Blog

LAB2 (16.9.) abgesagt

Wegen einer Erkrankung im Team muss das heutige LAB 2 leider kurzfristig ausfallen. Über die Folgeveranstaltungen im November und Dezember halten wir Sie auf unserer Website und im oper.digital-Newsletter auf dem Laufenden, für den Sie sich hier anmelden können.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Ihre Neuköllner Oper

Mehr Lesen

Premiere verschoben: GIOVANNI. Eine Passion

Wegen Erkrankung eines Ensemblemitglieds wird die Premiere von GIOVANNI. Eine Passion verschoben: auf Samstag, den 28. August 2021. Bereits gekaufte Karten für das ursprüngliche Premierendatum am 26. August können natürlich umgetauscht und für eine der weiteren Vorstellungen eingelöst werden. Kontaktieren Sie hierzu bitte unsere Mitarbeiter*innen an der Kasse unter tickets@neukoellneroper.de. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Alle Termine der Vorstellungen von GIOVANNI. Eine Passion finden Sie hier.


Foto: © Matthias Heyde

Mehr Lesen

URBAN STORIES

Die Anmeldung für die URBAN STORIES Sommer-Workshops läuft! Alle ab 13 Jahren sind herzlich dazu eingeladen, an zwei Wochenenden im August mit Künstler*innen die verschiedenen Disziplinen des Musiktheaters auszuprobieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig!
Alle Infos zum Workshop-Programm sind hier zu finden.

Mehr Lesen

Frischluft

Der Neue St. Jacobi-Friedhof an der Neuköllner Hermannstraße ist einer jener Orte, die Berlin so spannend machen: Auf dem Gelände des nur noch teilweise genutzten Friedhofs entsteht mit dem Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin eine neue Form des Gemeinschaftsgartens, in dem Kultur einen großen Platz haben wird. Ein Grund mehr für uns, mit dem Kollektiv eine nachhaltige Kooperation einzugehen und eine neue Form des Miteinanders von Natur und Mensch zu suchen. Wir freuen uns auf GIOVANNI. Eine Passion, die nächste Wunderkammer und auf Ihren Besuch!

Mehr Lesen

Preis und Wunder

Wir gratulieren! Diese Auszeichnung setzt ein Zeichen: Ulrike Schwab erhält den Förderpreis MORTIER NEXT GENERATION. Kein Preis fokussiert so eindeutig auf die Vision eines anderen, vielleicht neuen Musiktheaters wie diese international so renommierte Auszeichnung im Gedenken an den großen Musiktheater-Vordenker und -Ermöglicher Gerald Mortier. Welch eine überzeugende Wahl!

Die Preisverleihung findet im August in Salzburg statt – inmitten der Proben zur Neueinrichtung ihrer GIOVANNI Inszenierung mit dem STEGREIF.orchester in den Prinzessinnengärten. Wir freuen uns sehr mit und für sie – insbesondere, weil diese Auszeichnung eine künstlerische Position und Handschrift ehrt, die – in meinen Augen – außergewöhnlich ist. Ich denke, wer sich an die vielen hoch energetischen Abende mit Ulrike Schwab erinnert, weiß was ich meine. Vor 13 Jahren kam sie als Sängerin an unser Haus, in dieser furiosen Inszenierung namens MITLEID (nach Parsifal). Wo gibt es eine Sängerin, die künstlerisch so radikal, kompromisslos und risikobereit mit sich selbst umgeht, mit ihrer Stimme und ihrem Körper als Instrumente eines ungemeinen Darstellungswillens, mit einer Entschlossenheit, die auf alle und alles wirkt? So einzigartig war sie in allen folgenden Inszenierungen, ob in SCHWINDEL, EXIT PARADISE und in Bretans GOLEM. Und so ist auch ihr Regiestil. Denn war das anschließende Studium der Musiktheaterregie nicht die logische Folge dieses Theaterverständnisses?

Bereits ihre erste Regie an unserem Haus: eine (wie ich finde) Sensation. Noch im Rahmen unseres Studienprojektes mit der HfM und wenig mehr als eine Szene, war alles da, was ihre Vision und Präzision, Bildkraft und Handschrift ausmacht: drei singende, sprechende, musizierende Männer in der „Frauenoper“ ARMIDA, im Sinne von Gluck, der damals die Oper revolutionierte, heute neu erzählt, live und mit Zuspielern, ein genialer Brückenschlag  von Zeitebenen, der historischen und gegenwärtigen Dimension mit ihren Diskursen… Selten habe ich zu vorbehaltlos Yes! Go ahead! zu einem Stückvorschlag gesagt, als ich sie einlud, im Saal, unserer „großen Bühne“ zu inszenieren und sie mir vorschlug, Humperdincks oft bis zur Unerträglichkeit weichgespülte Kinder- und Pflicht-Oper Hänsel und Gretel zu inszenieren – nur eben nicht zur Weihnachtszeit und für Erwachsene. Kurz: Die im Januar 2018 uraufgeführten WOLFSKINDER brachten ihre Poetik zum Leuchten, ein zwischen Singenden und Musizierenden, Andeutung und Offenheit, historischem Material und gegenwärtigen Dringlichkeit fließendes Theater, in der Presse schlicht „Theaterwunder“  genannt. Im folgenden Jahr hatten wir dann übrigens drei Inszenierungen von Ulrike Schwab auf dem Spielplan, neben den WOLFSKINDERN ihre „Einsamkeitsstudie“ und Frau Luna-Assoziation IST DIE WELT AUCH NOCH SO SCHÖN sowie die lange vorbereitete Uraufführung von Mozarts GIOVANNI. Dazu hatte ich sie und das STEGREIF.orchester ausgesucht und eingeladen – in der Hoffnung, dass sich ihr Regiestil und die spezielle, improvisatorische Arbeitsweise des Ensembles nicht nur vertragen, sondern ergänzen, inspirieren und vielleicht auch potenzieren würden. Was geschah? In ihren Stärken und Eigenarten haben sich beide auf ein neues, höchst expressives Niveau gehoben: Kompliment noch einmal für das, was diese Inszenierung so einzigartig macht!

Diese Tage sind wir im Anflug auf ein weiteres Abenteuer: die GIOVANNI Inszenierung in den ursprünglich gedachten Ort, ins Offene, Naturumrankte des Neuen St. Jacobi Friedhofs zu bringen. Und dabei – wenn alles  klappt – ganz nebenher eine gleichsam immersive Filmversion für EuroArts zu erstellen.

Dreizehn Jahre, acht Produktionen mit Ulrike Schwab als Sängerin und Regisseurin liegen hinter uns, eine fruchtbare Zeit, in der sie im Umfeld der vielfältigen Grenzüberschreitungen und Ästhetiken unserer so unterschiedlichen Teams und Stücke ihre eigene, unverwechselbare Handschrift entwickelt hat. Jahre, in denen wir sie mit Aufträgen und den Mitteln der Neuköllner Oper begleitet und unterstützt haben. Ich freue mich auf unsere Verabredung für kommendes Jahr: eine der vielschichtigsten der Opern von Richard Strauss. Eine, die ich liebe und von der ich denke, dass sie endlich einmal „richtig“, also „tiefer“ und anders erzählt werden müsste. Ich freue mich auf das, was mit Ulrike zu uns kommen wird.

Bernhard Glocksin, Künstlerischer Leiter 


Foto: privat

Mehr Lesen

Alle Parteien haben ihre Kandidat*innen…

… und auch wir haben unsere! In Hohenpfaffenberg-Siegertsbrunn, der Provinz-Kleinstadt aus Eine Stimme für Deutschland verfolgen wir den erbitterten Kampf der Grünen Regula Hartmann-Hagenbeck gegen Alina Deutschmann, die Spitzenkanditatin der hiesigen Neuen Rechten.

Die musikalische Quittung von Thomas Zaufke & Peter Lund holt den Wahlkampf von der politischen auf die Musiktheaterbühne – wir freuen uns riesig, Sie dazu auch endlich wieder vor Ort in unserem Saal begrüßen zu können. Tickets gibt’s ab sofort in unserem Webshop!


Foto: Matthias Heyde

Mehr Lesen

Sind Sie #kulturhungrig?

Ein Jahr (fast) ohne Theater. Kein Schauspiel, kein Gesang, kein Tanz, keine Musik. Stille vor, auf und hinter der Bühne. Weil Kultur kein schönes Beiwerk in unserer Gesellschaft ist, sondern ein Grundnahrungsmittel, haben die Freundeskreise der Berliner Bühnen die Initiative #kulturhungrig gestartet: Alle Freund*innen, Liebhaber*innen und das Publikum der Theater, Opernhäuser und Konzertsäle dazu auf, den Ausdruck ihrer Vorfreude auf eine baldige Öffnung zu in die Welt zu rufen, schreiben, vorzuspielen, und zu beamen …

… und alle Künstler*innen und Kulturschaffenden wissen zu lassen, dass sie alles andere als vergessen sind. Machen Sie mit und teilen Sie ihre persönlichen Testimonials und Kurzclips mit #kulturhungrig in den sozialen Medien! Hier einige Inspirationen zur Vervollständigung:
–          Ich vermisse…
–          Ohne Kultur ist wie…
–          Ich bin hungrig auf…
–          Ich freue mich auf

Die Freund*innen der Bühnen Berlins und natürlich auch wir sind gespannt auf Ihre Beiträge!

#kulturhungrig ist eine Initiative der Freundeskreise von:
Berliner Ensemble
Deutsche Oper Berlin
Deutsches Theater Berlin
Komische Oper Berlin
Neuköllner Oper
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Schaubühne am Lehniner Platz
Staatsballett Berlin
Staatsoper Berlin

Mehr Lesen

Bezahlbarer Wohnraum, adieu?

Wir hatten einen Traum, er war klein und bescheiden, dachten wir… Es ging um bezahlbare Mieten und das Recht auf Wohnen. Dieser Traum schien 2020, dem Jahr der Uraufführung von Felix Krakaus und Yuval Halperns Immobilien-Infotainments OPERA FOR SALE, zumindest greifbar: „Seit Februar 2020 waren die Mieten für rund 1,5 Millionen […] Wohnungen auf dem Stand von Juni 2019 eingefroren. Mieten, die mehr als 20 Prozent über den Obergrenzen lagen [waren] gesetzlich verboten.“ (Berliner Morgenpost, 16.4.21) Nun wurde der Mietendeckel vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gekippt, Mieter*innen stehen vor großen Unsicherheiten – und wir alle vor der nächsten Runde im Betongold-Monopoly.

 Mehr zu Immobilienspektulationen und dem Kampf um menschenwürdiges Wohnen erfahren Sie in unserer Webserie Opera for Sale und auf der Seite der Angel Dust Company.

PS: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn, Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen gibt nicht auf: „Im Senat werden wir […] über die Konsequenzen aus dem Urteil beraten. Der Senat [sieht sich] in der Verpflichtung, sozial verträgliche Lösungen für Mieterinnen und Mieter zu entwickeln.“ (Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)


Ein Beitrag von Änne-Marthe Kühn (Dramaturgie)

Mehr Lesen