Junge Akteure

 

Koproduktion mit dem Studiengang Musical/Show der UdK Berlin.

Musical an der Neuköllner Oper ist etwas anderes Musical: Wo sonst tanzende Katzen und singende Vampire die Bühne bevölkern, entstehen seit 1997 in der Koproduktion von Neuköllner Oper und Studiengang Musical/Show an der UdK Stücke, die unser heutiges Leben mit all seinen Geschichten zum Inhalt haben.
Erdacht vom Leiter des Studiengangs Peter Lund, der aus Improvisationen mit seinen Studenten ein Werk formt, das er den Darstellern buchstäblich auf den Leib schreibt. Und ihnen, die sich damit zum ersten Mal mit einer voll gültigen Produktion in einem professionellen Theater der Öffentlichkeit vorstellen, einen idealen Start ins Bühnenleben ermöglicht.

Die bisherigen Produktionen:

1.  1997 Lady Be Good! – Musical von George Gershwin
2.  1998 Boys von Syrakus – Musical von Richard Rogers
3.  1999 How to succeed in business without really trying – Musical von Frank Loesser
4.  2001 Love Bite – Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund (UA)
5.  2002 Assassins – Musical von Stephen Sondheim
6.  2004 Panik Sound Club – Musical von Niclas Ramdohr und Peter Lund (UA)
7.  2005 Erwin Kannes, Trost der Frauen – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
8.  2006 Maja & Co – Insektenoperette nach Jacques Offenbach
9.  2007 Kauf Dir ein Kind – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
10. 2009 Leben ohne Chris – Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund (UA)
11. 2010 Mein Avatar und ich – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
12. 2011 Frau Zucker will die Weltherrschaft – Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund (UA)
13. 2013 Stimmen im Kopf – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
14. 2014 Schwestern im Geist – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
15. 2015 GRIMM! – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)
16. 2017 Kopfkino – Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund (UA)

 

 

Berliner Opernpreis

Seit 1997 verbindet die Neuköllner Oper und die GASAG eine Zusammenarbeit, die in dieser Form einzigartig ist: Sie haben einen Kompositionswettbewerb ins Leben gerufen, der heute BERLINER OPERNPREIS heißt und alle zwei Jahre verliehen wird. Er richtet sich an Künstlerkollektive und Komponisten, die Werke für ein gesellschaftlich engagiertes und Genre-offenes Musiktheater schaffen wollen. Junge Kreative sind dazu aufgefordert, der Ausschreibung – welche nur eine Themenvorgabe beinhaltet und für einen erweiterten Musiktheaterbegriff steht – zu folgen und am praxisorientierten Wettbewerb teilzunehmen.

So entstanden in einem durch Workshops und Mentoring begleiteten Wettbewerbsprozess unterschiedlichste Formen und Werke, die – wie es Komponist und Jurymitglied Detlef Glanert formulierte – „Mehr Bezug zum lebenden Menschen, Innovation und Popularität, Abenteuerlust und Genussfreude“ suchen.

Der laufende Wettbewerb:

TAKE IT OR LEAVE IT!
Ein internationaler Wettbewerb für alternatives Musiktheater
Der BERLINER OPERNPREIS von Neuköllner Oper Berlin und GASAG

Hurra, wir sind Erben! Ein wahrhaft fettes Erbe steht an. Die Frage ist: wer tritt welches Erbe überhaupt an, sucht sich was heraus, will was und was lieber nicht haben bei der Testamentseröffnung? Das Erbe ist enorm: über 400 Jahre Musiktheater in Europa! Was bereichert und nutzt Euch als Material, um damit Euer Unternehmen „NEUES MUSIKTHEATER“ zu gründen und zu führen?

Der BERLINER OPERNPREIS lädt somit zur Produktion eines halbstündigen Musiktheaters zum Motto TAKE IT OR LEAVE IT! ein, auf Kosten der Preisgeber und mit Uraufführungsvorstellungen in Berlin.
Als Bewerber reicht Ihr ein Konzept ein für Neues Musiktheater, das Eure persönliche Handschrift verbindet mit der Auseinandersetzung jener Erbschaft, für die Ihr Euch entschieden habt, und das Ihr – unter den u. g. Produktionsbedingungen – selbst aufführt oder aufführen lasst.
Der Wettbewerb richtet sich an Komponist*innen und/oder Musiktheater-Teams in Deutschland und im europäischen Ausland.

Die Neuköllner Oper steht für ein undogmatisches, Genre-, Stil- und Kulturen- übergreifendes Musiktheater und freut sich auf vitale, welt- und erfahrungsoffene, kunstfertige Werke mit Musik als zentralen Protagonisten auf der Bühne.
Ausschreibungsunterlagen

Die bisherigen Wettbewerbe

Berliner Opernpreis 2016, Game over # Go on

Berliner Opernpreis 2014, Night in Europe

Berliner Opernpreis 2012, New Deal

Berliner Opernpreis 2010, Verbotene Liebe

Berliner Opernpreis 2008, Der Sonderermittler

Berliner Opernpreis 2006, Tod eines Schneiders (Mooshammeroper)

Neuköllner Opernwettbewerb 2004, Putzfrauen (Wischen – No Vision)

Neuköllner Opernwettbewerb 2002, Münchhausen

Neuköllner Opernwettbewerb 2000, Hundeherz

Neuköllner Opernwettbewerb 1997, Der Wurm

Kooperation mit dem Studiengang Musiktheaterregie an der HfM Hanns Eisler

 

Über viele Jahre hat die Neuköllner Oper gezielt Studenten und Absolventen der HfM Regieklasse eingeladen, gemeinsam mit uns und als Produktion des Hauses neue, eigene Stücke zu entwickeln, zu produzieren und zu spielen – u. a. Michael von zur Mühlen, Miriam Saleviç und Julia Lwowski. Aus diesem Brauch wollen wir einen neuen machen: jeweils „einen Jahrgang“ des Masterstudiengangs Musiktheaterregie einladen, hier unter Praxisbedingungen eigene kurze Stücke zu entwickeln, einzustudieren und aufzuführen. Dies als einen Beitrag zu einer fundierten Ausbildung, die Theorie und Praxis sinnvoll verbindet und der in dieser Stadt der vielen Opernhäuser so Not tut.

Bisher:

OpenSpace Armida
– Drei Regisseurinnen
– Drei Inszenierungen
– Drei mal Armida
Uraufführung: 24. Februar 2016

Combattimento x2 nach Claudio Monteverdi
Uraufführung: 24. März 2017

 

 

Autorenakademie Zaimoglu

Im urbanen Alltag treffen unterschiedliche Haltungen, Lebensentwürfe und Hintergründe aufeinander. Sie sind der (manchmal explosive) Stoff, durch den sich eine diverse Gesellschaft bewegt. Die Autorenakademie ist ein bundesweit einzigartiges Fortbildungsprojekt für junge und versierte Theaterautoren, einzigartig, weil auf den Dialog von Deutsch- und Fremdstämmigen sowie auf das Schreiben mit und für Musik auf der Bühne fokussiert. Im Mittelpunkt stehen die versierte Beobachtung sozialer Vorgänge, ihre szenische Verdichtung und die Gestaltung mit Musik – Übungen für ein Theater der Zeitgenossenschaft mit Musik als einem zentralen Spieler. Auf den ersten Workshop unter dem Titel „Schreiben über Differenz“ folgte 2012 „Durch die Nacht mit Feridun Zaimoglu“. Sechs Autorinnen und Autoren durchstreiften Neukölln, gemeinsam mit ihrem Mentor, dem Spezialisten für literarische Recherchen hart an der Bordsteinkante. Was sie sahen, in Szene setzten, mit Musik ausdrückten und selbst performten, war als rasante Uraufführung zum Abschluss des Workshops in der Heinrich-Böll-Stiftung im Oktober 2012 zu erleben. Die Autorenakademie wird von Feridun Zaimoglu und Bernhard Glocksin geleitet. Kompositionen, musikalische Einstudierung und Leitung: Vivan und Ketan Bhatti.

Übrigens: alle Finalisten haben seither Schreibaufträge, Uraufführungen und/oder weitere Nominierungen zu Autoren-Festivals erhalten, wie zuletzt Uta Bierbaum und Olivia Wenzel bei den Autorentheatertagen 2013 am Deutschen Theater Berlin. Die Neuköllner Oper fördert ihre Akademie-Autoren zudem mit Schreibaufträgen: so wurde im November 2011 „bei drücken senden“ von Olivia Wenzel uraufgeführt, im Frühjahr 2013 die Kiezkantate „Neuköllateralschaden“ von Uta Bierbaum, Alexander Capistran und Felix Kracke. Im August 2013 war Uraufführung vom „Europäischen Abendmahl“ mit Texten von Alexander Capistran und im September 2014 von „Exit Paradise“ von Uta Bierbaum.

Autorenakademie Zaimoglu 2010: „Schreiben über Differenz“

Abschlusspräsentation in der Neuköllner Oper am 30.10.2010.
Szenische Einrichtung: Nuran David Calis
Referenten: John von Düffel, Milena Mushak
Kooperation von Bundeszentrale für politische Bildung und Neuköllner Oper.
Autoren: Reihaneh Youzbashi Dizaji, Dmitrij Gawrisch, Katalin Naszály, Darja Stocker,
Cem Gerceker Tekin, Olivia Wenzel

Autorenakademie Zaimoglu 2012: „Durch die Nacht mit Feridun Zaimoglu“

Abschlusspräsentation in der Heinrich-Böll-Stiftung am 28.9.2012. Szenische Einrichtung: Anna Bergmann. Kooperation von Heinrich-Böll-Stiftung und Neuköllner Oper. Autoren: Uta Bierbaum, Alexander Capistran, Nadine Kaufmann, Felix Kracke, Azar Mortazavi, Tabea Venrath.