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WUNDERKAMMER-Reihe

MUSIK   WELT   STAUNEN

Könnten wir unserem Leben und dieser (meist komplizierten) Welt noch anders begegnen als auf der üblichen Weise? Könnte darin auch Glück liegen?

In der Veranstaltungsreihe WUNDERKAMMER verbinden sich Musik, Wissenschaft und Philosophie mit einem etwas anderen Blick auf die Welt, ausgehend von ausgewählten Phänomenen aus unserem Alltag. Dabei bieten uns die Spiegelkabinette der historischen Wunderkammern einen produktiven, sinnlichen Echoraum, in dem wir heutige Erfahrungen mit Denkfiguren aus der Antike und Renaissance in Beziehung und Resonanz bringen.

Die Wunderkammern um 1600 – Vorformen heutiger Museen – stellten ihre oft bizarren Exponate aus Kunst, Handwerk, Natur und Wissenschaft in einen ganzheitlichen „Weltzusammenhang“, der uns heute oft fehlt. Davon inspiriert gestaltet die Neuköllner Oper neue, eigene WUNDERKAMMERN, die ein neugieriges Publikum mit Expert*innen aus Musik, Wissenschaft und Kunst zusammenführen. Musik ist hier die wichtigste Verbündete und eine Art Botin, in ihrem Schwingungsfeld fügen wir Fundstücke, Erzählungen und Experimente von damals und heute zusammen – und versuchen uns im Staunen, das mit der „Neugier des Kindes und der des Gelehrten“ (Alexander von Humboldt) eine höchst produktive Haltung zur Welt eröffnet.

Die WUNDERKAMMER Reihe begann mit zwei Programmen im Herbst 2019.

Aufgrund ihres Erfolges findet eine neue Reihe mit vier Programmen in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Schering Stiftung statt.

Konzeption und Moderation: Bernhard Glocksin, Künstlerischer Leiter der Neuköllner Oper
Konzeption, Recherche, Ausstattung: Sabrina Rossetto, Architektin/Bühnenbildnerin


kommende Termine

WUNDERKAMMER IV – WUNDERWERK KÖRPER

12. – 14. November 2021, Schinkel Rotunde im Alten Museum zu Berlin

Einladung zum Blind Date mit dem wichtigsten Partner – unserem Körper und Geist. Treffpunkt: die Rotunde von Schinkel im Alten Museum, dort wo uns Asklepios, der große Arzt der Antike, zusieht. Mit Prof. Dr. Tobias Esch (Uni Witten Herdecke), Dr. Mona Schrempf (u.a. HU Berlin), Wu Wei (Sheng und andere traditionelle chinesische Instrumente), Niko Meinhold (Harfe, Glockenspiel u.a.).

WUNDERKAMMER V: MUSIK IM KOPF
Ende April 2022, Neuköllner Oper

Wir sind erneut selbst das „Material“ unserer Entdeckungsreise: Wir, das Publikum und die Sänger*innen und Musiker*innen bei Ausschnitten des Musiktheaters LILI – über die Lebensgeschichte und Musik der hochtalentierten und früh verstorbenen Lili Boulanger.
Der Theatersaal wird nun zum Erlebnisraum, der Gehirnaktivitäten bei und durch Musik sichtbar macht und – das wäre ein zweites Experiment – Messwerte zurück verwandelt in Musik und Bild. Hierzu tragen ausgewählte Testpersonen aus dem Ensemble und Publikum leichte Headsets, die Messwerte ihrer Gehirnströme sichtbar machen. So werden Kenntnisse der Neurowissenschaften und angewandter Disziplinen (Brain Computer Interface etc.) sicht- und erlebbar, und wir können uns auf die Spur gewisse Fragen begeben: Wie ist das mit dem „Gänsehauteffekt“ bei spezieller Musik? Bei wem tritt er wann auf, und bei wem nicht?  Wie lassen sich verwandte Gefühle wie Mitgefühl oder Ergriffenheit messen und erklären? Und schließlich: Zu welchen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen komme ich beim Opern- und Theaterbesuch?

WUNDERKAMMER VI: SEHNSUCHT NACH SCHÖNHEIT    
8./9. Juli 2022 im Orientalischen Garten/Saal der Empfänge, Gärten der Welt

Sommerabend in einer außergewöhnlichen Echokammer: einem Orientalischen Garten. Wo sonst könnten wir der großen Frage nach der Schönheit umfriedeter und anschaulicher begegnen als hier? Der geheimnisvollen Kraft nachspüren, die Schönheit und Musik in uns wachrufen? Die „verborgenen“ Gärten des arabischen und des christlichen Kulturraums waren Orte der Inszenierung von Schönheit als Zeichen und Weg zu einem Darüberhinaus-Liegenden. Hier im Wechselspiel von Orient und Okzident gehen wir auf eine interkulturelle Entdeckungsreise zur Gestalt und Wirksamkeit von Schönheit, im Blick „zurück“ mit dem Altorientalisten Walter Sommerfeld und im Blick „voraus“ zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit der Neurokognitions-Psychologin Rasha Abdel Rahman (angefragt). Barockharfe, persische Kunstlieder und heutige Elektronik verbinden sich zu einem die Kulturen und Jahrhunderte durchschreitenden musikalischen Ost-West-Diwan.

Und: Was wäre „Schönheit“ in Beziehungen unter Menschen, in der Gesellschaft sowie zur Natur und Zukunft? Könnte sie eine neue Dynamik und produktive Kraft im Sozialen entfalten?

Mit Prof. Dr. Walter Sommerfeld (Uni Marburg), Prof. Dr. Rasha Abdel Rahman (HU Berlin, angefragt), Luise Enzian (Barockharfe), Kaan Bulak (Electronics, Komposition), Cymin Samawatie (Gesang, Komposition). Gastgeber und Moderation: Bernhard Glocksin, Einrichtung: Sabrina Rossetto

In Kooperation mit


Bisher:

WUNDERKAMMER III – PILZE.
WARUM WIR KEINE INDIVIDUEN SIND

Sie lassen uns staunen, singen und die Welt anders sehen: Pilze und vor allem Myzelien, ihr unterirdisches Geflecht aus fadenförmigen Ausläufern, zeigen faszinierende Muster von Intelligenz, Kommunikation und Organisation – auch, dass wir keine Individuen im klassischen Wortsinn sind. Inspirationen zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit?

Mit Prof. Dr. Vera Meyer, Mikrobiologin (TU Berlin), Prof. Dr. Jens Krause (HU Berlin), Markus Syperek (Musikalische Leitung) und weiteren Musiker*innen mit Musik von Monteverdi bis Gegenwart
Prinzessinnengarten und Kiezkapelle, 9. – 11. September 2021

WUNDERKAMMER II – Imagination und Geruch
DIE TRÄUME DES ALEXANDER VON HUMBOLDT. Eine Klang- und Geruchsreise nach Mexiko.
Die Komponistin Diana Syrse, die Sopranistin Ana Schwedhelm und die Neurowissenschaftlerin Anna D’Errico (Goethe-Universität & Max Planck Institut Frankfurt) führen in eine Expedition der inneren Sinne.
Kiezkapelle, 23. und 24. Oktober 2020.

WUNDERKAMMER I – Klang und Weltbild
DIE LUFT ZWISCHEN DEN SAITEN.
Eine Reise mit der Barockharfenistin Luise Enzian zu den Ursprüngen der Musikgeschichte und in den Echoraum der Renaissance, mit Erkenntnissen über die Welt, die zentrale Rolle der Musik, kleinen Experimenten und Klangbildern von Lena Wenta.
Neuköllner Oper/Saal, 19. & 20. September 2020.

Fotos: © Sabrina Rossetto, Nancy Ludwig, Alexander Savin (WikiCommons)

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