:

„Erstmals in der Zeit, die Sie und wir gemeinsam teilen (und miteinander, wenn Sie in unseren Vorstellungen waren) erleben wir einen „Einbruch“, der uns eine bislang nicht gelebte, vielleicht vergessene Conditio humana bewusst macht – dass wir alle, so fern und unabhängig sich ein Jede*r auch fühlt, miteinander verbunden sind, und sei`s durch winzige Teilchen, die wir senden und empfangen (ohne dessen bewusst zu sein). Und wir erleben, dass jede Gewissheit, jede Normalität des „Wir sehen uns am …“ zur puren Fiktion wird. Wer weiß denn, ob diese Zeilen noch gelten, wenn Sie sie lesen?

Mir scheint, als manifestierte sich die alte Vorstellung von der Zeit als Spirale, mit ihr die Wiederkehr der Herrschaft anderer, größerer Geister als der des Menschen. Steht nicht alles wie unter einem Damokles-Schwert, entscheidet nicht eher das Virus als „der Mensch“, was geschieht, wann, wo und mit welchen Konsequenzen die Krankheit auftritt und alle Vorhaben und Pläne umschreibt? Immerhin könnten wir dieser Entmachtung einen konkreten Nutzen abgewinnen – etwa für ein tieferes Verständnis unserer Verwundbarkeit und konkretes Handeln für eine Rettung unseres Klimas.

In jedem Falle: tiefer hat uns wohl keine Krise verunsichert, und sie hat Leid und existenzielle Not bewirkt, auch und gerade unter Künstler*innen der Neuköllner Oper. Daher danken wir all jenen, die uns durch Spenden und Gutscheine unterstützt haben und freuen uns zutiefst, wieder für Sie spielen und mit Ihnen Theatererlebnisse feiern zu können.

Gleichwohl bleibt das Virus ein mächtiger, unberechenbarer Lehrmeister unseres  Spielplans: alle Stücke wurden neu gedacht und neu einstudiert, und weitere Stücke sind durch gegenwärtige Erfahrungen eigens entstanden. Um nochmals das Positive zu denken: alles verändert sich, wenn wir ,Auflagen‘ und ,Abstandsregeln‘ nicht als Verbote verstehen sondern als Ausdruck menschlicher Würde: sein Gegenüber und sich selbst zu schützen so gut man kann.

In diesem Sinne begrüßen wir Sie zu einer der intensivsten Theater-Spielzeiten!

Bernhard Glocksin
Künstlerische Leitung“

 

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