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Willkommen zurück!

Die Ankunft des ersten analogen Spielplans seit Beginn der Pandemie – ein froher Vorbote unserer lang ersehnten Rückkehr zum „normalen“ Spielbetrieb in wenigen Wochen. Ein Grußwort zur neuen Spielzeit von Bernhard Glocksin:

„Erstmals in der Zeit, die Sie und wir gemeinsam teilen (und miteinander, wenn Sie in unseren Vorstellungen waren) erleben wir einen „Einbruch“, der uns eine bislang nicht gelebte, vielleicht vergessene Conditio humana bewusst macht – dass wir alle, so fern und unabhängig sich ein Jede*r auch fühlt, miteinander verbunden sind, und sei`s durch winzige Teilchen, die wir senden und empfangen (ohne dessen bewusst zu sein). Und wir erleben, dass jede Gewissheit, jede Normalität des „Wir sehen uns am …“ zur puren Fiktion wird. Wer weiß denn, ob diese Zeilen noch gelten, wenn Sie sie lesen?

Mir scheint, als manifestierte sich die alte Vorstellung von der Zeit als Spirale, mit ihr die Wiederkehr der Herrschaft anderer, größerer Geister als der des Menschen. Steht nicht alles wie unter einem Damokles-Schwert, entscheidet nicht eher das Virus als „der Mensch“, was geschieht, wann, wo und mit welchen Konsequenzen die Krankheit auftritt und alle Vorhaben und Pläne umschreibt? Immerhin könnten wir dieser Entmachtung einen konkreten Nutzen abgewinnen – etwa für ein tieferes Verständnis unserer Verwundbarkeit und konkretes Handeln für eine Rettung unseres Klimas.

In jedem Falle: tiefer hat uns wohl keine Krise verunsichert, und sie hat Leid und existenzielle Not bewirkt, auch und gerade unter Künstler*innen der Neuköllner Oper. Daher danken wir all jenen, die uns durch Spenden und Gutscheine unterstützt haben und freuen uns zutiefst, wieder für Sie spielen und mit Ihnen Theatererlebnisse feiern zu können.

Gleichwohl bleibt das Virus ein mächtiger, unberechenbarer Lehrmeister unseres  Spielplans: alle Stücke wurden neu gedacht und neu einstudiert, und weitere Stücke sind durch gegenwärtige Erfahrungen eigens entstanden. Um nochmals das Positive zu denken: alles verändert sich, wenn wir ,Auflagen‘ und ,Abstandsregeln‘ nicht als Verbote verstehen sondern als Ausdruck menschlicher Würde: sein Gegenüber und sich selbst zu schützen so gut man kann.

In diesem Sinne begrüßen wir Sie zu einer der intensivsten Theater-Spielzeiten!

Bernhard Glocksin
Künstlerische Leitung“

 

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